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Heimwerker-Berater

Teichnetz

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Drei Aufgaben, drei verschiedene Netze
  2. Laubschutz: das häufigste Einsatzgebiet
  3. Reiherschutz: die Fische retten
  4. Kinderschutz: was ein Netz leisten kann und was nicht
  5. Die Tierfalle vermeiden
  6. Das Netz richtig spannen
  7. Material und Haltbarkeit
  8. Alternativen und Ergänzungen
  9. Häufige Fragen

Ein Teichnetz wird über die Wasserfläche gespannt und hält im Herbst Laub, im Sommer Reiher und Katzen aus dem Teich. Als Schutz für Kleinkinder taugt es dagegen nur, wenn es genau dafür gebaut und fest verankert ist – ein Laubnetz ist dafür nicht geeignet. Die wichtigste Regel für jedes Teichnetz: straff, niemals durchhängend.

Drei Aufgaben, drei verschiedene Netze

ZweckNetzWann
Laubschutzengmaschig, leicht, UV-beständigSeptember bis Dezember
Reiherschutzkräftiger, Maschen einige Zentimeterganzjährig oder saisonal bei Fischbesatz
Personenschutztragfähiges Netz oder besser starres Gitter, fest verankertdauerhaft, solange kleine Kinder im Haus sind

Ein einziges Netz für alles gibt es nicht. Ein Laubnetz, das stark genug wäre, ein Kind zu tragen, wäre schwer und teuer; ein Personenschutznetz hält kein Laub zurück.

Laubschutz: das häufigste Einsatzgebiet

Laub, das in den Teich fällt, sinkt nach einigen Tagen ab und verrottet am Grund. Dabei verbraucht es Sauerstoff und setzt Nährstoffe frei, die im nächsten Frühjahr die Algen füttern. Jedes Blatt, das auf dem Netz liegen bleibt, ist ein Blatt weniger Schlamm.

Laubnetze bestehen meist aus Polypropylen oder Polyethylen und sind so engmaschig, dass auch kleine Blätter von Birke oder Weide hängen bleiben. Spannen Sie es auf, bevor das Laub fällt, und räumen Sie es regelmäßig ab. Ein Netz, auf dem sich nasses Laub türmt, hängt durch, bis es im Wasser liegt – dann ist der Effekt dahin.

Für kleine Teiche genügt ein fertiges Netz mit Erdspießen, für größere Flächen empfiehlt sich eine flache Firstkonstruktion aus Stäben oder ein Seil über der Teichmitte, damit das Laub zur Seite abrutscht.

Reiherschutz: die Fische retten

Graureiher lernen schnell, wo es Goldfische und Koi gibt, und leeren einen kleinen Teich an wenigen Morgenden. Ein Netz über der Wasserfläche ist der zuverlässigste Schutz, zuverlässiger als Reiherattrappen, an die sich die Vögel gewöhnen.

Wichtig ist der Abstand zur Wasseroberfläche. Liegt das Netz auf dem Wasser, stößt der Reiher mit dem Schnabel hindurch. Spannen Sie es mindestens 20 bis 30 cm darüber. Ergänzend helfen ein flaches Ufer mit dichter Bepflanzung, das der Reiher nicht zum Stehen nutzen kann, und Unterstände im Wasser, in die sich Fische zurückziehen.

Kinderschutz: was ein Netz leisten kann und was nicht

Kleinkinder können in wenigen Zentimetern Wasser ertrinken, und Gartenteiche gehören zu den häufigen Unfallorten. Ein Netz, das ein Kind auffangen soll, muss dessen Gewicht tragen, darf dabei nicht bis ins Wasser durchhängen und muss rundum so verankert sein, dass es sich nicht löst.

Sicherer als jedes Netz sind ein starres, tragfähiges Teichgitter aus verzinktem Stahl oder Edelstahl knapp unter oder über der Wasseroberfläche oder ein Zaun rund um den Teich mit einem Tor, das Kinder nicht öffnen können. Solche Gitter gibt es als Fertigteile und als Maßanfertigung. Solange Kleinkinder im Haushalt sind oder regelmäßig zu Besuch kommen, ist das die Lösung, die man nachts ruhig verschläft.

Die Tierfalle vermeiden

Ein locker aufliegendes oder durchhängendes Netz ist für Tiere lebensgefährlich. Igel, Frösche, Kröten, Ringelnattern und Vögel verfangen sich darin und ertrinken oder verhungern. Das passiert besonders bei grobmaschigen, dünnen Netzen, die am Rand auf dem Boden liegen.

  • Netz immer straff spannen und am Rand nicht lose auf dem Boden auslaufen lassen.
  • An mindestens einer Stelle einen Ausstieg lassen oder eine Rampe ins Wasser legen, über die Tiere hinauskommen.
  • Laubnetze nach der Laubsaison wieder abnehmen.
  • Netz täglich kurz kontrollieren, besonders morgens.

Das Netz richtig spannen

  1. Maß nehmen. Das Netz sollte auf jeder Seite 50 cm über den Teichrand hinausreichen.
  2. Stützkonstruktion bauen. Bei Teichen ab etwa 3 m Breite ein Seil oder eine Stange über die Mitte, damit das Netz nicht durchhängt.
  3. Rand fixieren. Mit Erdankern, Heringen oder Steinen in engem Abstand, bei Wind lieber mehr als weniger.
  4. Kontrollieren. Nach dem ersten Regen und nach Sturm nachspannen.

Material und Haltbarkeit

Gute Teichnetze sind aus UV-stabilisiertem Kunststoff und halten mehrere Jahre. Billige Netze werden in der Sonne spröde und reißen nach einer Saison. Nach dem Einsatz sollte das Netz abgespült, getrocknet und dunkel gelagert werden. Ein dunkles Netz fällt über dem Wasser weniger auf als ein weißes oder grünes.

Alternativen und Ergänzungen

Wer kein Netz will, holt Laub regelmäßig mit dem Kescher heraus, am besten mit langem Stiel. Was trotzdem zum Grund sinkt, entfernt im Frühjahr ein Teichschlammsauger. Ein Teichskimmer zieht schwimmendes Laub und Pollen von der Oberfläche, bevor es absinkt. Und Bäume in der Nähe des Teiches sind eine Planungsentscheidung, die sich nur schwer rückgängig machen lässt.

Häufige Fragen

Welche Maschenweite brauche ich für Laub?

So eng, dass auch kleine Blätter nicht durchfallen. Die meisten Laubnetze liegen im Bereich von einigen Millimetern bis etwa zwei Zentimetern.

Schützt ein Netz gegen Katzen?

Ja, wenn es straff und etwas über der Wasseroberfläche gespannt ist. Katzen meiden unsicheren Untergrund.

Darf das Netz über Winter liegen bleiben?

Ein Laubnetz sollte nach dem Laubfall wieder herunter. Schneelast drückt es ins Wasser, und im Frühjahr brauchen Pflanzen und Tiere freien Zugang zur Oberfläche.

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