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Heimwerker-Berater

Gartenzaun Trends 2021 - unser Ratgeber!

Gartenvon Andreas4 Min. · 10 Abschnitte
Gartenzaun Trends 2021 - unser Ratgeber!
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die Zaunarten im Überblick
  2. Doppelstabmatte mit Sichtschutzstreifen
  3. Gabionen
  4. Holz: klassisch und wieder modern
  5. WPC und Kunststoff
  6. Naturzaun und grüne Grenzen
  7. Pflege je nach Material
  8. Was das Nachbarrecht sagt
  9. Den Zaun selbst montieren
  10. Häufige Fragen

Der Gartenzaun hat sich in den letzten Jahren vom reinen Grenzmarker zum Sichtschutz und Gestaltungselement entwickelt. Die Trends, die um 2021 aufkamen, prägen den Markt bis heute: mehr Sichtschutz, mehr Materialmix, mehr Natur. Welcher Zaun zu Ihrem Garten passt, entscheiden aber Zweck, Budget und das Nachbarrecht, nicht die Mode.

Die Zaunarten im Überblick

ZaunartSichtschutzMaterialkosten je Meter ca.
Maschendrahtkeinerab 10 Euro
Doppelstabmattemit Streifen möglich30–80 Euro
Holzlattenzaun, Staketengering30–80 Euro
Holz-Sichtschutzzaunvollständig50–150 Euro
WPC-Sichtschutzvollständig80–200 Euro
Gabionenvollständig150–400 Euro

Die Preise sind grobe Spannen für das Material inklusive Pfosten. Fundament, Montage und Türen kommen hinzu, bei Beauftragung eines Fachbetriebs oft noch einmal ein ähnlicher Betrag.

Doppelstabmatte mit Sichtschutzstreifen

Die Doppelstabmatte ist der Allrounder: stabil, langlebig, schnell montiert. Der Trend der letzten Jahre sind eingeflochtene Sichtschutzstreifen aus Hart-PVC oder Textil in Anthrazit, Grau oder Holzoptik. Sie machen aus dem Gitter eine blickdichte Wand. Achtung: Mit Streifen bietet der Zaun dem Wind viel mehr Fläche. Pfosten und Fundamente müssen dafür ausgelegt sein.

Klassischer Metall-Zaun
Klassischer Metall-Zaun: robust und zeitlos! | Foto: madredus / Depositphotos.com

Gabionen

Mit Steinen gefüllte Drahtkörbe wirken modern, halten praktisch ewig und dämpfen Schall besser als jeder andere Zaun. Dafür sind sie teuer, schwer und brauchen ein tragfähiges Streifenfundament. Schmale Gabionen mit 20 bis 30 cm Breite sparen Platz, benötigen aber sorgfältige Verankerung. Wer den Look günstiger möchte, kombiniert einzelne Gabionensäulen mit Holz- oder Metallfeldern.

Holz: klassisch und wieder modern

Holz bleibt beliebt, nur die Formen ändern sich. Gefragt sind Rhombusleisten mit schmalen Fugen, horizontale Lattung und naturbelassenes Lärchen- oder Douglasienholz, das silbergrau vergraut. Der klassische Staketenzaun aus gespaltenen Latten erlebt gerade in ländlichen Gärten eine Renaissance, ebenso der robuste Kastanienzaun. Holz braucht Pflege oder die Bereitschaft, die Vergrauung zu akzeptieren.

Gartenzaun aus Holz
Gartenzaun aus Holz: hübsch und kostengünstig. | Foto: zestmarina / Depositphotos.com

WPC und Kunststoff

WPC, ein Verbundstoff aus Holzfasern und Kunststoff, ist pflegeleicht, splitterfrei und farbstabil. Er muss nicht gestrichen werden, bleicht aber in den ersten Monaten etwas aus. Nachteile: WPC dehnt sich bei Wärme aus, braucht dafür Luft in den Profilen und ist im Rückbau nicht so einfach zu entsorgen wie Holz.

Naturzaun und grüne Grenzen

Ein Trend, der nicht verschwindet: lebende und naturnahe Einfriedungen. Benjeshecken aus aufgeschichtetem Totholz, Weidenzäune und gemischte Wildhecken bieten Vögeln und Insekten Lebensraum. Eine Kombination aus schlichtem Zaun und davorgepflanzter Hecke vereint Sicherheit und Grün. Mehr dazu beim Naturzaun. Für Hecken gilt: Größere Schnitte sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. März bis 30. September verboten.

Pflege je nach Material

Kein Zaun ist ganz ohne Pflege. Feuerverzinkte und pulverbeschichtete Metallzäune brauchen am wenigsten: gelegentlich abwaschen, Kratzer mit Zinkspray oder Lackstift ausbessern. Sichtschutzstreifen aus PVC werden mit den Jahren spröde und bleichen aus; sie lassen sich einzeln tauschen. Holz bekommt je nach Lage alle zwei bis vier Jahre eine Lasur, oder man lässt es bewusst vergrauen. Entscheidend ist konstruktiver Holzschutz: Abstand zum Boden, Abdeckkappen auf den Pfosten, kein Erdkontakt. WPC reinigt man mit Wasser und Bürste, Gabionen brauchen praktisch nichts, außer dass man Unkraut zwischen den Steinen im Zaum hält.

Planen Sie bei Sichtschutz auch an den Wind. Ein geschlossener Zaun von 1,80 m Höhe muss bei Sturm erhebliche Kräfte aufnehmen. Pfosten mit ausreichendem Querschnitt und tiefe Fundamente sind hier keine Übervorsicht.

Was das Nachbarrecht sagt

Die Regeln für Zäune stehen in den Nachbarrechtsgesetzen der Länder, in der Landesbauordnung und im Bebauungsplan. Dort ist geregelt, wie hoch eine Einfriedung sein darf, ob sie genehmigungsfrei ist und welche Art ortsüblich ist. Eine Höhe bis etwa 1,20 bis 2 m ist in vielen Ländern genehmigungsfrei, die Grenzen unterscheiden sich aber. Fragen Sie vor dem Kauf eines hohen Sichtschutzzauns beim Bauamt nach, und sprechen Sie mit dem Nachbarn, wenn der Zaun direkt auf der Grenze stehen soll.

Den Zaun selbst montieren

  1. Grenze klären. Grenzsteine suchen oder im Zweifel den Vermesser holen. Ein Zaun zwei Zentimeter auf fremdem Grund ist ein dauerhaftes Streitthema.
  2. Pfostenabstände festlegen. Nach Feldbreite, bei Doppelstabmatten meist 2,50 m.
  3. Löcher bohren. Frostfrei gründen, in Deutschland meist 80 cm tief. Ein Handerdbohrer oder ein Lochspaten erleichtert die Arbeit.
  4. Pfosten einbetonieren. Mit Schnur ausrichten, lotrecht stellen, Beton aushärten lassen, bevor Felder montiert werden.
  5. Felder einhängen und verschrauben. Bei Holz nicht direkt auf den Boden setzen, sondern einige Zentimeter Abstand lassen.

Häufige Fragen

Was ist der günstigste Gartenzaun?

Maschendraht oder ein einfacher Staketenzaun. Beide bieten aber kaum Sichtschutz.

Kann der Nachbar einen Sichtschutz verbieten?

Nicht einfach so. Hält der Zaun die erlaubte Höhe und die örtlichen Vorgaben ein, ist er zulässig. Überschreitet er sie, kann der Nachbar Rückbau verlangen.

Welcher Zaun hält am längsten?

Gabionen und feuerverzinkte Doppelstabmatten halten Jahrzehnte. Holz hält je nach Art und Pflege 10 bis 25 Jahre.

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