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Heimwerker-Berater

Poolsauger mit Gartenschlauch

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Poolsauger mit Gartenschlauch
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wie der Sauger funktioniert
  2. Anschließen und benutzen
  3. Für welche Pools er taugt
  4. Die Grenzen
  5. Die Alternativen
  6. Wann saugen?
  7. Der Fangbeutel
  8. Worauf Sie beim Kauf achten
  9. Häufige Fragen

Ein Poolsauger mit Gartenschlauch braucht weder Pumpe noch Strom. Das Wasser aus der Leitung erzeugt am Saugkopf einen Sog, der Schmutz vom Boden hebt und in einem Beutel sammelt. Für kleine Aufstellpools ist das die einfachste und billigste Lösung – für größere Becken und feinen Schmutz stößt sie schnell an Grenzen.

Wie der Sauger funktioniert

Das Prinzip heißt Venturi-Effekt. Das Wasser aus dem Gartenschlauch strömt mit hoher Geschwindigkeit durch eine Düse im Saugkopf nach oben in einen Fangbeutel. Diese schnelle Strömung erzeugt Unterdruck an der Unterseite des Saugkopfs. Dadurch wird Wasser mitsamt Schmutz vom Boden angesaugt und in den Beutel gedrückt. Das gefilterte Wasser tritt durch den Beutel wieder aus.

Der Sauger besteht meist aus einem Saugkopf mit Bürsten oder Rollen, einem Fangbeutel, einem Schlauchanschluss und einer Aufnahme für die Teleskopstange.

Anschließen und benutzen

  1. Saugkopf an die Stange stecken und den Fangbeutel fest anbringen.
  2. Gartenschlauch anschließen, über die übliche Schnellkupplung.
  3. Saugkopf ins Wasser senken, bevor das Wasser aufgedreht wird.
  4. Wasserhahn voll aufdrehen. Der Sog hängt direkt vom Leitungsdruck ab.
  5. Langsam in Bahnen über den Boden fahren, mit leichter Überlappung.
  6. Beutel zwischendurch leeren, sobald die Saugleistung nachlässt.

Langsam ist hier schneller. Wer zügig über den Boden fährt, wirbelt den Schmutz auf, statt ihn anzusaugen, und muss danach warten, bis er sich wieder gesetzt hat.

Für welche Pools er taugt

Am besten eignet er sich für kleine bis mittlere Aufstellpools, Planschbecken und Whirlpools mit festem Boden. Hier ist der Boden schnell abgefahren, und die Menge an zusätzlichem Leitungswasser fällt kaum ins Gewicht. Die mitgelieferten Stangen sind oft nur 1 bis 1,5 m lang; für größere Becken braucht es eine längere Teleskopstange.

Die Grenzen

  • Feiner Schmutz geht durch. Der Beutel hält Laub, Gras und Insekten zurück, Sand und Staub aber nur teilweise. Er landet wieder im Becken.
  • Der Wasserstand steigt. Jede Minute Saugen bringt Frischwasser ins Becken. Das verdünnt Chlor und senkt die Temperatur.
  • Leitungsdruck ist Voraussetzung. Bei schwachem Druck oder langen, dünnen Schläuchen saugt der Sauger kaum.
  • Keine Wände. Wandflächen und Ecken lassen sich nur mühsam bearbeiten.

Die Alternativen

GerätAntriebGeeignet für
Venturi-Sauger am GartenschlauchLeitungswasserkleine Pools, grober Schmutz
Bodensauger an der FilteranlageFilterpumpe über Skimmeralle Pools mit Filter, auch feiner Schmutz
Akku-Handsaugereigener Akkukleine bis mittlere Pools, ohne Schlauch
PoolroboterStrom, fährt selbstständiggrößere Becken, regelmäßige Reinigung

Der Bodensauger an der Filteranlage saugt über einen Schlauch in den Skimmer. Der Schmutz landet im Sandfilter, der auch feine Partikel zurückhält, und es kommt kein Frischwasser hinzu. Wer eine Sandfilteranlage hat, fährt damit meist besser. Einen Überblick über alle Varianten gibt Poolsauger, die Technik beim Bodenreinigen erklärt Den Poolboden saugen.

Wann saugen?

Einmal pro Woche ist für die meisten Aufstellpools genug, nach Unwettern oder Gartenpartys öfter. Am besten saugt man morgens, wenn sich Schmutz über Nacht am Boden gesammelt hat und noch nicht aufgewirbelt wurde. Vorher die Oberfläche abkeschern, damit nicht gleich wieder Laub nach unten sinkt; dazu der Poolkescher.

Der Fangbeutel

Der Beutel ist das eigentliche Filterelement. Feinere Beutel halten mehr zurück, setzen sich aber schneller zu. Einige Sauger haben austauschbare Beutel in unterschiedlicher Feinheit. Nach dem Saugen den Beutel auswaschen und trocknen lassen, sonst schimmelt er. Ein zerrissener Beutel lässt alles durch und sollte ersetzt werden.

Worauf Sie beim Kauf achten

Wichtig sind ein stabiler Saugkopf mit Bürsten, die die Folie nicht verkratzen, ein großer, fest sitzender Beutel und ein Anschluss, der zu den eigenen Schlauchkupplungen passt. Die Stange sollte zum Becken passen oder durch eine vorhandene Teleskopstange ersetzt werden können.

Häufige Fragen

Was kostet ein Poolsauger mit Gartenschlauch?

Einfache Sets mit Saugkopf, Beutel und kurzer Stange gibt es ab etwa 15 bis 20 Euro, bessere Ausführungen bis etwa 40 Euro.

Warum saugt mein Sauger nicht?

Meist ist der Wasserdruck zu gering, der Beutel voll oder der Saugkopf nicht ganz am Boden. Auch ein langer, dünner Schlauch bremst die Strömung.

Muss ich nach dem Saugen etwas beachten?

Den Wasserstand prüfen: Er sollte in der Mitte der Skimmeröffnung liegen, sonst saugt der Skimmer Luft oder arbeitet nicht mehr. Wurde viel Leitungswasser nachgefüllt, pH-Wert und Chlor messen und gegebenenfalls nachdosieren, denn das frische Wasser verdünnt beides. Den Fangbeutel ausspülen und im Schatten trocknen lassen.

Geht das auch mit Regenwasser aus der Zisterne?

Nur mit einer Pumpe, die genug Druck aufbaut, und besser nicht: Zisternenwasser bringt Keime, Pollen und Nährstoffe ins Becken, die Algen fördern.

Kann ich damit auch den Teich reinigen?

Für Schlamm und Algen im Teich ist er wenig geeignet. Dort arbeiten spezielle Geräte besser, siehe Teichschlammsauger.

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