Der CS Perlschlauch im Test

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Ein Perlschlauch gibt Wasser nicht über Löcher ab, sondern über seine gesamte poröse Wand – das Wasser „schwitzt“ in kleinen Perlen heraus und sickert direkt zu den Wurzeln. Der CS Perlschlauch Premium ist ein solcher Schlauch aus deutscher Herstellung. Hier stehen seine Daten, seine Stärken und Grenzen und der Aufbau einer Anlage für ein größeres Grundstück.
Die Daten des CS Perlschlauchs
| Durchmesser | 1/2 Zoll |
| Wandstärke | 2,5 mm |
| Betriebsdruck | 0,4 bis 1,5 bar, optimal 0,6 bis 0,7 bar |
| Wasserabgabe | 6 ± 2 Liter je Meter und Stunde |
| Stranglänge | höchstens 50 m je Bewässerungsstrang empfohlen |
| Material | aus Sekundärrohstoffen, hergestellt in Deutschland |
| Rollenlänge | unter anderem 100 m |
Die wichtigste Zahl ist der Betriebsdruck. Mit 0,6 bis 0,7 bar arbeitet der Schlauch am besten – das ist nur ein Bruchteil dessen, was aus dem Wasserhahn oder einer Gartenpumpe kommt. Ohne Druckminderer oder stark gedrosselten Zulauf spritzt das Wasser an manchen Stellen heraus, statt zu perlen, und der Schlauch wird unnötig belastet.
Was ein Perlschlauch kann
Weil das Wasser direkt am Boden austritt, verdunstet kaum etwas und nichts landet auf Blättern oder Wegen. Die Pflanzen bleiben trocken, was Pilzkrankheiten vorbeugt – bei Tomaten, Rosen und Hecken ein echter Vorteil. Verglichen mit einem Rasensprenger braucht eine Perlschlauchanlage für dieselbe Pflanzung erheblich weniger Wasser.
Der Unterschied zum Tropfschlauch: Dort tritt das Wasser an festen Tropfstellen aus, beim Perlschlauch entlang der ganzen Länge. Für durchgehende Reihen wie Hecken und Gemüsebeete ist das ideal. Allgemeines zur Bauart steht beim Perlschlauch.
Wie viel Wasser er liefert
Die Rechnung ist einfach: 6 Liter je Meter und Stunde mal Schlauchlänge. Ein Strang von 50 m gibt also etwa 300 Liter pro Stunde ab, drei solche Stränge knapp 1000 Liter.
Diese Menge muss die Wasserquelle liefern können, allerdings bei sehr niedrigem Druck. Eine Gartenpumpe schafft das mühelos, sie muss nur gedrosselt werden. Am Hauswasseranschluss genügt ein nur leicht geöffneter Hahn, besser ein Druckminderer.
Beispiel: eine Anlage für ein großes Grundstück
Für ein Grundstück mit Hecken, Beeten und Einzelpflanzen, versorgt aus einer Gartenpumpe, sieht eine typische Materialliste so aus:
- 3 Rollen CS Perlschlauch Premium zu je 100 m
- 1 Filtergehäuse
- Erdanker zum Befestigen
- 2 Vierfach-Verteiler und 1 Doppel-Verteiler
- Schlauchverbinder und Endstopfen
- 1 Zulaufschlauch von der Pumpe zum Filter
- 1 Gartenschlauch von 20 m vom Filter zu den Verteilern

Schritt für Schritt verlegen
- Skizze zeichnen. Grundstück, Beete, Hecken und Wasserquelle einzeichnen und die Stränge so planen, dass keiner länger als 50 m wird.
- Verteiler mittig setzen. Liegen die Verteiler in der Mitte, können die Stränge in beide Richtungen laufen und bleiben kürzer.
- Filter einbauen. Bei Pumpen- oder Brunnenwasser ist ein Filter Pflicht. Befestigen Sie das Gehäuse an einem Pfosten, damit es stabil steht und nicht im Dreck liegt.
- Schlauch abrollen. Am besten zu zweit, Stück für Stück, damit er nicht verdreht.
- Zuschneiden, anschließen, verschließen. Stränge nach Skizze zuschneiden, an die Verteiler anschließen, Enden mit Endstopfen dicht machen.
- Mit Erdankern fixieren, entlang der Pflanzen.
Erst oben, dann eingraben
Perlschläuche lassen sich unterirdisch verlegen oder unter Mulch verstecken. Lassen Sie die Anlage aber zunächst einige Tage oberirdisch laufen. So sehen Sie, ob irgendwo eine Verbindung undicht ist, ob der Druck passt und ob alle Pflanzen erreicht werden. Erst danach wird eingegraben oder mit Rindenmulch abgedeckt. Eingegraben ist der Schlauch zudem vor Sonne geschützt.
Eine rechenförmige Anordnung mit geraden, parallelen Strängen verteilt das Wasser am gleichmäßigsten. Wer Bögen um Pflanzen legt, sollte darauf achten, dass die Stränge dadurch nicht zu lang werden.
Wasserqualität: die Schwachstelle
Die Poren des Schlauchs sind fein. Eisenhaltiges Brunnenwasser setzt sie innerhalb kurzer Zeit zu, und auch der beste Filter hält gelöstes Eisen nicht zurück. Wer Brunnenwasser mit rotbraunen Ablagerungen hat, sollte das Wasser vorher prüfen oder eine andere Bewässerungsart wählen. Kalkhaltiges Leitungswasser ist weniger kritisch, lässt die Poren über Jahre aber ebenfalls zusetzen.
Regenwasser aus der Zisterne ist ideal, braucht aber einen Filter gegen Schwebstoffe. Mehr dazu unter Wasserfilter für Regenwasser.
Automatisieren
Ein Bewässerungscomputer am Hahn übernimmt das Auf- und Zudrehen. Bei Perlschläuchen bewährt sich eher eine längere Laufzeit am frühen Morgen als mehrere kurze Gänge, damit das Wasser tief in den Boden zieht. Wie lange, hängt von Boden und Wetter ab – ein Spatenstich zeigt, ob die Feuchtigkeit bei den Wurzeln ankommt.
Häufige Fragen
Warum kommt am Ende kaum Wasser an?
Der Strang ist zu lang oder der Druck zu niedrig. Stränge teilen und über einen Verteiler anschließen, nicht einfach den Druck erhöhen.
Muss der Schlauch im Winter raus?
Oberirdisch verlegte Schläuche sollten Sie vor dem Frost entleeren, Filter, Verteiler und Anschlüsse frostfrei lagern. Eingegrabene Stränge bleiben liegen, müssen aber leer sein.
Wofür eignet sich der Perlschlauch nicht?
Für Rasen. Er bewässert nur einen Streifen von wenigen Zentimetern bis einigen Dezimetern Breite. Für Flächen ist ein Regner besser, zum Beispiel der Gardena Schlauchregner.



