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Schöner Garten zu jeder Jahreszeit – Tipps zur Gestaltung

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Schöner Garten zu jeder Jahreszeit – Tipps zur Gestaltung
Inhalt10 Abschnitte
  1. Planen mit dem Jahreskalender
  2. Frühling: im Herbst pflanzen
  3. Sommer: Schatten und Wasser
  4. Die Outdoorküche
  5. Herbst: Färber und Samenstände
  6. Winter: das Gerüst zeigt sich
  7. Licht verlängert den Tag
  8. Wärme für kühle Abende
  9. Ganzjährig nutzbare Orte
  10. Häufige Fragen

Die meisten Gärten sind für den Sommer geplant und stehen von November bis März kahl da. Das muss nicht sein. Ein Garten, der das ganze Jahr etwas zeigt, lebt von drei Dingen: Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen oder färben, einem Gerüst aus Immergrünen und Strukturen, und Plätzen, die auch bei kühlem Wetter nutzbar sind.

Planen mit dem Jahreskalender

Gehen Sie Ihren Garten gedanklich Monat für Monat durch und notieren Sie, was dann blüht, färbt oder Struktur gibt. Die Lücken zeigen sich schnell: Oft gibt es im Mai und Juni viel, im August wenig und im Winter gar nichts. Genau dort setzen Sie an. Vom Haus aus gesehen zählen die Blicke aus Küche und Wohnzimmer am meisten – im Winter sehen Sie den Garten fast nur durchs Fenster.

Frühling: im Herbst pflanzen

Wer im Frühjahr Blüten will, muss im Herbst Zwiebeln setzen. Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse beginnen oft schon im Februar, danach folgen Traubenhyazinthen, Narzissen und Tulpen. Zwiebeln kommen von September bis November in die Erde, etwa zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch sind. Unter Sträuchern und im Rasen verwildern Krokusse und Schneeglöckchen mit den Jahren von selbst.

Dazu kommen früh blühende Gehölze wie Forsythie, Zierkirsche, Felsenbirne und Magnolie. Für Wildbienen sind die frühen Blüten besonders wichtig, weil sonst noch wenig Nahrung da ist.

Sommer: Schatten und Wasser

Im Sommer entscheidet sich, ob man sich im Garten aufhält. Ein schattiger Sitzplatz ist dafür wichtiger als jedes Blumenbeet – ein Baum, eine Pergola mit Kletterpflanzen, ein Sonnensegel oder eine Markise. Wasser kühlt zusätzlich: ein kleiner Pool, ein Teich, eine Wasserschale oder ein Quellstein.

Bei den Pflanzen tragen Stauden den Sommer: Taglilien, Sonnenhut, Katzenminze, Salbei, Phlox, Storchschnabel. Wer sie so kombiniert, dass im Juli und August noch etwas Neues aufgeht, vermeidet das Hochsommer-Loch.

Outdoorküche
Outdoorküche | Foto: oocoskun / Depositphotos.com

Die Outdoorküche

Eine Außenküche macht die Terrasse zum Wohnraum. Sie reicht vom Grill mit Arbeitsfläche bis zur gemauerten Küche mit Spüle, Kühlschrank und Überdachung. Wer sie ganzjährig stehen lassen will, braucht frostfeste Materialien: Naturstein, Edelstahl, Beton, witterungsfestes Holz. Wasserleitungen müssen vor dem Winter entleert werden können, Stromanschlüsse gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Ein Dach schützt nicht nur vor Regen, sondern verlängert die Grillsaison um Monate.

Herbst: Färber und Samenstände

Der Herbst ist die Zeit der Blattfärbung. Felsenbirne, Amberbaum, Zierahorn, Pfaffenhütchen und wilder Wein leuchten rot und orange. Späte Blüher wie Astern, Fetthenne und Herbstanemonen verlängern die Saison bis in den Oktober, Ziergräser wie Chinaschilf und Lampenputzergras haben jetzt ihren großen Auftritt.

Schneiden Sie im Herbst nicht alles herunter. Samenstände von Stauden und Gräsern sehen mit Raureif schön aus, bieten Vögeln Futter und Insekten ein Winterquartier. Was sonst im Herbst ansteht, steht unter Gartenarbeit im Herbst.

Winter: das Gerüst zeigt sich

Wenn die Blätter fallen, zeigt sich, ob der Garten eine Struktur hat. Immergrüne wie Eibe, Stechpalme, Kirschlorbeer oder Kiefer, in Form geschnittene Hecken, eine Pergola, eine Mauer oder ein markanter Baum geben dem Winterbild Halt. Rinden wirken jetzt: rote Hartriegel, weiße Birken, die Zimtrinde des Zimt-Ahorns.

Auch im Winter blüht etwas: Christrose, Zaubernuss, Winterjasmin und Winterschneeball. Beeren von Feuerdorn, Ilex oder Zieräpfeln bringen Farbe und Vogelbesuch. Empfindliche Pflanzen brauchen jetzt Schutz, wie unter Winterschutz für Pflanzen beschrieben.

Licht verlängert den Tag

Im Herbst und Winter ist es um 17 Uhr dunkel. Eine gute Gartenbeleuchtung macht den Garten dann erst sichtbar: Strahler, die einen Baum von unten anleuchten, Wegleuchten, Lichterketten im Geäst. Wenige, gezielt gesetzte Lichtpunkte wirken besser als ein Flutlicht. Anregungen bietet der Beitrag zur Gartenbeleuchtung.

Wärme für kühle Abende

Eine Feuerschale, ein Feuerkorb oder ein Gartenofen machen den Garten auch im Oktober oder an einem klaren Winterabend nutzbar. Offenes Feuer ist in vielen Gemeinden erlaubt, solange es klein ist, trockenes unbehandeltes Holz brennt und die Nachbarn nicht durch Rauch belästigt werden. Die genauen Regeln stehen in der örtlichen Verordnung. Heizstrahler sind die Alternative ohne Rauch; elektrische Infrarotstrahler wärmen gezielt, verbrauchen aber viel Strom.

Ganzjährig nutzbare Orte

Ein Gartenhaus lässt sich zum Büro, zur Werkstatt oder zum Fitnessraum ausbauen, wenn es gedämmt ist und Strom hat. Wie man eines plant, steht unter Gartenhaus bauen. Schon eine überdachte Ecke mit Bank, windgeschützt an der Hauswand, wird im Frühjahr und Herbst deutlich öfter genutzt als die offene Terrasse.

Häufige Fragen

Welche Pflanzen sehen das ganze Jahr gut aus?

Immergrüne Gehölze, Gräser, die man über den Winter stehen lässt, und Gehölze mit mehreren Auftritten, etwa die Felsenbirne mit Frühjahrsblüte, Früchten und roter Herbstfärbung.

Was kostet eine Neugestaltung?

Das hängt stark vom Umfang ab. Eine Übersicht bietet der Beitrag Garten neu gestalten: Kosten.

Wann pflanzt man am besten?

Gehölze und Stauden im Herbst oder zeitigen Frühjahr, Zwiebeln im Herbst. Im Herbst gepflanzte Gehölze wurzeln über den Winter ein und kommen besser durch den ersten Sommer.

Wie bekomme ich mehr Struktur in einen kleinen Garten?

Mit wenigen, gezielt gesetzten Elementen: einem Baum als Mittelpunkt, einer niedrigen geschnittenen Hecke als Rahmen und einem Weg, der eine Richtung vorgibt. Weitere Ideen stehen unter Garten als Wohlfühloase.

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