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Heimwerker-Berater

Regentonne 500 l

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Maße und Platzbedarf
  2. Das Gewicht und der Untergrund
  3. Wie schnell sie voll ist
  4. Wie weit das Wasser reicht
  5. Die Formen im Einzelnen
  6. Worauf Sie beim Kauf achten
  7. Anschluss und Pumpe
  8. Reinigung
  9. Im Winter
  10. Häufige Fragen

Die 500-Liter-Tonne ist die größte Regentonne, die sich noch ohne Aufwand frei neben ein Fallrohr stellen lässt. Sie passt in mittelgroße Gärten und ist nach einem kräftigen Gewitter oft schon voll. Gefüllt wiegt sie über eine halbe Tonne – der Untergrund muss das aushalten.

Maße und Platzbedarf

Eine runde 500-Liter-Tonne hat typischerweise einen Durchmesser von etwa 80 bis 90 cm und eine Höhe um 1 bis 1,10 m. Mit Sockel kommen 20 bis 40 cm dazu. Eckige Modelle und Wandtanks sind schmaler, dafür länger oder höher.

FormGrundfläche ca.Stärke
RundØ 80–90 cmstabil, günstig, große Auswahl
AmphoreØ 80–100 cmdekorativ, oft mit Pflanzschale oben
Eckig / Wandtankz. B. 120 × 50 cmplatzsparend an der Wand
SäuleØ 50–60 cm, hochwenig Grundfläche, dafür kippgefährdeter

Die Maße schwanken je nach Hersteller erheblich. Vor dem Kauf nachmessen, ob die Tonne an der geplanten Stelle Platz hat – inklusive Deckel und Abstand für den Hahn.

Das Gewicht und der Untergrund

500 Liter Wasser wiegen 500 kg, dazu kommen Tonne und Sockel. Auf weichem Rasen sinkt die Tonne einseitig ein und kann kippen. Der Untergrund muss deshalb eben und tragfähig sein: Pflaster, Betonplatten oder Gehwegplatten auf verdichtetem Splitt.

Auf Holzterrassen, Balkonen und Dachterrassen ist eine 500-Liter-Tonne nur mit Nachweis der Tragfähigkeit ratsam. Dort sind kleinere Tonnen die sichere Wahl.

Wie schnell sie voll ist

Jeder Millimeter Regen bringt einen Liter je Quadratmeter Dachfläche. Hängt die Tonne an einem Fallrohr, das 50 m² Dach entwässert, sind 10 mm Regen genug, um sie zu füllen. Das ist ein durchschnittlicher Gewitterguss. Bei großen Dachflächen läuft die Tonne also häufig über – ein Regensammler im Fallrohr, der bei voller Tonne automatisch umschaltet, ist Pflicht.

Wie weit das Wasser reicht

Ein Gemüse- oder Staudenbeet braucht in trockenen Sommerwochen etwa 10 bis 20 Liter je Quadratmeter pro Gabe. 500 Liter reichen damit für eine gründliche Wässerung von etwa 25 bis 50 m² Beetfläche. Für einen Rasen ist eine einzelne Tonne dagegen ein Tropfen: 100 m² Rasen brauchen für eine Gabe 1000 bis 2000 Liter.

Wer mehr braucht, verbindet mehrere Tonnen über ein Verbindungsset am Boden. Die Tonnen füllen sich dann gemeinsam und leeren sich gleichmäßig. Für noch größere Mengen führt der Weg zum Erdtank – einen Überblick über alle Varianten gibt der Artikel zum Regenauffangbehälter.

Die Formen im Einzelnen

Die klassische runde Tonne aus Polyethylen ist die günstigste und stabilste Lösung. Dunkle Farben wie Grün, Anthrazit oder Braun halten Licht ab und damit Algen fern.

Die Amphore ist eine bauchige Tonne in Terrakotta-, Stein- oder Antikoptik. Viele Modelle haben oben eine Pflanzschale, sodass die Tonne als Pflanzgefäß durchgeht.

Holzoptik-Fässer imitieren das klassische Weinfass, sind aber aus Kunststoff und damit dicht und pflegeleicht.

Eckige Tonnen stehen bündig an der Wand und nehmen weniger Platz weg. Sie brauchen innen Verstärkungen, weil gerade Wände unter dem Wasserdruck nachgeben. Mehr dazu bei der Regentonne eckig.

Worauf Sie beim Kauf achten

  • UV-stabilisiertes, lichtundurchlässiges Material. Helle, durchscheinende Tonnen werden grün.
  • Fest schließender, am besten verriegelbarer Deckel. Offene Tonnen sind für Kleinkinder lebensgefährlich und Brutstätten für Mücken.
  • Messinghahn statt Kunststoffhahn. Kunststoffhähne brechen nach ein paar Jahren gern ab.
  • Passender Sockel, damit die Gießkanne unter den Hahn passt.
  • Anschlussmöglichkeit für einen Regensammler und eine Verbindung zu weiteren Tonnen.

Anschluss und Pumpe

Für den Anschluss ans Fallrohr gibt es Regensammler, die ins Rohr eingesetzt werden und das Wasser über einen Schlauch in die Tonne leiten. Wie das im Einzelnen geht, steht bei der Regenwassertonne. Wer mit Schlauch und Brause gießen will, braucht eine Tauch- oder Fasspumpe – Einzelheiten bei der Regenwasserpumpe.

Reinigung

Einmal im Jahr, am besten beim Leeren im Herbst, gehört die Tonne ausgespült. Am Boden sammelt sich ein Schlamm aus Dachabrieb, Blütenstaub und Laubresten, der im Sommer zu faulen beginnt. Tonne leeren, Bodensatz mit einer Bürste lösen und mit dem Schlauch ausspülen. Reinigungsmittel braucht es nicht, sie gehören auch nicht ins Gießwasser. Den Filter im Regensammler bei dieser Gelegenheit ebenfalls säubern.

Im Winter

Vor dem ersten Frost die Tonne leeren oder zumindest deutlich absenken und den Regensammler auf Winterbetrieb stellen, damit kein Wasser nachläuft. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Tonne und Hahn sprengen. Den Hahn offen lassen, damit Restwasser ablaufen kann.

Häufige Fragen

Was kostet eine Regentonne mit 500 Litern?

Einfache runde Tonnen gibt es ab etwa 60 bis 100 Euro, Amphoren und Dekormodelle kosten meist 150 bis 300 Euro. Sockel, Deckel und Regensammler sind nicht immer dabei.

Muss die Tonne eingegraben werden?

Nein, sie steht frei. Eingraben ist bei normalen Regentonnen nicht vorgesehen, weil die Wände dem Erddruck nicht standhalten. Dafür gibt es eigene Erdtanks.

Wie verhindere ich, dass das Wasser stinkt?

Tonne dunkel und abgedeckt halten, Laub mit einem Filter im Regensammler zurückhalten und die Tonne einmal im Jahr reinigen.

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