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Heimwerker-Berater

Hartholzbriketts

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Woraus sie bestehen
  2. Hartholz oder Weichholz
  3. Die Formen
  4. Heizwert und Feuchte
  5. Die Vorteile
  6. Richtig heizen
  7. Trocken lagern ist Pflicht
  8. Was sie kosten
  9. Worauf beim Kauf achten
  10. Häufige Fragen

Hartholzbriketts sind unter hohem Druck gepresste Späne und Sägemehl aus Laubholz, ohne Bindemittel. Sie sind trockener als jedes Scheitholz, brennen gleichmäßig und brauchen wenig Platz. Wer sie wie Scheitholz nachlegt, überhitzt allerdings schnell den Ofen – sie liefern pro Kilogramm deutlich mehr Wärme.

Woraus sie bestehen

Hartholzbriketts werden aus Resten der Holzindustrie hergestellt: Späne, Sägemehl und Hobelspäne aus Buche, Eiche, Esche und anderen Laubhölzern. Unter hohem Druck und Wärme verkleben die holzeigenen Stoffe, vor allem das Lignin, die Späne zu festen Presslingen. Bindemittel oder Zusätze sind nicht nötig und bei guter Ware auch nicht enthalten. Nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung gelten Presslinge aus naturbelassenem Holz als zulässiger Brennstoff für Kaminöfen, sofern der Hersteller des Ofens sie nicht ausschließt.

Hartholz oder Weichholz

Laubhölzer haben eine höhere Dichte als Nadelhölzer. Briketts aus Hartholz brennen dadurch langsamer und länger, bilden eine gute Grundglut und eignen sich für gleichmäßige Wärme über Stunden. Weichholzbriketts aus Fichte oder Kiefer brennen schneller und heißer und sind gut zum Anheizen. Viele Händler bieten Mischungen an. Für den Dauerbetrieb im Winter sind Hartholzbriketts die bessere Wahl.

Die Formen

FormEigenschaftenEignung
Rechteckig (RUF-Form)kompakt, stapelbar, zerfallen beim Abbrand in ScheibenAllrounder, gut dosierbar
Rundgleichmäßiger AbbrandKamin- und Kachelöfen
Mit Loch (Pini-Kay-Form)sechs- oder achteckig, Loch in der Mitte für bessere Luftzufuhrlange, ruhige Flamme, Dauerbrand

Die rechteckigen Briketts lassen sich in kleinere Stücke brechen, was bei kleinen Brennräumen praktisch ist. Die Form mit Loch wirkt optisch wie ein Holzscheit und brennt dank des Luftkanals besonders gleichmäßig ab.

Heizwert und Feuchte

Holzbriketts haben eine Restfeuchte von meist unter 10 Prozent, lufttrockenes Scheitholz liegt bei 15 bis 20 Prozent. Daraus ergibt sich ein Heizwert von rund 5 kWh je Kilogramm, bei gut getrocknetem Scheitholz sind es etwa 4 kWh. Anders gerechnet: Ein Kilogramm Brikett ersetzt gut ein Kilogramm Scheitholz, bei deutlich weniger Volumen. Qualitätskriterien wie Feuchte, Aschegehalt und Festigkeit regelt die Norm DIN EN ISO 17225-3. Gute Briketts haben einen Aschegehalt von höchstens etwa einem Prozent.

Die Vorteile

  • Gleichmäßige Qualität. Keine nassen Scheite, keine Überraschungen.
  • Wenig Platzbedarf. Durch die hohe Dichte braucht ein Raummeter Briketts viel weniger Platz als die entsprechende Menge Scheitholz.
  • Sauberer Abbrand mit wenig Rauch und Asche, wenn richtig geheizt wird.
  • Kein Spalten, kein Trocknen. Die Briketts sind sofort verwendbar.
  • Sauberes Lagern. Keine Rinde, keine Insekten, kaum Staub.

Richtig heizen

  1. Mit Scheitholz oder Anzündern anfeuern. Briketts brauchen eine gute Grundglut, um sauber zu brennen.
  2. Sparsam auflegen. Ein bis zwei Briketts statt einer vollen Ladung. Sie quellen beim Abbrand auf und geben viel Wärme ab.
  3. Luftzufuhr nach Anleitung. Anfangs mehr Luft, dann reduzieren. Zu wenig Luft führt zu Rauch und Ruß.
  4. Mischen. Viele heizen mit einer Kombination aus Scheitholz für die Flamme und Briketts für die Grundglut.

Überladen Sie den Ofen nicht. Die Nennwärmeleistung und die maximale Aufgabemenge stehen in der Bedienungsanleitung; wer sie überschreitet, riskiert Schäden an Schamotte, Dichtungen und Scheibe.

Trocken lagern ist Pflicht

Hartholzbriketts ziehen Feuchtigkeit an. Werden sie nass, quellen sie auf und zerfallen zu Spänen. Lagern Sie sie deshalb trocken und frostfrei, am besten in der Originalverpackung im Keller, in der Garage oder einem überdachten Unterstand mit Schutz vor Schlagregen. Einen Tagesvorrat kann man im Kaminholzkorb neben dem Ofen bereithalten. Offene Paletten im Freien sind keine gute Idee, auch nicht unter einer Plane.

Was sie kosten

Die Preise schwanken mit dem Holzmarkt. Grundsätzlich gilt: Palettenware ist deutlich günstiger als Einzelpakete im Baumarkt. Viele Händler liefern bis vor die Tür. Rechnen Sie beim Vergleich mit Scheitholz immer in Kilowattstunden, nicht in Kilogramm oder Raummetern. Wie man Scheitholz vergleicht, steht unter Kaminholz kaufen.

Worauf beim Kauf achten

Achten Sie auf Herkunft und Zusammensetzung: reines, naturbelassenes Laubholz ohne Rinde, ohne Bindemittel und ohne lackierte oder beschichtete Reste. Gute Briketts sind hart, glatt und brechen nicht bei leichtem Druck. Bröselige oder rissige Ware hat meist zu viel Feuchte oder wurde schlecht gepresst. Ein Zertifikat nach DIN EN ISO 17225-3 oder ein Prüfsiegel gibt zusätzliche Sicherheit.

Häufige Fragen

Darf ich Holzbriketts in jedem Kaminofen verbrennen?

In den meisten ja. Maßgeblich ist die Bedienungsanleitung, in der die zulässigen Brennstoffe stehen. Braunkohlebriketts sind etwas anderes und nicht in jedem Ofen erlaubt.

Kann ich Briketts im Gartenofen verwenden?

Ja, wenn der Hersteller Holz zulässt. Sie sind im Gartenofen sogar angenehm, weil sie wenig Rauch machen.

Lohnen sich Briketts statt Scheitholz?

Wer wenig Lagerplatz hat oder keinen Zugang zu trockenem Holz, fährt damit gut. Wer Holz günstig bekommt und trocknen kann, heizt meist billiger mit Scheiten. Wie das geht, steht unter Brennholz lagern.

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