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Den Rasen vertikutieren – Welche Art Vertikutierer für welche Fläche?

Als Vertikutieren bezeichnet man im Gartenbau das Anritzen der Grasnarbe des Bodens. Dieses Vertikutieren oder Anritzen der Grasnarbe verfolgt im Allgemeinen zwei unterschiedliche Zwecke. Einerseits sollen damit Mulch und altes Schnittgut von der Fläche entfernt werden, andererseits erfolgt eine gute Belüftung des dergestalt behandelten Bodens.

Entwickelt wurde das Verfahren bereits im Jahre 1955 durch den US-Amerikaner Thomas Mascaro. Vor dem Vertikutieren sollte man den Rasen am besten mähen, während im Anschluss eine Düngung zu empfehlen ist.

Der Vertikutierer schneidet entweder mit einem rotierenden Federstahlmesser oder aber mit einfachen Federn senkrecht in den zu behandelnden Boden hinein. Hinter dem Gerät wird das Vertikutiergut, welches im Allgemeinen aus Moos oder aus abgestorbenen Gräsern besteht, entweder einfach auf dem Boden abgelegt oder in einem Fangsack gesammelt.

Welcher Vertikutierer für welche Fläche?

Generell lässt sich feststellen, dass es bei den im Handel oder auch bereits schon online erhältlichen Rasenvertikutierern heute recht große Qualitätsunterschiede gibt.

Der Einsatz eines Vertikutierers hängt dabei ganz entscheidend von der jeweiligen Größe der zu bearbeitenden Fläche ab.

Unterschieden wird heute im Allgemeinen zwischen den beiden Arten

Hierbei gilt als Grundregel, dass sich der Handvertikutierer eher für kleine Rasenflächen, der moderne Elektrovertikutierer hingegen eher für große Flächen empfiehlt. Sollen die Messer jedoch besonders tief in den zu bearbeitenden Boden hinein gelangen, so ist der schwerere Benzinvertikutierer die beste Alternative

Der Handvertikutierer: ideal für kleine Rasenflächen

Rasen vertikutierenZum Betrieb eines Handvertikutierers werden heute weder Strom noch Benzin benötigt. Damit schon das Gerät nicht nur die Umwelt, sondern erweist sich außerdem auch noch als außerordentlich leise und ist damit einer guten nachbarschaftlichen Beziehung generell stets förderlich.

Da das Gerät praktisch geräuschlos arbeitet, ist es sogar möglich, den Handvertikutierer morgens, mittags oder auch spätabends im Garten einzusetzen.

Der Elektrovertikutierer: ideal für mittelgroße Flächen

Es wäre für den Gärtner viel zu anstrengend, mittelgroße Rasenflächen noch ausschließlich mit dem Handvertikutierer zu bearbeiten. Hier empfiehlt sich dann bereits der Einsatz eines modernen Elektrovertikutierers. Hier ist der Kraftaufwand dann bereits deutlich weniger groß als beim Handvertikutierer und es lassen sich vergleichsweise schnell mit dem modernen Gerät sichtbare Resultate auf der behandelten Rasenfläche erzielen. Die Geräuschentwicklung hält sich beim modernen Elektrovertikutierer in recht engen Grenzen, so dass die Geräte auch bedenkenlos in dicht bebauten Gebieten eingesetzt werden können.

Der Benzinvertikutierer: das Profigerät

Ein regelrechtes Profigerät stellt hingegen der leistungsstarke, schwere, aber zugleich auch recht laute Benzinvertikutierer dar. Er kommt nicht nur auf besonders großen Flächen zum Einsatz und dort, wo die Messer sehr tief in den Boden gelangen müssen. Seine besondere Domäne ist vor allem jedoch auch der gewerbliche Einsatz. Jedoch kommt der Benzinvertikutierer auch in vielen Schrebergärten oder im Kleingartenbereich erfolgreich zum Einsatz. Aufgrund der doch teilweise recht massiven Geräuschentwicklung ist die Verwendung des Benzinvertikutierers daher in bebauten Gebieten ausschließlich auf die regional erlaubten und entsprechend ausgewiesenen Tageszeiten begrenzt.

Die Preise beim Vertikutierer

Beim modernen Vertikutierer gibt es eine sehr breite Spreizung der Anschaffungspreise. Je nach Gerät und seiner technischen Ausstattung erstrecken sich die Einstandspreise beim modernen Vertikutierer von etwa 100 Euro bis zu 800 Euro.

Bei der Anschaffung eines Vertikutierers sollte jedoch nicht allein nur der Preis ausschlaggebend sein. Wesentlich sind daneben vor allem auch seine Funktionalität, seine gebotenen Sicherheitsstandards und schließlich auch das Leistungsportfolio des jeweiligen Gerätes.

Aus Gründen des Umweltschutzes und der Einhaltung der Vorgaben des Gesetzgebers empfiehlt es sich außerdem auch noch, möglichst ein solches Gerät zu bevorzugen, welches eine signifikant geringe Geräuschentwicklung aufweist.

Da sich teure und schwere Benzinvertikutierer überwiegend für den voll professionellen und gewerblichen Einsatz empfehlen, wird der Endverbraucher meist zum günstigeren Elektrovertikutierer oder gar auch zum Handvertikutierer greifen.


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Kommentare

Gerd Clever 18. August 2018 um 17:06

Hallo!
Wo könnte ich einen Aufsitz- oder Anhängervertikutierer mieten für einmaligen Einsatz für eine ca. 2.000 qm Fläche in Koblenz ?

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