Zum Inhalt springen
Heimwerker-Berater

Gloria Profi Brenner Thermoflamm bio Professional

PraxistestGartenvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Gloria Profi Brenner Thermoflamm bio Professional
Inhalt11 Abschnitte
  1. Ein paar Bilder aus dem Praxistest
  2. Die technischen Daten
  3. Flasche statt Kartusche
  4. Wofür die große Düse gut ist
  5. Sicherheit mit Druckgas
  6. Richtig abflammen
  7. Erlaubt statt Chemie
  8. Weitere Einsatzmöglichkeiten
  9. Für wen er sich eignet
  10. Mein Ergebnis
  11. Häufige Fragen

Der Thermoflamm bio Professional ist das größte Gerät der Gloria-Reihe. Statt einer kleinen Kartusche hängt er an einer Propangasflasche, verbunden über einen 5 Meter langen Schlauch und einen Druckminderer. Die Brennerdüse hat 60 mm Durchmesser. Damit ist er für Flächen gemacht, bei denen eine Kartusche nach einer halben Stunde leer wäre. Ich habe ihn auf Wegen und Hofflächen ausprobiert.

Ein paar Bilder aus dem Praxistest

Gloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio ProfessionalGloria Profi Brenner Thermoflamm bio Professional

Die technischen Daten

GasanschlussPropan- oder Propan-Butan-Druckgasflasche, keine Kartuschen
Druckmindererim Lieferumfang, 4 bar
Schlauch5 m
Brennerdüse60 mm Durchmesser
Gewichtetwa 2,5 kg
AusstattungChrombeschichtung, Abstellbügel zum Auskühlen, GS-geprüft nach DVGW

Flasche statt Kartusche

Der entscheidende Unterschied zu den kleinen Brennern ist die Gasmenge. Eine 5- oder 11-kg-Propanflasche reicht für Stunden, eine Kartusche für kurze Einsätze. Dazu arbeitet ein Flaschengerät gleichmäßiger, weil der Druck über den Druckminderer konstant bleibt, auch wenn die Flasche kalt wird.

Die Flasche bleibt am Boden stehen oder fährt auf einem kleinen Transportwagen mit. Das Gerät selbst wiegt nur rund 2,5 kg und ist damit handlich, obwohl es deutlich mehr leistet als ein Kartuschenbrenner.

Wofür die große Düse gut ist

Die 60-mm-Düse erzeugt eine breite Flamme. Damit behandelt man einen Streifen in einem Zug statt Fuge für Fuge. Auf Hofflächen, Parkplätzen, Schotterwegen und langen Einfahrten ist das der eigentliche Zeitgewinn.

Für schmale Fugen zwischen Terrassenplatten ist sie dagegen eher zu groß. Dort wird mehr Fläche erhitzt als nötig, und die Randbereiche – Beete, Rasenkanten – bekommen schneller etwas ab.

Sicherheit mit Druckgas

Das Gerät ist GS-geprüft nach DVGW-Vorgaben, und der Druckminderer gehört zur Grundausstattung. Die Abstellbügel erlauben es, den Brenner heiß abzulegen, ohne dass die Düse den Boden berührt.

Trotzdem ist ein Flaschenbrenner kein Spielzeug:

  1. Verbindungen prüfen. Vor jedem Einsatz Schlauch und Anschlüsse auf Risse und Dichtheit kontrollieren – mit Lecksuchspray oder Seifenwasser, nie mit einer Flamme.
  2. Flasche aufrecht stellen und sicher gegen Umfallen stellen.
  3. Schutzbrille und Handschuhe tragen, feste Schuhe, lange Hose.
  4. Abstand zu Hecken, Holz und trockenem Bewuchs. Bei dieser Flammengröße erst recht.
  5. Nach Gebrauch erst das Flaschenventil schließen, Flamme ausbrennen lassen, dann das Geräteventil zu.

Richtig abflammen

Auch mit großer Flamme gilt: kurz darüberführen, nicht verbrennen. Über etwa 60 °C gerinnt das Eiweiß in der Pflanze, sie vertrocknet in den folgenden Tagen. Wer so lange draufhält, bis alles schwarz ist, verbraucht das Doppelte an Gas.

Drei bis vier Durchgänge pro Saison sind nötig, weil tiefwurzelnde Pflanzen aus der Wurzel wieder austreiben. Junge Pflanzen im Frühjahr sind am schnellsten erledigt.

Erlaubt statt Chemie

Auf befestigten Flächen sind Pflanzenschutzmittel verboten, auch Essig und Salz. Das Abflammen ist dort erlaubt und hinterlässt keine Rückstände. Gerade für gewerblich genutzte Flächen, Parkplätze oder Vereinsgelände ist ein Flaschenbrenner deshalb oft die praktischste Lösung.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Mit der großen Flamme lassen sich auch Materialien und Oberflächen anwärmen: Bitumenbahnen auf dem Gartenhaus, festgefrorene Teile, vereiste Stufen. Für Dacharbeiten mit Schweißbahnen ist ein Dachdeckerbrenner allerdings besser geeignet – und diese Arbeiten gehören wegen der Brandgefahr in erfahrene Hände.

Für wen er sich eignet

Für Hausbesitzer mit großen Hof- und Schotterflächen, für Vereine, Kleingartenanlagen und kleine Betriebe mit Parkplätzen. Für eine Reihenhausterrasse ist er überdimensioniert; dort ist ein Kartuschengerät handlicher und schneller einsatzbereit.

Mein Ergebnis

Der Thermoflamm bio Professional ist ein vielseitiges, kräftiges Gerät für große Flächen. Die Ausstattung ist vollständig, die Verarbeitung gut, und für das Gebotene ist er günstig. Er erspart das Bücken und ist durch den Flaschenbetrieb ausdauernd.

Ein echtes Profigerät für den täglichen gewerblichen Einsatz ist er vermutlich nicht, für Haus, Hof und Vereinsgelände aber mehr als ausreichend. Kaufen Sie gleich eine passende Gasflasche und einen Transportwagen dazu. Für kleinere Flächen genügt der Thermoflamm bio Comfort, für Arbeiten nahe an Hecken der Thermoflamm bio Electro mit Heißluft.

Häufige Fragen

Welche Gasflasche passt?

Handelsübliche Propanflaschen mit 5 oder 11 kg, wie sie auch für Gasgrills verwendet werden. Der mitgelieferte Druckminderer wird direkt auf das Flaschenventil geschraubt; die Überwurfmutter hat Linksgewinde.

Wie lange reicht eine Flasche?

Eine 11-kg-Flasche reicht für viele Stunden Brennzeit, bei mittlerer Flamme für mehrere Durchgänge über eine große Hoffläche. Eine kleinere 5-kg-Flasche ist leichter zu transportieren und reicht für Haus und Hof meist eine Saison.

Darf ich die Flasche im Keller lagern?

Nein. Propan ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einem Leck am Boden. Flaschen gehören an einen gut belüfteten Ort über Erdniveau, am besten in einen Gasflaschenschrank im Freien.

Brauche ich eine Genehmigung?

Für das Abflammen auf dem eigenen Grundstück nicht. Bei Waldbrandgefahr oder anhaltender Trockenheit können Gemeinden offenes Feuer im Freien untersagen – das gilt dann auch für Unkrautbrenner.

Das könnte Sie auch interessieren