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Heimwerker-Berater

Von Hochbeeten und Gartenmöbeln – Tipps für den Sommer

Gartenvon Christoph5 Min. · 10 Abschnitte
Von Hochbeeten und Gartenmöbeln – Tipps für den Sommer
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum ein Hochbeet so viel bringt
  2. Die richtigen Maße
  3. Standort und Unterbau
  4. Befüllen in Schichten
  5. Was wann hineinkommt
  6. Welches Material für das Beet
  7. Gartenmöbel: das Material bestimmt die Pflege
  8. Polster und Winterlagerung
  9. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen

Zwei Dinge entscheiden, wie viel Freude ein Garten im Sommer macht: ob die Arbeit darin erträglich bleibt und ob man hinterher bequem sitzen kann. Für das Erste sorgt ein Hochbeet, für das Zweite Gartenmöbel, die zum Standort passen. Beides verzeiht wenig, wenn es beim Anlegen oder beim Kauf falsch läuft.

Warum ein Hochbeet so viel bringt

Arbeitshöhe. Gearbeitet wird im Stehen oder auf einem Hocker, nicht kniend. Für den Rücken ist das der größte Gewinn.

Wärme. Die Füllung aus zerfallendem Pflanzenmaterial erwärmt den Boden von unten. Gemüse startet im Frühjahr früher und wächst schneller.

Nährstoffe. Die ersten Jahre versorgt die Füllung die Pflanzen fast allein. Dünger brauchen Sie anfangs kaum.

Weniger Schnecken. Völlig schneckenfrei bleibt kein Hochbeet, aber die Wand ist ein Hindernis, und ein Kupferband oder eine Schneckenkante am Rand hält die meisten ab.

Die richtigen Maße

Die Arbeitshöhe liegt meist bei 80 bis 90 cm, bei großen Menschen etwas mehr. Entscheidend ist die Breite: Man erreicht von einer Seite etwa 60 bis 70 cm weit. Ein Beet, das von beiden Seiten zugänglich ist, darf deshalb höchstens 120 bis 130 cm breit sein; steht es an einer Wand, nur halb so breit.

Die Länge ist frei wählbar, doch ab etwa 2 m drückt die Füllung die Längsseiten nach außen. Längere Beete brauchen eine Querverstrebung in der Mitte.

Standort und Unterbau

Stellen Sie das Beet sonnig auf, bei Gemüse mit mindestens sechs Stunden Sonne am Tag. Die Nord-Süd-Ausrichtung der Längsseite sorgt dafür, dass beide Hälften gleichmäßig Licht bekommen.

Unter das Beet gehört ein engmaschiges Drahtgitter gegen Wühlmäuse, an den Wänden hochgezogen. Holzbeete kleiden Sie innen mit Noppenfolie aus, die Noppen zum Holz hin: So kann die Wand hinter der Folie abtrocknen, und das Holz fault deutlich langsamer. Den Boden selbst lassen Sie offen, damit Wasser abfließen und Regenwürmer einwandern können.

Befüllen in Schichten

Von unten nach oben, als Richtwert für ein Beet von 80 cm Höhe:

  1. Grobes Material, 20–30 cm. Äste, Zweige, Strauchschnitt. Sorgt für Drainage und Luft.
  2. Häckselgut und Laub, 10–15 cm. Gern mit unbedruckter Pappe dazwischen. Ein Gartenhäcksler macht aus dem Strauchschnitt passendes Material.
  3. Umgedrehte Grassoden oder grober Kompost, 10–15 cm.
  4. Reifer Kompost mit Mist, 10–15 cm. Hier startet die Nährstoffversorgung.
  5. Gute Pflanzerde, 15–20 cm. Die oberste Schicht, in die gesät und gepflanzt wird.

Wer einen eigenen Kompostierer hat, spart mit dieser Füllung erheblich Geld für gekaufte Erde. Rechnen Sie damit, dass die Füllung pro Jahr um 10 bis 20 cm absackt. Jedes Frühjahr wird oben mit Kompost und Erde aufgefüllt.

Hochbeet-Holz
Foto: markusspiske / Depositphotos.com

Was wann hineinkommt

Im ersten und zweiten Jahr ist die Füllung sehr nährstoffreich. Dann gehören Starkzehrer hinein: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohl, Kürbis, Kartoffeln. Salat und Spinat würden in dieser Zeit übermäßig Nitrat einlagern.

Ab dem dritten Jahr folgen Mittelzehrer wie Möhren, Rote Bete, Mangold und Kohlrabi, später Schwachzehrer wie Radieschen, Feldsalat, Zwiebeln und Kräuter. Nach fünf bis sechs Jahren ist die Füllung verbraucht; dann wird das Beet ausgeräumt und neu aufgebaut.

Zwischen die Hauptkulturen passen Kräuter und Blumen wie Tagetes oder Kapuzinerkresse. Sie nutzen den Platz und locken Bestäuber an. Weitere Details zur Bepflanzung finden Sie beim Hochbeet.

Welches Material für das Beet

MaterialHaltbarkeitAnmerkung
Fichte, Kiefer3–5 Jahregünstig, nur mit Noppenfolie sinnvoll
Lärche, Douglasie8–12 Jahreder gute Kompromiss für Holzbeete
Stein, GabionenJahrzehnteschwer, dauerhaft, speichert Wärme
Metall (verzinkt, Cortenstahl)Jahrzehnteheizt sich in der Sonne stark auf
Kunststoff, WPC10 Jahre und mehrleicht, pflegearm, nicht jedermanns Optik

Kesseldruckimprägniertes Holz ist für Gemüsebeete umstritten, weil die Schutzsalze in die Erde gelangen können. Wer es trotzdem verwendet, kleidet innen vollständig aus.

Hochbeet-Stein
Foto: oocoskun / Depositphotos.com

Gartenmöbel: das Material bestimmt die Pflege

Teak und andere Harthölzer vertragen Regen, vergrauen aber ohne Pflege silbrig. Das ist kein Schaden, nur eine Patina. Wer den Holzton behalten will, ölt ein- bis zweimal im Jahr. Mehr dazu bei den Teakholzmöbeln.

Akazie und Eukalyptus sind günstiger, arbeiten aber stärker und wollen regelmäßig geölt werden.

Aluminium rostet nicht und ist leicht – bei Wind manchmal zu leicht. Stahl ist schwer und stabil, braucht aber eine intakte Beschichtung.

Polyrattan ist wetterfest und pflegeleicht; Qualitätsunterschiede zeigen sich nach zwei, drei Sommern, wenn billiges Geflecht spröde wird und reißt.

Für die Kombination aus Geflecht und Polstern lohnt ein Blick auf Materialien und Pflege von Loungemöbeln.

Polster und Winterlagerung

Polster sind der empfindlichste Teil jeder Gartengarnitur. Sie gehören bei Regen und über Nacht unter Dach, am besten in eine wasserdichte Kissenbox. Feucht eingelagert, stocken sie innerhalb weniger Wochen.

Die Möbel selbst überwintern am besten trocken und luftig – im Schuppen oder unter einer atmungsaktiven Schutzhülle. Eine luftdichte Plastikplane ist die schlechteste Wahl: Darunter sammelt sich Kondenswasser, und Holz wie Metall leiden mehr als ohne Abdeckung.

Typische Fehler

  • Hochbeet zu breit gebaut. Die Mitte wird dann zur Zone, die nie jemand erreicht.
  • Nur Erde eingefüllt. Das funktioniert, verschenkt aber Wärme, Nährstoffe und Geld.
  • Nicht nachgefüllt. Nach zwei Jahren sitzt die Oberfläche tief im Kasten, und die Pflanzen stehen im Schatten der eigenen Wand.
  • Salat im ersten Jahr. Wächst prächtig, lagert aber viel Nitrat ein.
  • Möbel in Folie eingewickelt. Siehe oben – Schimmel statt Schutz.

Häufige Fragen

Wann legt man ein Hochbeet am besten an?

Im Herbst. Dann fällt reichlich Schnittgut an, und die Füllung kann sich bis zum Frühjahr setzen. Ein Anlegen im Frühjahr geht auch, dann sackt das Beet im ersten Sommer stärker.

Muss ein Hochbeet gegossen werden?

Ja, und zwar häufiger als ein Bodenbeet, weil es schneller austrocknet. Eine Tropfbewässerung spart hier viel Arbeit.

Wie lange halten Gartenmöbel aus Holz?

Hartholz wie Teak hält bei vernünftiger Lagerung Jahrzehnte, günstige Weichhölzer oft nur wenige Jahre. Entscheidend ist, dass das Holz nach Regen abtrocknen kann.

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Ein Leserkommentar

  1. Neeltje

    Den Vorteil mit der angenehmen Arbeitshöhe bei einem Hochbeet ist auch der Grund, warum meine Oma so viele davon angelegt hat. sie hat einen Freund in einer Zimmerei, der ihr sehr beim Bauen geholfen hat. Ich denke also, dass es für gewisse Fälle oder im Alter eine wirklich gute Lösung zur Beet Gestaltung ist.

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