Komposter Metall
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Ein Komposter aus Metall ist entweder ein offener Behälter aus Drahtgitter oder Streckmetall oder ein geschlossener Kasten aus verzinktem Stahlblech. Der offene Drahtkomposter ist das beste Gefäß für Laub, das es gibt – billig, luftig und praktisch unverwüstlich. Der geschlossene Stahlkomposter punktet dort, wo Ratten ein Thema sind.
Die zwei Grundformen
Offene Drahtkomposter bestehen aus Schweißgitter, Streckmetall oder einem gelochten Blech, meist als Quadrat oder Zylinder. Sie haben keinen Deckel und keinen Boden, das Material liegt locker und bekommt von allen Seiten Luft. Oft lassen sich die Seitenteile einzeln aushängen, sodass man zum Entnehmen und Umsetzen nicht über den Rand heben muss.
Geschlossene Metallkomposter sind Kästen aus verzinktem Stahlblech mit Deckel und Entnahmeklappe, im Aufbau ähnlich einem Kunststoffkomposter. Sie sind selten, weil Kunststoff billiger ist, haben aber einen entscheidenden Vorteil: Nager beißen sich nicht durch.
Größen und Volumen
| Grundfläche | Höhe | Volumen etwa |
| 70 × 70 cm | 70 cm | 340 l |
| 80 × 80 cm | 70 cm | 450 l |
| 100 × 100 cm | 80 cm | 800 l |
| Rund, Ø 90 cm | 90 cm | 570 l |
Für einen Komposthaufen mit Rasenschnitt und Küchenabfällen empfehlen sich mindestens 80 × 80 cm, damit das Material nicht zu schnell austrocknet. Für reines Laub darf es auch ein hoher, runder Silo sein, der viel Volumen auf wenig Fläche bietet.
Verzinkt oder beschichtet
Feuerverzinkter Stahl ist der Standard. Die Zinkschicht schützt über viele Jahre vor Rost, auch im Dauerkontakt mit feuchtem Kompost. Schnittkanten und Stellen, an denen die Zinkschicht verletzt ist, rosten zuerst.
Pulverbeschichteter Stahl, oft grün oder anthrazit, sieht gefälliger aus. Die Beschichtung platzt aber bei Stößen mit der Grabegabel ab, und darunter setzt Rost ein. Die beste Kombination ist verzinkt und zusätzlich beschichtet.
Edelstahl gibt es bei kleinen Sammelbehältern für die Küche, als Gartenkomposter ist er zu teuer.
Zink im Kompost ist in den geringen Mengen, die ein verzinkter Behälter abgibt, kein Problem für den Garten.
Laubkompost im Drahtsilo
Herbstlaub ist nährstoffarm, kohlenstoffreich und verrottet langsam. Im gemischten Kompost stört es in großen Mengen, im eigenen Drahtsilo wird daraus in ein bis zwei Jahren Laubhumus, eine lockere, leicht saure Erde, ideal für Rhododendren, Farne und Waldstauden.
- Silo aufstellen, auf offenem Boden im Halbschatten.
- Laub einfüllen, möglichst angefeuchtet und am besten vorher mit dem Rasenmäher zerkleinert.
- Etwas Stickstoff dazu, eine Handvoll Hornspäne oder etwas Rasenschnitt je Lage beschleunigt den Abbau.
- Liegen lassen. Das Laub sackt über den Winter stark zusammen. Umsetzen ist nicht nötig.
Eichen-, Walnuss- und Platanenlaub verrotten besonders langsam; sie gehören gut zerkleinert und mit anderem Laub gemischt in den Silo.
Aufstellen und schützen
Drahtkomposter stehen direkt auf dem Boden. Gegen Wühlmäuse kommt ein verzinktes Gitter mit etwa 13 mm Maschenweite unter den Silo. Bei feinmaschigem Streckmetall oder kleinen Löchern ist das Material auch seitlich einigermaßen mausdicht, bei grobem Schweißgitter nicht.
Weil Drahtkomposter so luftig sind, trocknet der Inhalt im Sommer schnell aus. Eine Abdeckung aus Jute, einer alten Fußmatte aus Kokos oder ein paar Brettern hilft. Mancher kleidet die Innenseite mit Pappe aus, die dann gleich mitkompostiert wird.
Wofür Metall sich weniger eignet
Für einen klassischen Mischkompost aus Rasenschnitt, Küchenabfällen und Staudenresten ist ein offener Drahtsilo zu luftig und trocknet zu stark aus, gerade in sonnigen Lagen. Hier arbeiten ein Holzkomposter oder ein geschlossener Thermokomposter besser.
Geschlossene Metallkomposter heizen sich in praller Sonne stark auf. Stellen Sie sie in den Schatten, sonst trocknet der obere Bereich aus, während unten alles nass bleibt.
Schutz vor Ratten
Ratten suchen im Kompost vor allem Nahrung und einen warmen Unterschlupf. Offene Drahtsilos sind für sie kein Hindernis, wenn das Gitter grob ist. Wer Ratten in der Nachbarschaft hat, sollte bei der Befüllung ansetzen: keine gekochten Speisereste, kein Brot, kein Fleisch und keine Essensreste mit Fett in den Kompost. Das lockt sie weit mehr an als jede Bauart.
Wenn es trotzdem ein Problem gibt, hilft ein geschlossener Metallbehälter mit feinmaschigem Bodengitter. Einige Hersteller bieten verzinkte Stahlkomposter ausdrücklich als nagersicher an. Achten Sie darauf, dass Deckel und Entnahmeklappe dicht schließen und dass keine Lüftungsschlitze breiter als etwa einen Zentimeter sind. Rattenbefall auf dem eigenen Grundstück ist in vielen Gemeinden meldepflichtig; die Bekämpfung gehört dann in die Hände eines Fachbetriebs.
Kleine Metallbehälter für die Küche
Unter dem Begriff Komposter aus Metall werden auch Sammeleimer aus Edelstahl oder emailliertem Stahl für die Küche angeboten. Sie sind keine Komposter, sondern Vorsammelbehälter mit Deckel und oft einem Aktivkohlefilter gegen Gerüche. Praktisch ist ein Fassungsvermögen von drei bis fünf Litern, das alle zwei bis drei Tage in den Gartenkomposter geleert wird.
Häufige Fragen
Was kostet ein Komposter aus Metall?
Einfache Drahtsilos gibt es ab etwa 15 bis 30 Euro, stabile verzinkte Modelle mit 800 Litern kosten 50 bis 100 Euro. Geschlossene Stahlkomposter liegen darüber.
Kann ich ihn selbst bauen?
Ja, sehr einfach: Ein Stück verzinktes Schweißgitter, 1 m hoch und etwa 3 m lang, wird zu einem Ring gebogen und mit Draht verschlossen. Das ergibt einen Laubsilo mit knapp einem Kubikmeter Volumen.
Welcher Komposter passt zu meinem Garten?
Das hängt von Menge und Art der Abfälle ab. Einen Vergleich aller Bauarten gibt der Beitrag Kompostierer, die Grundlagen zum Befüllen stehen unter Kompost selber bauen.



