Sandfilterpumpe für den Pool

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Die Sandfilterpumpe ist der Motor der Sandfilteranlage: Sie saugt das Wasser aus dem Becken an, drückt es durch den Filterkessel und zurück in den Pool. Meist kauft man Pumpe und Kessel als Set, einzeln wird die Pumpe vor allem als Ersatz gebraucht. Entscheidend ist nicht die Wattzahl, sondern die Umwälzleistung bei realem Gegendruck – und ob die Pumpe zum Kessel passt.
Was die Pumpe leisten muss
Das gesamte Beckenwasser sollte zwei- bis dreimal am Tag durch den Filter laufen. Bei 20 m³ Inhalt und 10 Stunden Laufzeit ergibt das mindestens 4 bis 6 m³/h tatsächliche Leistung. Die Herstellerangabe auf dem Karton ist ein Höchstwert ohne Sand und ohne Leitungen. Rechnen Sie im Betrieb mit etwa 60 bis 70 Prozent davon. Wie Sie die Größe des gesamten Systems bestimmen, zeigt der Beitrag zur Sandfilteranlage für den Pool.

Selbstansaugend oder nicht
Eine nicht selbstansaugende Pumpe braucht Zulauf: Sie muss unterhalb des Wasserspiegels stehen, damit das Wasser von allein hineinläuft. Das ist bei Aufstellpools meist ohnehin so.
Eine selbstansaugende Pumpe zieht das Wasser auch aus tieferliegenden Becken hoch, typischerweise bis 2 bis 3 m. Sie ist Pflicht, wenn die Technik höher steht als der Wasserspiegel, etwa bei Einbaupools mit Technikschacht über dem Niveau. Auch sie muss beim ersten Start mit Wasser gefüllt sein – „selbstansaugend“ heißt nicht „trocken startbar“.
Die Kenngrößen beim Kauf
| Umwälzleistung | In m³/h. Passend zum Beckeninhalt, siehe oben. |
| Förderhöhe | Wie viel Gegendruck die Pumpe überwinden kann. Sand, Leitungen und Höhenunterschied fressen davon. |
| Leistungsaufnahme | Kleine Pumpen 200 bis 400 W, größere 500 bis 1000 W. Bestimmt die Stromkosten. |
| Anschlüsse | 32 mm oder 38 mm bei Aufstellpools, 50 mm bei festen Rohrleitungen. Adapter kosten Durchfluss. |
| Vorfilterkorb | Hält Blätter und Haare vom Laufrad fern. Sollte gut erreichbar sein. |
| Kabellänge | Lang genug, dass keine Verlängerung nötig ist. |
Die Pumpe muss zum Kessel passen. Ist sie zu stark, rauscht das Wasser zu schnell durch den Sand, die Filterwirkung sinkt und der Druck steigt. Die zulässige Durchflussmenge steht auf dem Kessel.
Laufzeit und Stromkosten
In der Saison laufen die meisten Pumpen 8 bis 12 Stunden täglich, verteilt auf zwei oder drei Blöcke. Eine Zeitschaltuhr ist dafür das billigste Zubehör überhaupt. Die Rechnung für eine Pumpe mit 400 W und 10 Stunden am Tag: 4 kWh täglich, bei rund 35 Cent je kWh etwa 1,40 Euro pro Tag oder gut 40 Euro im Monat.
Sparen lässt sich über drehzahlgeregelte Pumpen. Weil die Leistungsaufnahme mit sinkender Drehzahl überproportional fällt, filtert eine Pumpe auf halber Drehzahl bei doppelter Laufzeit deutlich sparsamer. Diese Pumpen kosten mehr, lohnen sich aber bei großen Becken mit langer Saison. Lassen Sie die Pumpe tagsüber laufen, wenn gebadet wird und die Sonne das Chlor abbaut – nachts ist der Nutzen geringer.

Aufstellen und anschließen
Die Pumpe steht eben, trocken und belüftet, idealerweise auf einer Platte. Die Saugleitung vom Skimmer muss dicht sein, sonst zieht die Pumpe Luft. Der Strom kommt aus einer Außensteckdose mit Fehlerstromschutzschalter 30 mA, ohne Verlängerungskabel im Nassbereich. Die komplette Montage steht unter Sandfilteranlage anschließen.
Wartung in der Saison
- Vorfilterkorb wöchentlich leeren, bei Laubfall öfter. Pumpe vorher ausschalten.
- Deckeldichtung des Vorfilters gelegentlich mit Silikonfett pflegen, sonst zieht die Pumpe Luft.
- Rückspülen nach Manometer, wie unter Sandfilteranlage richtig spülen beschrieben.
- Geräusche beachten. Lautes Rattern oder Pfeifen deutet auf Luft in der Leitung oder ein beschädigtes Lager.
Die Pumpe überwintern
Frost ist der häufigste Grund für eine kaputte Pumpe. Vor dem ersten Frost rückspülen, Pumpe ausschalten, Ablassschrauben an Pumpe und Kessel öffnen, das Wasser vollständig auslaufen lassen. Das Manometer abschrauben. Die Pumpe frostfrei und trocken lagern, bei fest installierten Anlagen alle Leitungen entleeren. Das Ventil in die Winterstellung oder zwischen zwei Stellungen bringen, damit die Dichtung entlastet ist.

Typische Fehler
- Pumpe nach Wattzahl gekauft. Mehr Watt heißt nicht mehr sauberes Wasser, wenn der Kessel den Durchfluss nicht verträgt.
- Trockenlauf. Die Gleitringdichtung überhitzt in Minuten, danach tropft es am Motor.
- Luftblasen im Vorfilter ignoriert. Sie zeigen ein Leck auf der Saugseite oder einen zu niedrigen Wasserstand.
- Rund um die Uhr laufen lassen. Das verdoppelt die Stromkosten ohne sichtbaren Gewinn.
- Pumpe in einer geschlossenen Kiste. Der Motor überhitzt und schaltet ab.
Häufige Fragen
Was kostet eine Sandfilterpumpe?
Einzelne Ersatzpumpen für Aufstellpools gibt es ab etwa 70 Euro, stärkere Pumpen für Einbaupools kosten 200 bis 400 Euro, drehzahlgeregelte Modelle mehr. Hersteller wie Bestway, Intex oder Steinbach bieten Pumpe und Kessel meist als Set an.
Wie laut ist eine Sandfilterpumpe?
Übliche Pumpen liegen bei 50 bis 70 dB(A) in einem Meter Abstand. Neben der Terrasse stört das, eine luftige Einhausung mit Dämmmatte hilft.
Warum baut die Pumpe keinen Druck auf?
Meist fehlt Wasser im Vorfilter, der Skimmer zieht Luft, oder der Vorfilterkorb ist verstopft. Erst diese drei Punkte prüfen, dann an einen Defekt denken.
Kann ich die Pumpe auch ohne Sandkessel betreiben?
Als reine Umwälzpumpe ja, etwa um Wasser abzupumpen. Zum Filtern braucht sie aber den Kessel – ohne ihn wird das Wasser nur bewegt, nicht gereinigt.



