Blumentreppe
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Eine Blumentreppe stellt Töpfe auf mehreren Stufen übereinander und bringt damit auf einem Quadratmeter so viele Pflanzen unter wie sonst auf drei. Sie eignet sich für Balkon, Terrasse, Wintergarten und helle Zimmerecken. Worauf es ankommt, ist weniger die Optik als die Standsicherheit – eine Treppe mit nassen Tontöpfen wiegt schnell mehr als 50 Kilo.
Wozu eine Blumentreppe gut ist
Auf kleinem Raum wächst die Fläche in die Höhe. Die Pflanzen stehen gestaffelt und verdecken sich nicht gegenseitig, jede bekommt Licht. Kräuter lassen sich auf Griffhöhe ernten, und die Töpfe stehen trocken über dem Boden, statt Wasserränder auf Dielen oder Fliesen zu hinterlassen. Eine Blumentreppe kann außerdem als Sichtschutz dienen oder eine kahle Wand beleben.
Die Bauformen
| Form | Eigenschaft | Passt für |
| Gerade Treppe | drei bis fünf Stufen hintereinander | vor einer Wand oder am Geländer |
| Eckregal | Viertelkreis oder Dreieck | ungenutzte Balkon- und Zimmerecken |
| Leiterregal | schmal, an die Wand gelehnt | schmale Balkone, Innenräume |
| Klappbare Treppe | lässt sich im Winter platzsparend verstauen | Balkone mit wenig Lagerplatz |
| Rund- oder Etagenständer | mehrere Arme um eine Säule | Einzelstellung, Wintergarten |
Das Material
Holz wirkt warm und passt zu Balkon und Garten. Für draußen eignen sich Lärche, Douglasie, Akazie oder druckimprägnierte Kiefer, behandelt mit einer Lasur oder einem Öl. Metall ist schlank und stabil, draußen aber nur verzinkt oder pulverbeschichtet. Bambus ist leicht und für Innenräume gut geeignet, im Freien hält er nur wenige Jahre. Kunststoff ist günstig, wird aber in der Sonne spröde.
Für drinnen ist fast alles möglich. Im Freien entscheidet die Wetterfestigkeit darüber, ob die Treppe fünf oder fünfzehn Jahre hält.
Maße und Stufen
Messen Sie vorher Stellfläche, Höhe und die Topfgrößen, die hinauf sollen. Die Stufentiefe sollte mindestens dem Durchmesser des größten Topfes entsprechen, sonst ragen die Töpfe über die Kante und kippen. Typisch sind 15 bis 25 cm Stufentiefe und 20 bis 30 cm Höhenabstand. Große Kübel gehören nicht auf die Treppe, sondern auf den Boden davor. Die schwersten Töpfe stehen unten, die kleinen oben.
Der Standort nach Licht
Nutzen Sie die Höhenunterschiede für unterschiedliche Pflanzen. Oben, wo am meisten Sonne ankommt, stehen Sonnenhungrige wie Geranien, Lavendel, Rosmarin oder Thymian. Unten im Schatten der oberen Stufen gedeihen Farne, Efeu, Fuchsien oder Begonien. Drehen Sie die Treppe notfalls einmal im Jahr, damit die Pflanzen nicht einseitig zum Licht wachsen.
Standsicherheit
Eine hohe, schmale Treppe kippt, wenn oben schwere Töpfe stehen und jemand dagegen stößt, ein Kind hinaufklettert oder der Wind in die Pflanzen greift. Befestigen Sie hohe Treppen mit einem Winkel oder einem Band an der Wand oder am Geländer. Auf dem Balkon dürfen keine Töpfe über die Brüstung hinaus stehen oder herabfallen können. Das ist nicht nur eine Frage der Rücksicht, es kann auch haftungsrechtlich teuer werden.
Wasser und Untersetzer
Gießwasser läuft von oben nach unten. Stellen Sie jeden Topf in einen Untersetzer, sonst tropft es auf die Pflanzen darunter und auf den Boden. Im Innenraum schützt eine Folie unter der Treppe den Boden. Holztreppen sollten zwischen Untersetzer und Holz etwas Luft haben, etwa durch kleine Füße, sonst bilden sich Wasserflecken und Stockflecken.
Winter
Holztreppen im Freien überwintern besser unter einer Abdeckung oder im Keller, besonders wenn sie nicht aus witterungsbeständigem Holz sind. Metalltreppen können draußen bleiben. Frostempfindliche Topfpflanzen kommen ohnehin herein, Hinweise dazu stehen unter Kübelpflanzen überwintern. Eine leere Treppe im Winterquartier ist ein gutes Regal für Pflanzen, die hell und kühl stehen sollen.
Typische Fehler
- Zu schmale Stufen für die vorhandenen Töpfe. Ein Topf, der mit einem Drittel über die Kante ragt, fällt beim ersten Gießen.
- Schwere Tontöpfe ganz oben. Der Schwerpunkt wandert nach oben, und die Treppe wird kippelig.
- Innenholz im Freien. Unbehandelte Kiefer aus dem Möbelhaus wird draußen in einem Sommer grau und rissig.
- Keine Untersetzer. Das Wasser läuft über alle Stufen auf den Boden und nimmt Erde mit.
- Treppe direkt an der Hauswand im Regen. Dauerfeuchte zwischen Holz und Wand fördert Algen und Fäulnis. Ein paar Zentimeter Abstand genügen.
Kaufen oder selbst bauen
Fertige Blumentreppen gibt es aus Holz ab etwa 30 Euro, aus Metall in guter Qualität für 50 bis 150 Euro. Wer eine Treppe mit genau passenden Maßen braucht, baut sie mit wenig Aufwand selbst, eine Anleitung steht unter Blumentreppe selber bauen. Eine Variante mit Pflanzkästen statt Einzeltöpfen beschreibt der Artikel Pflanzentreppe.
Häufige Fragen
Wie viel Gewicht trägt eine Blumentreppe?
Das hängt von Material und Bauweise ab. Gute Treppen tragen je Stufe 10 bis 20 kg. Rechnen Sie mit etwa 1,2 bis 1,5 kg je Liter nasser Erde samt Topf.
Eignet sie sich für Kräuter?
Sehr gut. Kräuter mögen meist Sonne und gut durchlässige Erde, und auf der Treppe sind sie auf Griffhöhe.
Kann ich sie im Zimmer aufstellen?
Ja, an einem hellen Fenster. Achten Sie auf Untersetzer und darauf, dass die Pflanzen unten nicht zu dunkel stehen.



