Günstige Pools zum Eingraben - Hier wird man fündig!

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Ein eingegrabener Pool sieht wertiger aus als ein Aufstellbecken, ist leichter zu betreten und bleibt im Sommer kühler. Das muss nicht teuer sein – wenn man die richtige Beckenart wählt und die Nebenkosten ehrlich einplant. Das Becken selbst ist oft der kleinere Teil der Rechnung.
Welche Pools sich zum Eingraben eignen
Nicht jeder Pool darf in die Erde. Aufstellpools mit Luftring oder Rahmengestell sind dafür nicht gebaut; der Erddruck würde sie eindrücken. Geeignet sind:
- Stahlwandpools. Eine Wand aus beschichtetem Stahlblech, innen mit Folie ausgekleidet. Die günstigste Lösung zum Eingraben, in runder, ovaler oder achteckiger Form. Mehr beim Stahlwandpool.
- Styroporsteinpools. Hohlsteine aus Styropor, die gestapelt und mit Beton verfüllt werden. Etwas teurer, aber sehr stabil und gut gedämmt.
- Fertigbecken aus GFK oder Kunststoff. Werden am Stück eingesetzt, sind aber deutlich teurer. Siehe Fertigpool.
Für ein günstiges Projekt landen die meisten beim Stahlwandpool.
Die Kosten ehrlich rechnen
| Posten | Grobe Spanne |
| Stahlwandpool-Set mit Filter | ab einigen Hundert Euro, übliche Größen 800–2.500 Euro |
| Aushub | Eigenleistung oder Minibagger-Miete, Abfuhr des Erdreichs extra |
| Bodenplatte und Hinterfüllung | mehrere Kubikmeter Beton, je nach Größe einige Hundert Euro |
| Technik und Zubehör | Leiter, Abdeckung, Skimmer, Chemie |
| Strom | Außensteckdose mit Fehlerstrom-Schutzschalter durch die Elektrofachkraft |
Die Faustregel: Rechnen Sie zum Beckenpreis noch einmal etwa denselben Betrag für Einbau und Nebenkosten. Wer den Aushub selbst macht, spart viel; wer ihn vergibt, zahlt entsprechend.
Form und Größe
Runde Becken sind am stabilsten und am günstigsten, weil sich der Wasserdruck gleichmäßig verteilt. Ovale Becken eignen sich zum Schwimmen besser, brauchen aber Stützen an den geraden Seiten, die einbetoniert werden. Rechteckige Stahlwandpools gibt es ebenfalls, siehe Stahlwandpool eckig. Übliche Tiefen liegen bei 1,20 bis 1,50 m. Für eine Familie mit Kindern sind 3,5 bis 5 m Durchmesser oder Länge ein guter Kompromiss zwischen Platz und Pflegeaufwand.

Den Einbau Schritt für Schritt
- Standort wählen. Sonnig, nicht unter Bäumen, mit Abstand zu Leitungen und Grenze. Den Grundwasserstand prüfen: Steht er hoch, kann ein leerer Pool aufschwimmen.
- Ausheben. Etwas größer als das Becken, damit rundum Platz zum Hinterfüllen bleibt, meist 30 bis 50 cm.
- Bodenplatte gießen. Eine ebene, tragfähige Betonplatte. Unebenheiten zeichnen sich später durch die Folie ab.
- Wand aufstellen und Folie einhängen. Nach Anleitung, faltenfrei, mit Bodenschutzvlies unter der Folie. Hinweise zur Unterlage beim Poolunterlage-Beitrag.
- Wasser einfüllen und gleichzeitig hinterfüllen. Außen lagenweise mit Magerbeton hinterfüllen, innen parallel Wasser einlassen, damit der Druck von beiden Seiten ausgeglichen ist.
- Technik anschließen. Skimmer, Einlaufdüse, Filteranlage und Leitungen. Die Filteranlage steht in einem Technikschacht oder daneben.
Füllen Sie niemals außen, bevor innen Wasser steht. Die dünne Stahlwand wird sonst vom Beton eingedrückt.
Die Filteranlage
Eine Sandfilteranlage ist der Standard. Sie sollte das gesamte Beckenwasser mehrmals am Tag umwälzen. Die Leistung in Kubikmetern pro Stunde muss zum Beckenvolumen passen: Ein Pool mit 15 m³ Inhalt braucht eine Pumpe, die in wenigen Stunden einmal durch das ganze Volumen kommt. Kartuschenfilter sind günstiger, aber aufwendiger in der Pflege.
Genehmigung
Schwimmbecken sind nach den meisten Landesbauordnungen bis zu einem Beckeninhalt von 100 m³ verfahrensfrei, außerhalb des Außenbereichs. Ein typischer Gartenpool liegt weit darunter. Grenzabstände, Bebauungsplan und die Frage, wohin das Wasser beim Ablassen fließt, sind trotzdem zu beachten. Ablassen in die Kanalisation ist oft genehmigungspflichtig, und gechlortes Wasser gehört nicht einfach auf den Rasen.
Sicherheit für Kinder
Ein eingegrabener Pool ist ebenerdig und damit für kleine Kinder leichter zu erreichen als ein Aufstellbecken mit hoher Wand. Kleinkinder können in wenigen Zentimetern Wasser und in kürzester Zeit ertrinken, lautlos. Ein Zaun mit selbstschließendem Tor rund um den Pool, eine begehbare oder verriegelbare Abdeckung und die Regel, dass Kinder nie unbeaufsichtigt am Becken sind, gehören zum Pool wie der Filter. Leitern und Stufen sollten sich entfernen oder hochklappen lassen, wenn niemand badet.
Laufende Kosten
Wasser für die erste Füllung, Strom für die Pumpe, Chlor oder Salz, pH-Korrektur, Filtersand und Ersatzteile. Rechnen Sie mit einigen Hundert Euro pro Saison. Eine Abdeckung senkt Verdunstung und Wärmeverlust und hält Laub fern. Mit einer solaren Poolheizung lässt sich die Badesaison ohne große Stromkosten verlängern.
Im Winter
Eingegrabene Pools bleiben im Winter meist befüllt, weil der Erddruck bei leerem Becken die Wand eindrücken kann. Senken Sie den Wasserstand unter Skimmer und Einlaufdüse, entleeren Sie Leitungen und Filter, legen Sie Eisdruckpolster ins Wasser und decken Sie das Becken ab.
Häufige Fragen
Was ist der günstigste Pool zum Eingraben?
Ein runder Stahlwandpool mit Sandfilter und Eigenleistung beim Aushub.
Kann man einen Quick-up-Pool eingraben?
Nein. Aufstellpools sind nicht für Erddruck gebaut.
Wie lange hält ein Stahlwandpool?
Bei guter Pflege und rostfreier Wand viele Jahre. Die Innenfolie muss meist nach 10 bis 15 Jahren ersetzt werden.



