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Heimwerker-Berater

Pflanzsteine Mauer

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Pflanzsteine Mauer
Inhalt10 Abschnitte
  1. Was eine Pflanzsteinmauer kann
  2. Formen und Größen
  3. Welche Höhe ist sinnvoll?
  4. Das Fundament
  5. Setzen Schritt für Schritt
  6. Warum die Drainage so wichtig ist
  7. Die Mauer bepflanzen
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen
  10. Video zum Thema

Pflanzsteine sind ringförmige oder halbrunde Betonelemente ohne Boden, die versetzt übereinander gestapelt werden. Sie stützen einen Hang ab und lassen sich gleichzeitig bepflanzen – aus einer grauen Böschungsmauer wird so eine grüne Wand. Die Standfestigkeit hängt dabei weniger an den Steinen als am Fundament und an der Hinterfüllung.

Was eine Pflanzsteinmauer kann

Die Mauer fängt einen Geländesprung ab: am Hang, an der Grundstücksgrenze, entlang einer Einfahrt oder Treppe. Weil jeder Stein mit Erde gefüllt ist, entsteht eine Folge kleiner Pflanztaschen. Die Steine werden trocken gesetzt, also ohne Mörtel, und durch ihr Gewicht und die Füllung gehalten. Dadurch bleibt die Mauer wasserdurchlässig und kann sich bei leichten Bodenbewegungen mitbewegen, ohne zu reißen.

Formen und Größen

Die bekannteste Form ist der runde Pflanzring. Daneben gibt es halbrunde, eckige und wellenförmige Pflanzsteine, die glatter wirken, sowie Eckelemente. Die Größen liegen meist bei Durchmessern von etwa 25 bis 50 cm und Höhen um 15 bis 25 cm. Große Steine sind stabiler und bieten mehr Erde für die Pflanzen, sind aber schwer; ein einzelner Stein wiegt oft 20 bis 40 kg.

Welche Höhe ist sinnvoll?

Für den Eigenbau gilt eine Höhe von etwa 1 m als vernünftige Grenze. Darüber steigen die Kräfte, die der Hang auf die Mauer ausübt, erheblich; es braucht dann eine statische Berechnung und oft eine andere Bauweise, etwa Winkelsteine oder eine bewehrte Mauer. Auch baurechtlich sind Stützmauern ab einer bestimmten Höhe in vielen Ländern genehmigungspflichtig, und an der Grundstücksgrenze gelten besondere Regeln.

Größere Höhenunterschiede lassen sich in mehrere niedrige Terrassen aufteilen. Das ist stabiler, günstiger und schafft zusätzlich ebene Pflanzflächen.

Das Fundament

Die unterste Steinreihe braucht einen festen, ebenen Untergrund. Üblich ist ein Streifenfundament aus Beton oder ein tragfähiges, verdichtetes Schotterbett. Die Tiefe hängt von der Mauerhöhe und dem Boden ab. Als Anhaltspunkt: Für eine Mauer von 1 m Höhe etwa 40 cm Fundamenttiefe, bei schwerem, nassem Boden mehr.

Pflanzsteine Mauer Fundament
Bei der Pflanzsteine Mauer gilt: die Tiefe des Fundaments hängt unter anderem von der Höhe der Mauer ab. | Foto: marsan / Depositphotos.com

Ohne Fundament setzt sich die unterste Reihe ungleichmäßig, und die Mauer kippt mit der Zeit nach vorn. Nur sehr niedrige Einfassungen aus einer oder zwei Steinreihen kommen mit einem verdichteten Kiesbett aus.

Setzen Schritt für Schritt

  1. Aushub. Den Hang auf ganzer Länge abgraben, sodass hinter der Mauer Platz für die Hinterfüllung bleibt.
  2. Fundament herstellen und aushärten lassen, bei Beton einige Tage.
  3. Erste Reihe auf ein Mörtelbett oder in erdfeuchten Beton setzen, mit Richtschnur und Wasserwaage ausrichten. Diese Reihe entscheidet über alles, was folgt.
  4. Steine füllen mit Erde oder im unteren Bereich mit Kies, gut verdichten.
  5. Nächste Reihe versetzt aufsetzen, jeweils zurückversetzt zum Hang hin. So neigt sich die Mauer insgesamt leicht nach hinten.
  6. Hinterfüllen mit Kies oder Schotter, lagenweise mit dem Aufbau. Ein Vlies zwischen Kies und Erdreich verhindert, dass Erde die Drainage verstopft.
  7. Drainagerohr am Fuß der Mauer hinter der ersten Reihe, mit Gefälle zu einer Stelle, an der das Wasser ablaufen kann.

Warum die Drainage so wichtig ist

Wasser, das sich hinter der Mauer staut, drückt mit seinem ganzen Gewicht gegen die Steine. Im Winter gefriert es und dehnt sich aus. Die meisten umgekippten Hangmauern scheitern nicht an zu schwachen Steinen, sondern an nasser Hinterfüllung. Eine Kiesschicht mit Drainagerohr leitet das Wasser ab und nimmt den Druck weg.

Die Mauer bepflanzen

Gepflanzt wird am besten gleich beim Aufbau oder direkt danach, solange die Erde in den Steinen noch locker ist. Geeignet sind Pflanzen, die mit wenig Erde, Sonne und Trockenheit zurechtkommen: Polsterstauden wie Blaukissen, Polsterphlox und Steinkraut, Mauerpfeffer und Hauswurz, Thymian, Lavendel und kleine Gräser. In schattigen Bereichen Farne, Storchschnabel oder Efeu. Rankende Pflanzen hängen über die Steine und lassen die Mauer nach ein, zwei Jahren kaum noch erkennen. Ideen für ähnliche Beete gibt Steinbeet.

Die Steine oben trocknen schnell aus. In den ersten Wochen und in trockenen Sommern regelmäßig gießen.

Typische Fehler

  • Steine senkrecht übereinander. Ohne Rücksprung zum Hang kippt die Mauer nach vorn.
  • Keine Hinterfüllung, sondern Erde direkt hinter den Steinen.
  • Zu hoch gebaut, weil die Steine es ja hergeben.
  • Erste Reihe nicht ausgerichtet. Jeder Fehler wiederholt sich in allen Reihen darüber.

Häufige Fragen

Was kostet eine Pflanzsteinmauer?

Ein Pflanzstein kostet im Baumarkt etwa 2 bis 10 Euro. Für einen Meter Mauer von 1 m Höhe braucht man je nach Steingröße 10 bis 25 Steine, dazu Beton, Kies, Vlies und Drainagerohr.

Gibt es Alternativen?

Für niedrige Kanten Rabattensteine, für höhere und senkrechte Mauern Winkelsteine oder mit Beton verfüllte Schalsteine. Ein Hochbeet bietet ebene Pflanzfläche ohne Hang.

Video zum Thema

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