Eine Gartenbank selber bauen

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Eine Gartenbank muss nicht aus dem Baumarkt kommen. Die einfachste Variante besteht aus zwei Klötzen und einem Brett, die anspruchsvollste hat eine Rückenlehne mit dem richtigen Winkel. Für draußen zählt vor allem eins: Die Bank muss Regen, Sonne und Frost aushalten, ohne zu faulen, zu reißen oder zu wackeln.
Das richtige Holz für draußen
| Lärche, Douglasie | Heimisch, harzreich, ohne Holzschutz haltbar. Vergraut silbrig. Die übliche Wahl. |
| Eiche | Sehr haltbar und schwer, neigt zu Rissen. Edelstahlschrauben verwenden, sonst schwarze Flecken. |
| Robinie | Das haltbarste heimische Holz, hart und schwer zu bearbeiten. |
| Kiefer, kesseldruckimprägniert | Günstig und haltbar, für Sitzflächen aber weniger angenehm. |
| Thermoholz | Durch Hitze haltbar gemacht, formstabil, etwas spröder. Mehr unter Thermoholz. |
Fichte ist draußen nur mit dauerhaftem Anstrich brauchbar. Tropenholz ist nicht nötig; heimische Arten halten bei guter Konstruktion lange genug.
Die Maße, die bequem machen
- Sitzhöhe: 42 bis 48 cm. Die Füße sollen flach auf dem Boden stehen, die Oberschenkel waagerecht liegen.
- Sitztiefe: 40 bis 50 cm. Tiefer wird es für kleinere Menschen unbequem.
- Länge: etwa 50 bis 60 cm je Person. Eine Bank für drei braucht also rund 1,5 bis 1,8 m.
- Lehne: leicht nach hinten geneigt, etwa 10 bis 15 Grad aus der Senkrechten.
Variante 1: die rustikale Stammbank
Die einfachste und urigste Bank: Ein gerader Baumstamm von etwa 30 bis 40 cm Durchmesser wird der Länge nach halbiert. Die flache Seite wird Sitzfläche, zwei kurze Stammstücke oder dicke Klötze dienen als Füße.
- Stamm halbieren mit einer Motorsäge oder beim Sägewerk. Eine Längsteilung mit der Motorsäge erfordert Übung und die volle Schutzausrüstung.
- Sitzfläche glätten mit einem Hobel oder einer Schleifmaschine. Splitter entfernen.
- Füße ausklinken. In die Füße eine Mulde oder Kerbe sägen, in der die Sitzfläche sicher liegt.
- Verbinden mit langen Holzschrauben oder Gewindestangen von oben.
- Kanten brechen und die Rinde entfernen – unter der Rinde sammelt sich Feuchtigkeit und Ungeziefer.
Frisches Holz reißt beim Trocknen. Das gehört zur Optik, sollte aber keine Splitter an der Sitzfläche erzeugen.
Variante 2: die schlichte Bohlenbank
Für eine einfache Bank ohne Lehne brauchen Sie:
- Für die Sitzfläche zwei oder drei Bohlen, 120 bis 150 cm lang, mindestens 20 cm breit und 3 bis 4 cm dick
- Für die Beine vier Stücke Kantholz, etwa 8 × 8 cm, je etwa 40 cm lang
- Für die Zargen zwei Bohlenstücke in der Tiefe der Bank
- Edelstahl- oder verzinkte Schrauben
Die Beine werden paarweise mit einer Zarge zu einem Joch verbunden. Die beiden Joche stehen etwa 15 bis 20 cm vom Ende der Sitzfläche entfernt, dann werden die Bohlen aufgeschraubt. Lassen Sie zwischen den Bohlen 5 bis 8 mm Fuge, damit Regenwasser abläuft. Eine Diagonale oder ein Längsriegel zwischen den Jochen verhindert das Wackeln.

Variante 3: mit Rückenlehne
Eine Lehne macht aus der Sitzgelegenheit einen Platz zum Verweilen. Dafür werden die hinteren Beine nach oben verlängert, etwa auf 80 bis 90 cm Gesamthöhe, und leicht nach hinten geneigt. Auf diese Stützen schrauben Sie zwei oder drei Latten mit mindestens 5 × 4 cm Querschnitt als Lehne.
Der Winkel lässt sich am einfachsten ermitteln, indem Sie die Stützen vor dem Zuschnitt probeweise mit einer Schraubzwinge an das Joch klemmen und sich hinsetzen. Eine genaue Bauanleitung mit Winkeln und Oberflächenbehandlung steht unter Eine Holzbank selber bauen.
Weitere Ideen
- Bank aus Paletten: schnell gebaut, aber das Holz ist oft rau und nicht für draußen gedacht. Gut schleifen und schützen.
- Bank mit Steinfüßen: Eine Bohle auf zwei gemauerten Sockeln oder großen Natursteinen – sehr haltbar, weil das Holz keinen Bodenkontakt hat.
- Baumbank: Eine Bank rund um einen Baumstamm, mit ausreichend Abstand zum Stamm, damit er wachsen kann.
Die Bank schützen
Holz, das direkt auf der Erde steht, fault. Stellen Sie die Bank auf Platten, Kies oder kleine Füße aus Kunststoff, damit die Beine trocken bleiben. Die Hirnholzflächen unten an den Beinen saugen Wasser besonders stark; ein Anstrich mit Hirnholzwachs oder ein untergelegtes Stück Gummi hilft.
Über den Winter hält eine Abdeckhaube Schnee und Nässe fern oder die Bank kommt ins Trockene. Unbehandelte Lärche und Eiche kann auch draußen bleiben.
Typische Fehler
- Beine direkt auf dem Rasen. Die Hirnholzflächen saugen Wasser, und die Bank fault von unten.
- Bohlen ohne Fuge. Wasser bleibt stehen, das Holz wird fleckig und morsch.
- Frisches Holz verbaut. Es schwindet beim Trocknen, Schrauben lockern sich, und die Bank wackelt nach dem ersten Sommer.
- Zu hoch gebaut. Schon 5 cm zu viel Sitzhöhe lassen die Füße baumeln und machen die Bank unbequem.
Häufige Fragen
Müssen bestimmte Maße eingehalten werden?
Nicht vorgeschrieben, aber für bequemes Sitzen gelten die oben genannten Werte. Bei einer Bank ohne Lehne dürfen Sitztiefe und Höhe etwas knapper ausfallen.
Wie muss das Holz behandelt sein?
Lärche, Douglasie, Eiche und Robinie kommen ohne Behandlung aus. Wer die Farbe erhalten will, ölt einmal im Jahr. Fichte braucht eine Lasur.
Kann die Bank später versetzt werden?
Ja, solange sie nicht einbetoniert ist. Eine Stammbank ist aber so schwer, dass sie meist dort bleibt, wo sie gebaut wurde.



