Poolunterlage

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Eine Poolunterlage liegt zwischen Boden und Poolfolie. Sie schützt die Folie vor Steinen, Wurzeln und spitzen Gegenständen, isoliert gegen die Kälte aus dem Boden und macht den Boden angenehmer unter den Füßen. Sie ersetzt aber keinen ebenen Untergrund – sie gleicht allenfalls kleine Unebenheiten aus.
Der Untergrund kommt zuerst
Bevor über die Unterlage entschieden wird, muss der Boden stimmen. Ein Pool mit 4,5 m Durchmesser und 1 m Wasserstand wiegt rund 16 t. Schon wenige Zentimeter Gefälle führen dazu, dass das Wasser auf einer Seite höher steht und die Wand einseitig belastet. Frame-Pools können dadurch kippen, Stahlwandpools verformen sich.
- Grasnarbe abtragen. Gras unter dem Pool fault, riecht und wird uneben.
- Fläche nivellieren mit Richtscheit und Wasserwaage oder Schlauchwaage. Hohe Stellen abtragen, nicht Senken auffüllen – aufgefüllte Erde setzt sich.
- Steine, Wurzeln und Scherben entfernen.
- Verdichten. Eine Rüttelplatte oder ein Handstampfer macht den Boden tragfähig.
- Gegebenenfalls eine dünne Schicht Sand oder Brechsand abziehen, um die letzten Unebenheiten auszugleichen.
Wer es ganz dauerhaft möchte, gießt für einen Stahlwandpool eine Bodenplatte oder legt Pflaster; siehe Einen Stahlwandpool aufbauen.

Die Materialien
| Unterlage | Schutz | Dämmung | Geeignet für |
| Bodenschutzvlies | gut gegen Kleinteile | gering | alle Pools, als unterste Lage |
| PE-Plane | mäßig, vor allem gegen Feuchtigkeit | keine | Quick-up-Pools, günstige Lösung |
| Bodenschutzfliesen aus Schaumstoff | gut, weich unter den Füßen | mittel | Quick-up- und Frame-Pools |
| Styrodur (XPS) | sehr gut, druckfest | hoch | Stahlwandpools, dauerhafte Aufstellung |
| Bautenschutzmatte (Gummigranulat) | sehr gut | mittel | schwere Pools, unebene Platten |
Styrodur ist ein druckfester, extrudierter Hartschaum, der keine Feuchtigkeit aufnimmt. Die Platten mit meist 3 bis 5 cm Stärke werden dicht an dicht verlegt und isolieren sehr gut gegen Bodenkälte, was das Wasser spürbar wärmer hält. Für Stahlwandpools ist das die übliche Lösung.
Bodenschutzfliesen aus Schaumstoff sind Puzzlematten, die sich einfach verlegen und wieder abbauen lassen. Sie machen den Poolboden weich und sind für Quick-up- und Frame-Pools beliebt.
Die richtige Schichtfolge
Bewährt hat sich ein Aufbau aus mehreren Lagen. Unten ein Unkraut- oder Bodenschutzvlies gegen Wurzeln und Steinchen, darüber die dämmende oder polsternde Schicht, also Styrodur oder Schaumstofffliesen, bei Bedarf noch ein Vlies oder eine Plane als Abschluss. Die Folie des Pools liegt direkt auf einer glatten Oberfläche, nicht auf Fugen oder Kanten.

Sand unter dem Pool?
Sand ist günstig und lässt sich gut abziehen. Als alleinige Unterlage hat er aber Nachteile: Er wandert unter der Last, bildet Mulden an den Stellen, an denen man steht, und Ameisen graben sich hinein. Als dünne Ausgleichsschicht unter Vlies und Platten ist er dagegen sinnvoll.
Weitere Möglichkeiten
Kunstrasen ist weich und sieht gut aus, schützt aber allein nicht vor spitzen Steinen und hält Feuchtigkeit. Unkrautvlies verhindert Durchwuchs, polstert aber kaum. Teichfolie ist robust, aber dünn und dämmt nicht. Teppich oder Teppichunterlage saugt sich voll und fängt an zu schimmeln. Alle diese Materialien funktionieren als Ergänzung, als alleinige Unterlage sind sie zweite Wahl.
Wie groß die Unterlage sein muss
Die Unterlage sollte bei Quick-up- und Frame-Pools einige Zentimeter über den Beckenrand hinausragen, damit der Boden des Pools vollständig aufliegt. Viele fertige Unterlagen sind auf gängige Durchmesser zugeschnitten; eine Plane mit etwa 4,7 × 4,7 m passt für Rundpools bis etwa 4,6 m. Bei Stahlwandpools liegt die Wand auf einer Bodenschiene; die Dämmung endet innerhalb dieser Schiene oder läuft unter ihr hindurch, je nach Herstellervorgabe.

Typische Fehler
- Pool auf dem Rasen aufgestellt, nur mit einer Plane darunter. Nach wenigen Wochen zeichnen sich Mulden ab, und das Gras fault.
- Senken mit loser Erde aufgefüllt. Unter der Last setzt sie sich, und der Pool steht schief.
- Styrodurplatten mit Fugen verlegt. Die Folie drückt sich in die Spalten; Fugen mit Klebeband schließen.
- Nur Sand als Unterlage. Er wandert, wenn man im Becken läuft, und bildet Trittmulden.
- Unterlage zu klein. Hängt der Poolboden am Rand über, reibt er dort an der Kante und wird undicht.
Pflege und Abbau
Beim Abbau eines Saisonpools die Unterlage reinigen und vollständig trocknen lassen, bevor sie eingelagert wird. Schaumstofffliesen lassen sich stapeln, Planen und Vliese zusammenlegen. Styrodur unter einem dauerhaft stehenden Pool bleibt einfach liegen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Poolunterlage?
Einfache Planen und Vliese gibt es ab etwa 10 Euro, Bodenschutzfliesen und fertige Unterlagen für mittlere Pools bei 20 bis 60 Euro. Styrodur für einen Stahlwandpool kostet je nach Fläche und Stärke deutlich mehr.
Brauche ich unbedingt eine Unterlage?
Ja. Ohne sie reicht ein spitzer Stein, um die Folie zu durchstoßen, und ein Leck im gefüllten Pool ist schwer zu finden.
Wie groß muss die Fläche sein?
So groß wie der Pool plus Platz für Filteranlage, Leiter und einen Weg rundherum. Hinweise zu Poolsets gibt Pool mit Sandfilteranlage.


