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Heimwerker-Berater

Baumwurzel entfernen - Wir zeigen verschiedene Methoden!

Gartenvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Baumwurzel entfernen - Wir zeigen verschiedene Methoden!
Inhalt11 Abschnitte
  1. Muss der Stumpf überhaupt raus?
  2. Welche Methode bei welchem Durchmesser
  3. Ausgraben von Hand
  4. Mit dem Seilzug
  5. Mit der Stubbenfräse
  6. Verrotten beschleunigen
  7. Salz, Chemie und Feuer
  8. Kupfernägel
  9. Ausschläge stoppen
  10. Was es kostet
  11. Häufige Fragen

Nach dem Fällen bleibt ein Stumpf, und darunter ein Wurzelstock, der je nach Baumart bis weit in den Garten reicht. Es gibt ein halbes Dutzend Wege, ihn loszuwerden, vom Spaten bis zur Fräse. Welcher passt, hängt vor allem vom Stammdurchmesser ab – und davon, wie schnell die Fläche wieder nutzbar sein muss.

Muss der Stumpf überhaupt raus?

Nicht immer. Ein Stumpf am Rand des Gartens verrottet in acht bis zehn Jahren von allein und ist bis dahin ein Lebensraum für Käfer, Pilze und Wildbienen. Man kann ihn als Sockel für einen Pflanzkübel oder als Hocker nutzen. Raus muss er, wenn an der Stelle gebaut, gepflastert oder ein neuer Baum gepflanzt werden soll, wenn er beim Mähen stört oder wenn Wurzelausläufer immer wieder austreiben, wie bei Pappel, Robinie oder Kirsche.

Welche Methode bei welchem Durchmesser

StammdurchmesserMethodeAufwand
bis 15 cmausgraben mit Spaten und Axteine bis zwei Stunden
15 bis 30 cmausgraben mit Hebel oder Seilzugeinen halben bis ganzen Tag
über 30 cmStubbenfräse oder Fachbetriebwenige Stunden mit Maschine
jede Größe, ohne Eileverrotten lassen, mit Kompost beschleunigtMonate bis Jahre

Ausgraben von Hand

Bei kleineren Stümpfen ist Ausgraben die sauberste Lösung. Graben Sie einen Ring um den Stumpf, legen Sie die Hauptwurzeln frei und trennen Sie sie mit Axt, Wurzelsäge oder Beil durch. Lassen Sie beim Fällen ein Stück Stamm von gut einem Meter stehen – es dient später als Hebel, mit dem Sie den Wurzelstock hin und her kippen und die letzten Wurzeln abreißen. Ausführlich beschrieben ist das Vorgehen unter Baumwurzel und Baumstumpf entfernen.

Das Baumwurzel Entfernen mit der Hand ist ziemlich anstrengend… | Foto: axentevlad / Depositphotos.com
Das Baumwurzel Entfernen mit der Hand ist ziemlich anstrengend... | Foto: axentevlad / Depositphotos.com

Mit dem Seilzug

Ein Handseilzug, auch Greifzug oder Mehrzweckzug genannt, übersetzt die Handkraft um ein Vielfaches. Das Seil wird am stehen gelassenen Stamm befestigt und an einem festen Punkt verankert, etwa einem kräftigen Nachbarbaum mit Baumschutzgurt oder einem eingeschlagenen Erdanker. Nach dem Freilegen der Wurzeln ziehen Sie den Stock Stück für Stück aus dem Boden. Stehen Sie nie in der Verlängerung des Seils: Reißt es oder gibt der Anker nach, peitscht es zurück. Ein Auto als Zugmaschine ist keine gute Idee, der Ruck ist nicht zu dosieren.

Mit der Stubbenfräse

Eine Stubbenfräse zerspant den Stumpf mit einem rotierenden Zahnrad bis etwa 20 bis 30 cm unter die Oberfläche. Übrig bleiben Späne, die Sie als Mulch nutzen oder abfahren. Die tiefen Wurzeln bleiben im Boden und verrotten. Für Rasen und Beet ist das ausreichend, für ein Fundament nicht. Fräsen gibt es im Maschinenverleih ab etwa 100 Euro am Tag. Sie sind schwer und laut, und wegen der fliegenden Späne und Steine sind Schutzbrille, Gehörschutz und feste Schuhe Pflicht.

Verrotten beschleunigen

Wer Zeit hat, lässt die Natur arbeiten und hilft nach. Bohren Sie mit einem Holzbohrer von 20 bis 30 mm Durchmesser mehrere Löcher von 20 bis 30 cm Tiefe senkrecht in den Stumpf. Füllen Sie sie mit reifem Kompost oder stickstoffhaltigem Dünger, gießen Sie an und decken Sie den Stumpf ab. Pilze und Bakterien bekommen so Zugang und Nahrung. Je nach Holzart ist der Stumpf nach ein bis drei Jahren so mürbe, dass er sich mit der Axt zerschlagen lässt. Harte Hölzer wie Eiche brauchen länger als Pappel oder Fichte.

Salz, Chemie und Feuer

Salz schadet dem Boden weit über den Stumpf hinaus und macht die Fläche für Jahre unfruchtbar. Chemische Stubbenentferner wirken langsam und kaum besser als Kompost, und Unkrautvernichter dürfen nur eingesetzt werden, wenn das Mittel ausdrücklich für diesen Zweck zugelassen ist. Ausbrennen ist mühsam, weil feuchtes Holz im Boden kaum brennt, und in vielen Gemeinden verboten. Glimmende Wurzeln können unterirdisch weiterschwelen. Alle drei Methoden sind die schlechtere Wahl.

Kupfernägel

Der alte Trick, einen Baum mit eingeschlagenen Kupfernägeln abzutöten, funktioniert bei gesunden Bäumen praktisch nicht. Die Kupfermenge ist zu gering, der Baum kapselt die Nägel ab. Für den Stumpf ist der Trick ohnehin sinnlos, dort geht es um das Verrotten, nicht um das Absterben.

Ausschläge stoppen

Manche Arten treiben aus Stumpf und Wurzeln immer wieder aus. Schneiden Sie die Triebe konsequent ab, sobald sie erscheinen, und zwar über eine ganze Saison. Die Wurzel verbraucht dabei ihre Reserven und stirbt ab. Eine schwarze, lichtdichte Abdeckung über dem Stumpf hilft zusätzlich.

Was es kostet

Ein Gartenbaubetrieb verlangt für das Fräsen eines Stumpfes je nach Durchmesser und Zugang oft 80 bis 250 Euro, bei großen Wurzelstöcken mehr. Das Ausbaggern mit Minibagger kostet mehr, räumt aber auch die tiefen Wurzeln aus. Eine Leihfräse lohnt, wenn gleich mehrere Stümpfe anstehen.

Häufige Fragen

Wie tief reichen die Wurzeln?

Die meisten Gartenbäume wurzeln überwiegend in den oberen 60 bis 100 cm. Tiefwurzler wie Eiche oder Kiefer gehen mit der Pfahlwurzel tiefer. Für einen Rasen reicht es, die oberen 30 cm freizuräumen.

Kann ich an derselben Stelle neu pflanzen?

Ja, aber nicht sofort. Verrottendes Holz entzieht dem Boden Stickstoff. Tauschen Sie die Erde im Pflanzloch aus oder warten Sie ein Jahr.

Brauche ich eine Genehmigung zum Fällen?

Viele Städte haben eine Baumschutzsatzung, die ab einem bestimmten Stammumfang eine Fällgenehmigung verlangt. Den Stumpf zu entfernen, ist danach meist genehmigungsfrei.

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