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Heimwerker-Berater

Gloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio Comfort

PraxistestGartenvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Gloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio Comfort
Inhalt11 Abschnitte
  1. Die technischen Daten
  2. Gas statt Strom
  3. Handhabung
  4. Richtig abflammen
  5. Das Brandrisiko ernst nehmen
  6. Umgang mit der Kartusche
  7. Erlaubt und umweltfreundlich
  8. Weitere Einsatzmöglichkeiten
  9. Für wen er sich eignet
  10. Mein Ergebnis
  11. Häufige Fragen

Der Thermoflamm bio Comfort ist der klassische Unkrautbrenner: eine Gaskartusche, ein langes Rohr, eine offene Flamme. Er arbeitet deutlich schneller als ein elektrisches Heißluftgerät und braucht keine Steckdose. Dafür verlangt er mehr Umsicht. Ich habe ihn an Kieswegen und Plattenfugen ausprobiert.

Bilder aus dem Praxistest

Gloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio ComfortGloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio ComfortGloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio ComfortGloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio ComfortGloria Unkrautbrenner Thermoflamm bio Comfort

Die technischen Daten

BrennstoffGaskartusche mit Propan-Butan-Gemisch, eine Kartusche im Lieferumfang
Flammentemperaturetwa 1000 °C
Flammkegeletwa 27 mm Durchmesser
ZündungPiezozündung am Griff
Längeetwa 890 mm
Griffergonomisch mit Softeinlage

Gas statt Strom

Der Vorteil einer Gasflamme ist die Wärmemenge. Eine Flamme mit 1000 °C erhitzt eine Pflanze in Sekundenbruchteilen, wo ein Heißluftgerät ein, zwei Sekunden braucht. Auf einer langen Einfahrt macht das einen deutlichen Unterschied.

Die 1000 °C sind dabei die Flammentemperatur, nicht die Temperatur, die an der Pflanze ankommt. Für die Wirkung reicht ohnehin viel weniger: Über etwa 60 °C gerinnt das Eiweiß in den Zellen, die Pflanze vertrocknet in den folgenden Tagen.

Handhabung

Mit knapp 90 cm Länge arbeitet man aufrecht, ohne sich zu bücken. Der Griff ist ergonomisch geformt und mit einer Softeinlage versehen, das Gerät liegt gut in der Hand.

Gezündet wird mit der Piezozündung direkt am Griff. Kein Feuerzeug, keine Streichhölzer, keine Hand an der Düse – das ist bei Gasbrennern ein echtes Sicherheitsplus. Die Kartusche liegt bei, man kann also sofort anfangen.

Richtig abflammen

Kurz, nicht lang. Die Flamme wird zügig über das Unkraut geführt, etwa eine Sekunde je Pflanze. Das Blatt soll nicht brennen, sondern welken. Die Fingerprobe zeigt es: Hinterlässt ein Druck auf das Blatt einen dunkelgrünen Abdruck, ist die Pflanze erledigt.

Mehrfach behandeln. Tiefwurzler wie Löwenzahn und Giersch treiben wieder aus. Drei bis vier Durchgänge pro Saison sind normal.

Junges Unkraut geht am schnellsten. Wer früh im Jahr anfängt und regelmäßig nacharbeitet, ist schneller fertig als jemand, der im August einmal gegen eine grüne Wand anbrennt.

Das Brandrisiko ernst nehmen

Eine offene Flamme mit 1000 °C ist im Garten keine Kleinigkeit. Jedes Jahr brennen Hecken ab, weil jemand die Fugen am Heckenfuß abgeflammt hat. Thuja und andere Nadelgehölze sind besonders gefährdet; sie brennen wie Zunder.

  • Nicht bei Trockenheit und nicht bei Wind arbeiten.
  • Abstand zu Hecken, Holzzäunen, Carports, trockenem Laub und Rindenmulch halten.
  • Einen Eimer Wasser oder den angeschlossenen Gartenschlauch in Reichweite haben.
  • Nach dem Arbeiten die Fläche noch einmal kontrollieren – Glutnester in Laub bemerkt man erst, wenn es raucht.

Umgang mit der Kartusche

Die Gaskartusche ist hochentzündlich. Sie wird an einem gut belüfteten, kühlen Ort gelagert, nie im Keller neben der Heizung und nie im Auto in der Sonne. Beim Arbeiten nicht rauchen und keine anderen Zündquellen in der Nähe. Die Kartusche nur wechseln, wenn der Brenner vollständig aus und abgekühlt ist.

Erlaubt und umweltfreundlich

Auf Wegen, Einfahrten und Terrassen sind Pflanzenschutzmittel verboten, auch Essig und Salz. Thermische Verfahren sind erlaubt und hinterlassen keine Rückstände im Boden. Das Abflammen ist deshalb die schnellste legale Methode für größere befestigte Flächen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Der Brenner eignet sich auch zum Anzünden des Grills oder eines Lagerfeuers. Beim Anlegen eines Teichs lassen sich damit Folienränder anwärmen – vorsichtig, Folie schmilzt schnell.

Für wen er sich eignet

Für Gartenbesitzer mit Kieswegen, Einfahrten und Terrassen, die ohne Kabel und ohne Chemie arbeiten wollen und die Fläche regelmäßig pflegen. Wer nur einmal im Jahr eine völlig zugewachsene Fläche freilegen will, wird mit jedem Brenner unzufrieden sein: Dafür ist eine Kombination aus Fugenkratzer und anschließendem Abflammen sinnvoller.

Mein Ergebnis

Der Thermoflamm bio Comfort ist ein günstiges Gerät mit guter Leistung. Handgriff, Länge und Piezozündung machen das Arbeiten einfach und sicher, die Flamme ist kräftig genug für zügiges Arbeiten auf Wegen und in Einfahrten.

Die Kehrseite jeder offenen Flamme ist das Brandrisiko. Wer in der Nähe von Hecken oder trockenem Bewuchs arbeitet, greift besser zum Thermoflamm bio Electro mit Heißluft. Für große Flächen gibt es den Thermoflamm bio Professional mit Gasflasche.

Häufige Fragen

Wie lange reicht eine Kartusche?

Das hängt von der Flammeneinstellung ab. Für eine normale Einfahrt oder eine Terrasse reicht eine Kartusche meist für einen Durchgang. Wer größere Flächen regelmäßig behandelt, fährt mit einem Flaschengerät günstiger.

Warum brennt die Flamme ungleichmäßig?

Kartuschen mit Butananteil verlieren bei Kälte an Druck. Im Frühjahr bei wenigen Grad über null ist die Flamme deshalb schwächer. Die Kartusche nicht erwärmen, sondern an wärmeren Tagen arbeiten oder auf ein Flaschengerät mit Propan wechseln.

Darf ich damit neben dem Rasen arbeiten?

Ja, mit Abstand. Die Flamme schädigt jede Pflanze, auch Gras. An Rasenkanten den Brenner schräg vom Rasen weg halten.

Was ist mit Tieren?

Vor dem Abflammen in den Bewuchs schauen, besonders an Hecken- und Wegrändern. Igel, Kröten und Eidechsen verstecken sich genau dort.

Gloria Unkrautbrenner Thermoflamm Bio Comfort

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