Der Gardena Schlauchregner im Test

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Der Gardena Schlauchregner ist ein flacher Schlauch mit feinen Löchern auf der Oberseite, der einen Streifen neben sich mit Sprühnebel bewässert. Er schließt die Lücke zwischen dem Rasensprenger, der zu viel Fläche nass macht, und dem Tropfschlauch, der nur den Boden direkt darunter erreicht. Hier steht, was er kann, wo er an Grenzen stößt und was er kostet.
Der Hersteller
Gardena wurde 1961 von Werner Kress und Eberhard Kastner in Ulm gegründet. Mit dem Schlauch-Stecksystem von 1968 – dem heute noch verbreiteten Original-System mit Klickkupplungen – begann der Aufstieg der Marke. Seit 2007 gehört Gardena zum Husqvarna-Konzern. Für den Schlauchregner ist diese Geschichte nicht nebensächlich: Er passt ohne Adapter an alle Gardena-kompatiblen Kupplungen, die in vielen Gärten ohnehin vorhanden sind.
Die Eckdaten
| Längen | 7,5 m und 15 m |
| Verlängerung | durch Zusammenstecken bis höchstens 22,5 m |
| Kürzen | abschneiden und Endstück neu montieren |
| Anschluss | fertig mit Gardena-Systemteilen ausgestattet |
| Farben | je nach Ausführung Grün, Braun oder Orange |
| Preis | ab etwa 25 Euro |
Die Grenze von 22,5 m hat einen einfachen Grund: Auf längerer Strecke fällt der Druck so weit ab, dass am Ende nur noch Wasser herausläuft statt zu sprühen.
Wie er funktioniert
Der Schlauch wird flach ausgelegt, die Löcher zeigen nach oben. Unter Druck tritt aus jedem Loch ein feiner Strahl, der sich zu einem Sprühnebel verteilt. So entsteht entlang der gesamten Länge ein nasser Streifen. Seine Breite hängt vom Wasserdruck ab; bei vollem Hausdruck reicht er einige Meter, bis etwa 5 m. Mit gedrosseltem Hahn wird der Streifen schmaler, was bei engen Beeten gerade erwünscht sein kann.
Der feine Sprühregen ist sanft: Er schlägt keine Erde von den Wurzeln, knickt keine Jungpflanzen und verschlämmt die Oberfläche kaum.
Wofür er sich eignet
- Schmale Beete und Rabatten, etwa ein Streifen vor dem Haus zwischen Wand und Gehweg, wo ein runder Regner den Weg mitbewässern würde.
- Hecken und frisch gepflanzte Reihen. Der Schlauch liegt entlang der Pflanzen und versorgt die gesamte Länge gleichmäßig.
- Hochbeete, auf denen er in Längsrichtung verlegt wird.
- Hänge. Dort mit Erdankern befestigen, sonst verschiebt ihn der Wasserdruck.
- Frisch angesäte Streifen entlang von Kanten, wo ein großer Regner zu grob wäre.
Wo er an Grenzen stößt
Wind. Feiner Nebel wird leicht verweht. Bei kräftigem Wind landet ein Teil des Wassers neben dem Beet, und es verdunstet mehr. Am frühen Morgen, wenn es meist windstill ist, wirkt er am besten.
Große Rasenflächen. Dafür ist er zu schmal. Ein Viereckregner beregnet eine rechteckige Fläche gleichmäßiger und mit weniger Aufwand.
Blattkrankheiten. Wie jeder Regner macht er die Blätter nass. Für Tomaten oder Rosen, die zu Pilzbefall neigen, ist ein Perlschlauch oder Tropfschlauch besser, der nur den Boden befeuchtet.
Steifes Material beim Auslegen. Frisch von der Rolle will der Schlauch sich wieder einrollen. Die Enden beschweren oder mit Erdankern fixieren, nach einiger Zeit in der Sonne gibt sich das.
Richtig auslegen
- Schlauch entrollen und einige Zeit in der Sonne liegen lassen, damit er weicher wird.
- Mit den Löchern nach oben ausrichten. Ein verdrehter Schlauch sprüht zur Seite oder in den Boden.
- An den Enden und in Bögen verankern, besonders am Hang.
- Probelauf mit halb geöffnetem Hahn. Dann langsam aufdrehen, bis der Streifen die gewünschte Breite hat.
- Kürzen, wenn nötig. Mit einem scharfen Messer gerade abschneiden und das Endstück neu aufsetzen.
Farbwahl ist kein Luxus
Im Beet fällt ein brauner Schlauch kaum auf, im Rasen ein grüner. Genau das wird im Rasen zum Problem: Wer ihn vergisst, erwischt ihn mit dem Rasenmäher. Wo der Schlauch über Rasen verläuft oder nur zeitweise liegt, ist die orange Signalfarbe die klügere Wahl.
Automatisch bewässern
Mit einem Bewässerungscomputer am Hahn läuft der Schlauchregner zu festen Zeiten, etwa früh morgens. Kombiniert mit einem Verteiler lassen sich mehrere Zonen nacheinander bewässern, weil die Wassermenge eines Hausanschlusses meist nicht für alle gleichzeitig reicht. Wie ein ganzes System aufgebaut wird, steht unter Bewässerungssystem für den Garten.
Pflege und Winter
Der Schlauch ist laut Hersteller winterfest, sofern das Wasser vollständig herausgelaufen ist. Wer sichergehen will, rollt ihn im Herbst ein und lagert ihn frostfrei. Die Kupplungen sollten ohnehin ins Haus, denn gefrierendes Restwasser sprengt die Kunststoffteile.
Verstopfen einzelne Löcher durch Kalk oder Schmutz, hilft es, den Schlauch mit offenem Ende kräftig durchzuspülen. Bei Brunnenwasser ist ein Filter vor dem Schlauch sinnvoll.
Häufige Fragen
Wie viel Wasserdruck braucht er?
Normaler Hausdruck von 2 bis 4 bar genügt. Mit weniger Druck wird der Sprühstreifen schmaler, funktioniert aber.
Kann ich mehrere Schlauchregner hintereinander stecken?
Ja, bis zur Gesamtlänge von 22,5 m. Für längere Strecken besser zwei getrennte Stränge über einen Verteiler anschließen.
Schlauchregner oder Perlschlauch?
Der Schlauchregner beregnet einen Streifen von oben und eignet sich für Beete und Flächen. Der Perlschlauch gibt Wasser nur direkt am Boden ab und ist sparsamer, aber nur für Reihen geeignet. Für Hecken gehen beide, für Gemüse mit Pilzrisiko ist der Perlschlauch besser.



