Laubsauger

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Ein Laubsauger saugt Laub über ein Rohr an, zerkleinert es meist mit einem Häckselrad und sammelt es in einem Fangsack. Die meisten Geräte können auf Knopfdruck auch blasen. Er ist ein Werkzeug für Wege, Ecken, Kies und Terrassen – auf der großen Rasenfläche ist der Rechen oft schneller, und er ist deutlich leiser.
Wie ein Laubsauger arbeitet
Ein Gebläserad erzeugt einen starken Luftstrom. Im Saugbetrieb zieht dieser Luft und Laub durch das Rohr, das Laub passiert das Gebläse oder ein separates Häckselmesser und landet zerkleinert im Sack. Die Luft entweicht durch das Gewebe des Fangsacks. Im Blasbetrieb wird der Luftstrom umgekehrt, das Gerät treibt das Laub vor sich her zu einem Haufen.
Die Zerkleinerung verringert das Volumen deutlich, Hersteller geben Häckselverhältnisse von etwa 10:1 bis 16:1 an. Gehäckseltes Laub verrottet auf dem Kompost wesentlich schneller und eignet sich gut als Mulch.
Elektro, Akku oder Benzin
| Antrieb | Stärken | Schwächen |
| Elektro mit Kabel | stark, günstig, leicht | Kabel, begrenzte Reichweite |
| Akku | frei beweglich, leiser | Laufzeit oft 15–40 Minuten, teure Akkus |
| Benzin | stark, unabhängig, große Flächen | laut, schwer, Abgase, Wartung |
Elektrogeräte mit 2000 bis 3000 W sind für normale Hausgärten die übliche Wahl. Akkugeräte haben aufgeholt, verlieren aber im Saugbetrieb bei nassem Laub schnell an Leistung und Laufzeit; sie lohnen sich vor allem, wenn schon Akkus aus derselben Systemreihe vorhanden sind. Benzingeräte, oft als Rückentrage, gehören eher auf große Grundstücke und in den professionellen Einsatz.
Worauf es beim Kauf ankommt
- Luftmenge und Luftgeschwindigkeit. Die Luftmenge in m³/h sagt mehr über die Saugleistung als die Wattzahl. Die Luftgeschwindigkeit in km/h zählt beim Blasen.
- Häckselwerk. Ein Metallhäcksler hält länger als ein Kunststoffrad. Steine und Zapfen beschädigen beide.
- Fangsack. 35 bis 50 Liter sind üblich. Größer ist nicht automatisch besser, denn ein voller Sack mit nassem Laub wird schwer.
- Gewicht und Tragegurt. Die meisten Geräte wiegen 3 bis 5 kg ohne Laub. Ein Schultergurt und ein zweiter Griff machen den Unterschied nach einer halben Stunde.
- Rohrdurchmesser und Stützräder. Räder am Saugrohr entlasten die Arme.
- Drehzahlregelung, um auf Beeten mit weniger Kraft zu arbeiten.
Wann Sie ihn benutzen dürfen
Laubsauger und Laubbläser gehören zu den lautesten Gartengeräten. Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung schränkt ihre Nutzung in Wohngebieten deshalb ein: werktags nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gar nicht. Für Geräte mit dem EU-Umweltzeichen gelten weniger strenge Zeiten. Zusätzlich können Gemeinden eigene Regeln erlassen.
Tragen Sie bei längerer Arbeit Gehörschutz. Die Schallpegel liegen am Ohr meist über 85 dB(A), bei Benzingeräten deutlich darüber. Ein Kapselgehörschutz kostet wenig. Eine Schutzbrille schützt vor aufgewirbelten Steinchen.
Ökologische Nachteile
Laub ist Lebensraum. Darin überwintern Insekten, Spinnen, Asseln, Amphibien, manchmal junge Igel. Beim Saugen und Häckseln sterben viele dieser Tiere, beim Blasen wird ihr Lebensraum zerstört. Naturschutzverbände raten deshalb dazu, den Laubsauger nur auf befestigten Flächen einzusetzen und Laub auf Beeten und unter Sträuchern liegen zu lassen.
Das ist kein Grund, auf das Gerät zu verzichten, aber einer, es gezielt einzusetzen: auf dem Gehweg, auf Kies, in Ecken und Treppenabgängen, wo der Rechen schlecht hinkommt.
Typische Probleme
- Nasses Laub verstopft das Rohr. Nach Regen lieber einen Tag warten oder mit dem Rechen arbeiten.
- Steine im Häcksler. Auf Kiesflächen nicht saugen, sondern blasen.
- Fangsack staubt. Beim Saugen von trockenem Laub entweicht Feinstaub durch das Gewebe. Staubmaske tragen, wenn es stark staubt.
- Laub bleibt auf dem Rasen hängen. Ein Laubsauger schafft auf langem Gras wenig. Hier ist der Laubrechen oder ein Rasenkehrer besser.
Wohin mit dem gehäckselten Laub
Das zerkleinerte Laub ist zu schade für die Biotonne. Es eignet sich als Mulch auf Beeten und unter Sträuchern, als Zusatz im Kompost und als Winterschutz über empfindlichen Stauden. Für reinen Laubkompost reicht ein einfacher Drahtsilo, beschrieben unter Komposter aus Metall. Große Mengen verrotten in ein bis zwei Jahren zu Laubhumus.
Pflege
Nach jedem Einsatz den Fangsack ausleeren und ausschütteln, damit er nicht schimmelt. Das Saugrohr und das Häckselwerk auf Verstopfungen und Beschädigungen prüfen, immer mit gezogenem Stecker oder entferntem Akku. Benzingeräte brauchen die übliche Wartung: Luftfilter reinigen, Zündkerze prüfen, vor der Winterpause Tank leer fahren oder Kraftstoff stabilisieren.
Häufige Fragen
Was kostet ein Laubsauger?
Elektrogeräte gibt es ab etwa 50 Euro, gute Modelle mit Metallhäcksler kosten 80 bis 150 Euro. Akkugeräte liegen ohne Akku ab 80 Euro, mit Akku und Ladegerät bei 150 bis 350 Euro. Benzingeräte kosten 150 bis 500 Euro.
Kann ich damit auch Rasenschnitt aufsaugen?
Trockenen Rasenschnitt ja, frischen und feuchten eher nicht – er verklebt Rohr und Sack.
Ist ein Laubsauger dasselbe wie ein Laubbläser?
Die meisten Geräte können beides. Reine Laubbläser haben keinen Fangsack und nur die Blasfunktion.


