Den Garten neu gestalten – diese Kosten kommen auf einen zu!

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Eine Gartenneugestaltung kostet so viel wie ein Kleinwagen – oder so viel wie ein Mittelklassewagen, je nachdem, was hineinkommt. Die großen Posten sind fast immer dieselben: befestigte Flächen, Zäune und die Arbeitsstunden des Fachbetriebs. Die Zahlen unten sind grobe Richtwerte; regional und je nach Material schwanken sie erheblich.
Die großen Kostenblöcke
| Element | Richtwert mit Einbau | Eigenleistung möglich? |
| Terrasse aus Pflaster oder Platten | 80–200 Euro je m² | ja, mit Erfahrung |
| Holz- oder WPC-Terrasse | 100–250 Euro je m² | gut machbar |
| Doppelstabmattenzaun | 60–120 Euro je Meter | gut machbar |
| Rollrasen | 10–20 Euro je m² | sehr gut |
| Heckenpflanzen | 20–80 Euro je Meter | sehr gut |
| Gartenbeleuchtung mit Erdkabel | ab 1000 Euro | nur Vorarbeiten |
Ein Garten von 300 m² mit Terrasse, Zaun, Rasen und Beeten landet so schnell bei 15.000 bis 40.000 Euro, wenn alles vom Fachbetrieb kommt. Mit Eigenleistung lässt sich ein erheblicher Teil davon sparen.
Planung zuerst
Bevor Geld in Steine fließt, lohnt sich ein Plan. Ein Gartenplaner oder Landschaftsarchitekt kostet für ein Einfamilienhausgrundstück meist einige hundert bis wenige tausend Euro. Das klingt viel, verhindert aber teure Fehler: eine Terrasse im Dauerschatten, einen Weg, den niemand geht, oder Bäume, die in zehn Jahren das Haus verdunkeln.
Wer selbst plant, zeichnet das Grundstück maßstäblich auf Papier, trägt Sonne und Schatten zu verschiedenen Tageszeiten ein und markiert, wo Leitungen liegen. Anregungen gibt der Beitrag Der Garten als Wohlfühloase.
Terrasse und Wege
Befestigte Flächen sind meist der größte Einzelposten. Das Teure ist nicht der Belag, sondern der Unterbau: Aushub, Schotter, Verdichtung, Randeinfassung. Bei einer Pflasterterrasse macht der Unterbau oft die Hälfte der Kosten aus. Wer hier spart, bezahlt es mit Absenkungen und Pfützen.
Bei Holzterrassen kommt es auf die Unterkonstruktion an. Heimisches Lärchen- oder Douglasienholz ist günstiger als Tropenholz, WPC liegt dazwischen. Die Dielen selbst kosten je nach Holz 30 bis über 100 Euro je Quadratmeter.
Zäune und Tore
Ein Doppelstabmattenzaun ist die günstigste stabile Lösung. Holzzäune und Gabionen kosten deutlich mehr, Mauern am meisten. Dazu kommen Tore: ein einfaches Gartentor ab etwa 200 Euro, ein Einfahrtstor mit zwei Flügeln leicht 1000 Euro und mehr, mit Antrieb noch einmal mehr.
Beim Setzen der Pfosten hilft ein Lochspaten, und genau hier lässt sich viel selbst machen.
Bepflanzung und Rasen
Pflanzen sind im Verhältnis günstig, wenn man klein kauft. Ein Baum mit 3 Metern Höhe kostet ein Vielfaches eines Jungbaums, braucht dazu Pflanzgerät und Anwachspflege. Wer Geduld hat, spart hier am meisten.
Rasensaat kostet nur wenige Cent je Quadratmeter, braucht aber Wochen bis zur Belastbarkeit. Rollrasen ist teurer, aber sofort grün – wie das geht, steht unter Rollrasen verlegen. In beiden Fällen entscheidet die Vorbereitung des Bodens über den Erfolg.
Licht, Wasser, Strom
Außenbeleuchtung, Steckdosen im Garten und eine Wasserzapfstelle werden gern vergessen und später teuer nachgerüstet. Leerrohre verlegen, solange der Garten offen ist, kostet fast nichts und spart später das Aufreißen neuer Flächen.
Die Verlegung von Erdkabel ist Vorarbeit, die Sie selbst leisten können. Den Anschluss ans Hausnetz darf nur eine Elektrofachkraft machen. Ideen zur Lichtplanung stehen unter Tipps für eine schöne Gartenbeleuchtung.
Pool, Teich und Gartenhaus
Die Spanne ist hier am größten. Ein Aufstellpool kostet einige hundert Euro, ein Stahlwandpool mit Filteranlage und Einbau einige tausend, ein gemauerter oder betonierter Pool leicht 30.000 Euro und mehr. Dazu kommen jährliche Kosten für Wasser, Strom und Pflege.
Ein Gartenteich mit Folie ist in Eigenleistung für einige hundert Euro machbar, größere Anlagen mit Filtertechnik kosten entsprechend mehr. Ein Gartenhaus aus dem Bausatz gibt es ab etwa 1000 Euro, dazu kommt ein Fundament. Je nach Größe und Bundesland ist eine Baugenehmigung nötig; die Grenzen legt die Landesbauordnung fest.
Wo Eigenleistung spart
- Abriss und Aushub. Alte Platten entfernen, Rasen abschälen, Erde bewegen – körperlich hart, aber ohne Fachwissen machbar.
- Pflanzen setzen. Die Arbeit ist einfach, der Stundensatz des Gärtners hoch.
- Rasen anlegen, Hecken pflanzen, Beete gestalten.
- Zaun aus Fertigelementen setzen.
Wo Fachleute sinnvoll sind: Unterbau großer Flächen, Stützmauern, Elektrik, Entwässerung und alles mit schwerem Gerät. Ein Fehler am Unterbau zeigt sich erst nach zwei Wintern – und dann ist er teuer.
Steuern und Finanzierung
Für Arbeiten eines Fachbetriebs an einem selbst genutzten Grundstück können Sie Handwerkerleistungen in der Steuererklärung geltend machen: 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1200 Euro im Jahr, nicht aber das Material. Voraussetzung sind eine Rechnung und eine Überweisung, keine Barzahlung. Fragen Sie den Betrieb, Arbeits- und Materialkosten auf der Rechnung getrennt auszuweisen.
Größere Projekte lassen sich in Bauabschnitte teilen: erst Unterbau, Leitungen und Terrasse, im nächsten Jahr Bepflanzung und Ausstattung.
Häufige Fragen
Steigert ein schöner Garten den Wert des Hauses?
Ein gepflegter, durchdachter Garten verbessert den Eindruck beim Verkauf spürbar. Wie viel davon im Preis ankommt, hängt stark von Lage und Käufer ab. Ein Pool etwa ist für manche ein Plus, für andere ein Kostenfaktor.
Was kostet eine Gartenplanung?
Für ein normales Einfamilienhausgrundstück meist einige hundert bis wenige tausend Euro. Manche Gartenbaubetriebe verrechnen die Planung, wenn sie später den Auftrag bekommen.
Womit fange ich an?
Mit allem, was im Boden liegt: Entwässerung, Leitungen, Leerrohre, Unterbau. Pflanzen und Möbel kommen zuletzt.



