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Baumwurzel entfernen – Wir zeigen verschiedene Methoden!

Baumwurzel entfernen: Ab und an kommt es vor, dass sich Menschen von einem Baum aus ihrem Garten trennen müssen. Die Gründe dafür können unterschiedliche sein. Fakt ist, dass der Baum schnell abgesägt ist, der Stumpf, welcher hinterher im Boden steckt, jedoch schnell zur gefährlichen Stolperfalle wird und aus diesem Grund aus dem Boden entfernt werden muss.

Wer den Stumpf im Boden stehen lässt und darauf wartet, dass dieser von alleine verrottet, macht damit zwar im Grunde genommen nichts falsch, muss sich aber auf eine längere Wartezeit einstellen. Denn, bis der Stumpf vollkommen verrottet, kann ein Zeitraum von zwischen 8 bis 10 Jahren notwendig sein.

Oft suchen die Gartenbesitzer im Internet nach Hilfe, um den Stumpf erfolgreich aus dem Boden zu entfernen und treffen in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichsten Ratschläge. Nicht selten raten selbsternannte „Experten“ zu:

  • Benzin
  • Petroleum
  • Brennpaste

mit dem der Baumstamm erst gefüllt und anschließend angezündet werden soll. Diese Ratschläge sollte man jedoch gekonnt ignorieren und beiseite legen. Denn, diese „Tipps“:

  • funktionieren nicht.
  • sind mitunter gefährlich.

Verbrennt der Stamm, bildet sich auf diesem eine Holzkohleschicht, welche den Stumpf schützt. Man schießt ich mit der Verbrennung des Baumstumpfes somit nur selbst ins Bein, da die schützende Schicht den Verrottungsprozess nur unnötig in die Länge zieht und noch weiter verzögert.

Baumwurzel entfernen... los geht´s! | Foto: photography33 / Depositphotos.com

Baumwurzel entfernen… los geht´s! | Foto: photography33 / Depositphotos.com

Muss die Baumwurzel überhaupt entfernt werden?

Wenn der Baum gefällt ist und die richtig anstrengende Arbeit ansteht, stellen sich viele Gartenbesitzer die Frage, ob es überhaupt notwendig ist, die Baumwurzel aus dem Boden zu entfernen. Vielleicht haben sie auch von den Förstern im Wald gehört, welche die Baumstümpfe sich selbst überlassen und nicht weiter in die Natur eingreifen. Im Garten gelten allerdings andere Bedingungen, welche dafür sprechen, die Baumwurzel aus dem Boden zu entfernen.

Wurde der Baum aus Platzgründen entfernt und war er nicht krank, haben die Besitzer in der Regel kein Interesse daran, einen neuen Baum an der Stelle wiederzufinden. Allerdings sterben vor allem Laubbäume nicht unbedingt und zwangsläufig ab, wenn sie von dem Stumpf entfernt werden. Es kann durchaus passieren, dass der Baum neu ausschlägt. Außerdem wachsen auch die Wurzeln des Baumes immer weiter. Diese können unter anderem die Versorgungsleitungen und die Entwässerungsleitungen, sowie alt Mauerwerke mit Mörtel weiterhin gefährden. Ganz zu schweigen von den Pflastersteinen, welche die starken Wurzeln ohne Probleme anheben können.

Die Baumwurzel nimmt weiterhin Platz in Anspruch. Zwar besteht nun kein Hindernis mehr bezüglich des Sichtfeldes, doch effektiv wird der Platz weiterhin von dem Baum, bzw. dessen Stumpf in Anspruch genommen. Das ist vor allem bei flach wurzelnden Sorten der Fall. Eine Baumart, welche für diese bekannt ist, ist die Fichte. Das Wurzelwerk dieser Baumart beginnt unmittelbar unter der Erdoberfläche. Um ein neues Beet oder auch Rasen an der Stelle anlegen zu können, muss somit gewartet werden, bis die Wurzeln vollständig verrottet sind. Und das nimmt, wie schon gesagt, viel Zeit in Anspruch.

Die Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen

Wer sich schließlich für die Entfernung des Baumstumpfes entscheidet, muss sich für diese Zwecke immer die geltenden Sicherheitsmaßnahmen vor Augen führen und ins Gedächtnis rufen. Dabei ist es erst einmal vollkommen unerheblich, ob für die Entfernung:

  • ein Spaten
  • ein Minibagger

zum Einsatz kommt. Der Standort muss für die Entfernung des Stumpfes vorbereitet werden, wozu auch die Tatsache gehört, dass für das Einhalten der Sicherheitsmaßnahmen gesorgt wird.

Zu den Vorbereitungsarbeiten kann es unter anderem erforderlich sein:

  • Pflanzen umzusetzen
  • die Arbeitsfläche abzudecken.

Um für ausreichend Sicherheit während der Arbeit zu sorgen, müssen zudem weitere Sicherheitsmaßnahmen erfüllt werden:

  1. Die Arbeit darf nur mit ausreichender Schutzbekleidung erfüllen. Diese setzt sich aus Schutzbrille, Handschuhen bzw. Montagehandschuhen und Sicherheitsschuhen zusammen.
  2. Um sicherer und effektiver zu arbeiten, sollte die Entfernung nicht alleine, sondern nur mit Hilfe weiterer Hände erfolgen.
  3. Eine (Spalt-)Axt und auch eine Säge sollten immer bereitliegen, um im Notfall auf diese zurückgreifen zu können.
  4. Böller und Sprengstoff haben bei der Entfernung eines Baumstumpfes absolut nichts verloren. Wer auf diese Mittel zurückgreift, geht ein äußerst riskantes und gefährliches Risiko bezüglich der eigenen Gesundheit und der Gesundheit der anderen Anwesenden ein. Von dem Zustand des Gartens, welcher unter einer derartigen Aktion leiden kann, ganz zu schweigen.
  5. Kommen schwere Gerätschaften zum Einsatz, zu welchen unter anderem Motorsägen oder auch Wurzelstockfräsen gehören, ist es wichtig, die Ruhezeiten zu beachten, welche laut Gesetz geregelt sind. Vor allem über das Wochenende oder die Mittagszeit hinweg sollte diese auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.

Ein Tipp: Wollen Sie direkt an dem Ort, an welchem Sie die Baumwurzel entfernen ein Nutz-, oder auch ein Zierbeet anlegen, dann sollte dem Erdaushub direkt Kompost mit beigemischt werden.

Kraft sparen beim Ausgraben des Baumstumpfes

Viele stellen sich das Ausgraben des Baumstumpfes als sehr anstrengend vor. Mit dieser Annahme liegen Sie im Grunde genommen nicht falsch, doch es gibt durchaus Möglichkeiten, um den Baumstumpf so kraftsparend wie möglich auszugraben.

Unter den Baumarten befinden sich unter anderem die Fichte, der Lebensbaum und die Scheinzypresse, welche sich allesamt durch die Tatsache auszeichnen, über ein schwaches und flaches Wurzelwerk zu verfügen. Oftmals überragt der Stammdurchmesser die 30 cm nicht, was dazu führt, dass die Wurzel auch einfach und unkompliziert von Hand ausgegraben werden kann.

Ob das klappt ist natürlich auch eine Frage der körperlichen Fitness, aber auch die richtige Technik spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Diese besteht darin, bereits bei dem Fällen des Baumes ein Stück stehen zu lassen, welches eine Länge von mindestens 1,50 cm hat.

Der zweite Schritt besteht dann darin, das Wurzelwerk ringsherum mit einem scharfen Spaten freizugraben. Treffen Sie dabei auf dünne Wurzeln, werden Sie diese direkt mit dem Spaten durchtrennen. Sollte das nicht möglich sein, kommt für diese Zwecke später eine Axt zum Einsatz. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aus jeder Wurzel ein Stück herauszuholen, welches ungefähr spartenbreit ist. Das hat den Vorteil, dass das Graben nicht behindert wird und uneingeschränkt weitergehen kann.

Das Baumwurzel Entfernen mit der Hand ist ziemlich anstrengend... | Foto: axentevlad / Depositphotos.com

Das Baumwurzel Entfernen mit der Hand ist ziemlich anstrengend… | Foto: axentevlad / Depositphotos.com

Das Ausgraben mit der Wurzelstockfräse

Es gibt auch die Möglichkeit die Baumwurzel mit der Wurzelstockfräse zu entfernen. Das bringt den Vorteil mit sich, dass Sie den Stumpf innerhalb kurzer Zeit abtragen können. Damit sparen Sie nicht nur Kraft, Aufwand und Zeit, sondern auch die Entsorgung großer Wurzelstücke oder Stümpfe. Dadurch, dass das Gerät keine Stücke, sondern ausschließlich feine Holzspäne zurücklässt, haben Sie bezüglich der Entsorgung ein leichtes Spiel. Um den Baumstumpf mit einem solchen Gerät abtragen zu können, sollten jedoch einige wichtige Regeln beachtet werden. Diese lauten:

Erster Schritt

  • Die Baumwurzel muss erst mit einem Spaten freigelegt werden, wie es auch bei der manuellen Ausgrabung erforderlich ist.
  • Wichtig ist es dabei so tief, wie möglich zu gehen. Denn, je tiefer der Graben ist, umso mehr der Wurzel kann später mit dem Gerät abgegraben werden.
  • Eine Schaufel kann möglicherweise unterstützen, wenn der Stumpf besonders groß sein sollte.

Zweiter Schritt

Nun ist es an der Zeit alle Steine zu entfernen, welche sich direkt an dem Baumstumpf oder in der unmittelbaren Nähe befinden. Gelangen diese während des Abtragens des Baumstumpfes durch das Gerät in dieses, können diese das Blatt der Fräse beschädigen und das Gerät somit unbrauchbar machen.

Dritter Schritt

  • Der dritte Schritt besteht darin, die Baumwurzel nach und nach abzutragen.
  • Wie viel Zeit dieser Vorgang in Anspruch nimmt hängt immer stark von der Größe des Baumstumpfes ab.

Vierter Schritt

  • Wenn der Baumstumpf vollkommen entfert ist und nun keine Stolperfalle mehr darstellt, haben Sie jedoch ein neues Hindernis. Dieses besteht in dem entstandenen Graben. Damit nun dieser nicht auch zur Gefahrenquelle wird, sollte dieser zugeschüttet werden.
  • Die Holzspäne müssen fachgerecht entsorgt werden.

Tipp: Um die Wurzel des gefällten Baumes abtragen zu können, müssen Sie sich nicht extra ein passendes Gerät kaufen. Sie können sich die Wurzelfräsen in vielen Baumärkten über mehrere Stunden hinweg mieten und nach Gebrauch einfach wieder zurückbringen. Der Vorteil besteht zudem darin, dass Sie sich von dem Fachpersonal im Baumarkt umfangreich in die Nutzung und Anwendung des Gerätes einweisen lassen können.

Das Ausgraben mit Seilzug

Eine weitere Möglichkeit den Baumstumpf aus dem Boden des Gartens zu entfernen besteht in dem Seilzug. Auch bei diesem ist eine gewisse Vorarbeit mit Spaten und Axt notwendig. Denn auch in diesem Fall muss die Baumwurzel erst so weit wie möglich mit diesen beiden Geräten ausgegraben werden. Wenn es möglich ist, sollte der Stumpf in diesem Zusammenhang bereits etwas gelockert werden.

  • Auch in diesem Fall sollten dickere und robustere Wurzeln dabei direkt mit der Axt durchtrennt werden.
  • Ist der Graben fertig muss der Seilzug an dem Baumstumpf angebracht werden. Für diese Zwecke befestigen Sie einfach einen Spanngurt in der Nähe des Baumstumpfes. Der Gegenstand oder der Baum muss dabei wirklich feststehen und robust sein. Andernfalls kann er dem entstehenden Widerstand nicht Stand halten.
  • Der zweite Spanngurt wird dann an der Baumwurzel direkt befestigt. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass er fest und sicher an dieser angebracht ist und nicht abrutschen kann.
  • Jetzt wird der Seilzug ausgefahren. Wie das funktioniert erklärt die Anleitung, welche mit dem Gerät mitgeliefert wird, detailliert.
  • Die Spanngurte werden nun so weit gezogen, dass Sie diese mit dem Seilzug verbinden und somit anwenden können. Die Spanngurte werden in diesem Zusammenhang in die Karabinerhaken eingelegt, welche sich in dem Seilzug befinden. Anschließend werden sie gesichert und es kann losgehen.
  • Das eigentliche Ausgraben startet west jetzt, indem der Hebel die Spannung laufend verstärkt, bist sich die Baumwurzel immer mehr lockert und sich schließlich aus dem Boden heben lässt. Bei besonders robusten und hartnäckigen Wurzeln können Sie auch einfach und unkompliziert mit einer Axt nachhelfen und die Wurzeln mit dieser durchtrennen.

Das Ziel liegt darin, so viel Spannung wie möglich aufzubauen. Je höher die Spannung ist, umso schneller wird sich die Baumwurzel aus dem Boden lösen.

Das Entfernen des Baumstumpfes mit Chemie

Es gibt auch die Möglichkeit die ganze Sache mit Chemie anzugehen. Um genau zu sein, handelt es sich bei der angewandten Chemie um das Kaliumnitrat. Dieses erscheint als Granulat und wird als dieses in das Holz gestreut. Als Zersetzungsbeschleuniger soll dieses chemische Element dazu in der Lage sein, den Baumstumpf bei der Verrottung zu beschleunigen. Statt zwischen 8 bis 10 Jahre warten zu müssen verkürzt sich die Wartedauer in diesem Fall auf zwischen 3 und 12 Monate – die genaue Zeitspanne ist immer von der Art und der Größe des Baumes abhängig. Somit profitieren Sie von einer großen Zeitersparnis und müssen nicht warten, bis die Natur ihren Lauf nimmt.

Allerdings sollte vor der Anwendung derartiger Produkte immer im Hinterkopf behalten, dass sich diese Produkte nicht sonderlich positiv weder auf den Menschen noch auf die Umwelt auswirken. Vor allem, wenn Kinder und Tiere mit im Haushalt leben, sollte über eine Alternative nachgedacht werden. Kommt diese nicht in Frage, sollte zumindest darauf Wert gelegt werden, dass sich Kinder und Tiere von dem Baumstumpf fernhalten. Bereits das Einatmen des chemischen Stoffes kann gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Das Granulat wird auf folgende Art und Weise angewandt:

  1. Es werden mehrere Löcher in den Baumstumpf gebohrt.
  2. Das Pulver wird dann in die Löcher gefüllt und in diesen verteilt.
  3. Nun heißt es warten und den Baumstumpf beobachten. – Fängt das Holz an, weich zu werden, kann dieses einfach zerhackt und entsorgt werden.
  4. Sollte Bedarf bestehen, kann der Vorgang auch wiederholt werden.

Die Entfernung mit Dünger oder Kompost

Wie schon gesagt, ist es beispielsweise in einem Wald üblich, den Baumstumpf gefällter Bäume einfach stehen und die Natur ihren Lauf gehen zu lassen. In diesem Fall sorgen die Bakterien und die Pilze für die Verrottung des Baumstamms. Da dieser Prozess allerdings bis zu 10 Jahre dauern kann, können Sie den Zersetzungsprozess auch in Ihrem Garten mit bestimmten Mitteln beschleunigen. Eines dieser Mittel ist Dünger.

Ähnlich, wie es bei dem chemischen Stoff erforderlich ist, müssen Sie auch für die Methode mit dem Dünger Löcher in den Baumstumpf bohren und können diesen dann mit den entsprechenden Substanzen füllen.

Für diese Zwecke eignen sich unterschiedliche Substanzen:

Kompost Die Mikroorganismen, welche in dem Kompost enthalten sind, besiedeln das Holz
Kalkstickstoff Der Kalkstickstoff sollte nach dem Kompost seine Anwendung finden. Denn in diesem sind die wichtigen Nährstoffe enthalten, welche die Mikroorganismen brauchen, um ihrer Funktion effektiv nachgehen zu können.
Hefe Durch die Produktion von Wärme beschleunigt die Hefe die Zersetzung zusätzlich.

Die Entfernung mit Salz

Stellen Sie bei dem Stumpf fest, dass dieser noch lebt und dazu in der Lage ist neue Triebe zu produzieren, können Sie mit Salz vorgehen. Denn mit diesem können Sie die neuen Triebe abtöten, ohne dass diese immer weiter wachsen und Sie letztendlich einen neuen Baum in dem Garten stehen haben. Doch, selbst wenn die Triebe von dem Salz abgetötet wurden, ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Verrottung selbst nur sehr langsam vonstatten geht und der Baumstumpf kaum von alleine verschwindet.

  • Deshalb empfiehlt sich eine Kombination aus dem Abtöten durch das Salz und die Beschleunigung der Verrottung durch andere Substanzen.
  • Der Baumstamm wird mit Bittersalz oder Steinsalz durchsetzt. Bei dem Kauf des Salzes sollte darauf geachtet werden, dass dieses über keine zusätzlichen Inhaltsstoffe verfügt. Diese könnten die Umwelt schädigen.
  • Um den Baumstumpf mit dem Salz durchsetzen zu können, müssen kleine Löcher in diesen gebohrt werden. Nur so gelangt das Salz tief bis in das Innere des Baumstamms hinein. Am besten beträgt die Tiefe der Löcher zwischen 20 und 30 cm. Was den Abstand zwischen den einzelnen Löchern angeht, so sollte dieser bei circa 2,5 cm liegen. Eine klare Regel bezüglich der richtigen Tiefe gibt es allerdings nicht. Je tiefer Sie die Löcher bohren können, umso tiefer kann das Salz an der Wurzel des Baumstumpfes wirken.
  • Es muss nicht unbedingt ein Loch sein, welches mit einer Bohrmaschine gebohrt wurde. Wer keine Bohrmaschine besitzt, muss sich für diese Zwecke nicht extra eine kaufen. Es reicht vollkommen aus mit der Axt in den Baumstamm zu schlagen oder die Spalten mit einer Motorsäge zu sägen.

Auch bei den Baumstümpfen, welche über verzweigte Wurzeln an der Oberfläche verfügen, sollte diese Vorgehensweise Anwendung finden. Es müssen Löcher gebohrt und anschließend mit Salz gefüllt werden.

Für das Befüllen der Löcher mit dem Salz ist es wichtig, dass diese nicht vollkommen mit dem Salz ausgestopft werden. Es muss, wie man so schön sagt, noch Luft nach oben sein. Nur so können die Löcher auch wieder mit etwas Wachs verschlossen werden. Es reicht dafür eine einfache Kerze ein, deren Wachs über die mit Salz befüllten Löcher getropft wird.

Um den Vorgang abzuschließen, sollte der Baumstumpf nicht offenstehen gelassen, sondern mit einer lichtundurchlässigen, schwarzen Plane abgedeckt werden. Diese Tatsache trägt ebenfalls dazu bei, den Vorgang der Zersetzung zu beschleunigen.

Das Entfernen mit Feuer – das Abbrennen des Baumstumpfes

Ein Tipp, welcher immer wieder in den Foren im Internet zu lesen ist, ist jener, den Baumstamm einfach anzuzünden und somit abbrennen zu lassen. Das mag sich in der Theorie recht einfach und zudem plausibel anhören, ist in der Praxis jedoch alles andere als ratsam. Denn so einfach, wie es sich auf den ersten Blick anhört, ist die Ausbrennerei des Baumstumpfes dann doch nicht. Denn in diesem Fall:

  • entsteht Rauch.
  • ist das brennbare Material, mit welchem der Baum in Flammen gesetzt wird, nicht ganz ungefährlich.

Laien begehen dabei oft einen großen Fehler und greifen zu falschen und gefährlichen Brandbeschleunigern, wie zum Beispiel Petroleum zurück. Zwar bringt dieser Brandbeschleuniger den Vorteil mit sich schnell und effektiv zu brennen, zu derselben Zeit setzt er aber nicht nur den Baumstumpf in Flammen, sondern verseucht auch den gesamten Boden, welcher sich in der unmittelbaren Nähe des Baumstumpfes befindet.

Mit welchen Kosten geht die Entfernung eines Baumstumpfes einher?

Viele Menschen wollen Geld sparen und nehmen sich der Sache des Entfernens des Baumstumpfes somit selbst an. Das ist jedoch nicht immer die beste Idee. Vor allem, wenn Sie sich weder mit Stubbenfräsen noch mit Minibaggern auskennen und auch Geräte, wie eine Axt oder eine Säge nicht sicher bedienen können, sollten Sie von der Anwendung absehen und lieber einen kompetenten Fachmann mit der Aufgabe beauftragen.

In diesem Zusammenhang kommt die Frage nach den entstehenden Kosten auf.

  • Eine pauschale Aussage kann in diesem Zusammenhang nicht getroffen werden, da jeder Anbieter andere Preise nimmt, doch im Durchschnitt kann gesagt werden, dass Fachbetrieben in der Regel zwischen 90 und 110 Euro die Stunde nehmen.
  • Wie teuer die Entfernung des Baumstumpfes durch den Fachmann ist, hängt somit nicht nur von dem individuellen Fachbetrieb, sondern auch von der Größe und der Robustheit des Baumstumpfes ab.

Nicht alle Betriebe rechnen den Preis per Stunde ab. Einige Unternehmen berechnen den Aufwand auch nach den Maßen. Dabei berechnen einige Betrieben die Kosten pro Zentimeter, während sich andere auf den Umfang des Baumstammes berufen und die Kosten basierend auf diesem bestimmen. Im Durchschnitt nehmen die Fachkräfte zwischen einem bis zwei Euro pro Zentimeter.

Es kann in einigen Fällen auch dazu kommen, dass Kunden nicht nur den Arbeitsaufwand bezahlen, sondern auch für die Kosten der Anfahrt aufkommen müssen, welche sich in der Höhe von 100 Euro bewegen.

Sind Kupfernägel dazu in der Lage, Bäume zu töten?

Unter den Menschen hält sich weiterhin das hartnäckige Gerücht, dass man es sich ganz einfach machen und einfach einen Kupfernagel in den Baumstamm schlagen soll. Dieser soll dann für das Abtöten des Baumstamms sorgen.

Zwar verletzt der Kupfernagel den Baumstumpf – dies aber nur oberflächlich. In der Regel ist der Nagel nicht groß und lang genug, als dass er den Baum in seinem Inneren beschädigen und verletzen könnte. Dasselbe gilt für die Kupfermenge, welche der Nagel absondert und an das Innere des Baumstumpfes überträgt. Zwar mag Kupfer durchaus schädlich sein, doch die Mengen des Kupfernagels sind beim besten Willen zu gering, als dass sie irgendeinen Effekt auf den Baumstamm hätten. Dabei ist es auch vollkommen unerheblich, ob es sich bei dem Baum um einen Nadelbaum, um einen Laubbaum oder um eine Buche handelt.

Quellen:

  • https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Baumstumpf-entfernen-Drei-Methoden,baumstumpf106.html
  • https://www.hagebau.de/beratung-baumwurzeln-entfernen/
  • https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/ziergaerten/baumstumpf-entfernen-2956
  • https://www.gartenjournal.net/baumstumpf-entfernen
  • https://www.plantopedia.de/baumwurzel-entfernen/
  • https://www.my-hammer.de/preisradar/was-kostet-baumstumpf-entfernen/
  • https://baumstumpf-entfernen.com/baumwurzel-abtoeten/salz/
  • https://www.gartenlexikon.de/baumwurzel-entfernen/#gefaehrliche_massnahmen
  • https://baumstumpf-entfernen.com/ausbrennen/
  • https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/ziergaerten/kann-ein-kupfernagel-einen-baum-toeten-38181
  • https://www.gartenjournal.net/baumwurzel-entfernen-mit-seilzug

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