Steinbach Speed Clean

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Speed Clean ist die Filteranlagen-Reihe des österreichischen Poolherstellers Steinbach. Sie reicht von der klassischen Sandfilteranlage bis zu zweistufigen Anlagen mit Zeolith für Becken über 60 m³. Allen gemeinsam sind Zeitschaltuhr, 7-Wege-Ventil und eine Anschlussmöglichkeit für UV-Klärer und Heizung – die Unterschiede liegen in Leistung und Filtermedium.
Die drei Modelle im Überblick
| Comfort 75 | Premium 100 | Premium Hybrid | |
| Umwälzleistung | 8 m³/h | 12,3 m³/h | 14 m³/h |
| Leistungsaufnahme | 550 W | 900 W | 900 W |
| Kesseldurchmesser | 400 mm | 500 mm | 500 mm |
| Filtermedium | 25 kg Quarzsand | bis 75 kg Quarzsand, dazu Zeolith | Sand und Kartusche kombiniert |
| Pool laut Hersteller | bis 40 m³ | bis 61 m³ | bis 61 m³ |
Alle drei laufen an 230 V, haben eine selbstsaugende Pumpe mit Vorfilter und ein 7-Wege-Ventil mit Manometer. Die Angaben stammen aus Herstellerdaten; bei neueren Modelljahren können sie abweichen. Einen Überblick über die kleineren Steinbach-Anlagen gibt der Beitrag Steinbach Sandfilteranlagen.
Speed Clean Comfort 75: die klassische Sandfilteranlage
Die Comfort 75 ist eine einstufige Sandfilteranlage für Aufstellpools bis 40 m³. Der Kessel mit 400 mm Durchmesser fasst 25 kg Quarzsand der Körnung 0,7 bis 1,2 mm, die Filterfläche liegt bei 0,13 m², der Betriebsüberdruck bei 1,5 bar. Die Anschlüsse passen für Schwimmbadschläuche mit 32 und 38 mm Durchmesser, also für die meisten Aufstellpools.
Ventilkopf und Kessel sind mit einem großen Spannring verbunden, der sich ohne Werkzeug öffnen lässt. Das ist beim Sandwechsel praktisch: Kopf abnehmen, alten Sand herausschaufeln, neuen einfüllen.
Die Zeitschaltuhr und warum sie wichtiger ist als gedacht
Die eingebaute Zeitschaltuhr wird über ein beleuchtetes Display eingestellt. Man legt einen Filterzyklus je 24 Stunden fest, die Anlage startet und stoppt selbstständig. Eine Knopfzelle im Filterdeckel speichert die Einstellung, sodass sie nach einem Stromausfall nicht verloren geht.
Der Nutzen liegt weniger im Komfort als in der Regelmäßigkeit. Ein Pool, der nur dann gefiltert wird, wenn jemand daran denkt, kippt an heißen Tagen innerhalb von zwei, drei Tagen. Die Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass die Anlage jeden Tag ihre Stunden läuft – am besten in mehreren Blöcken statt am Stück.
Das 7-Wege-Ventil
Über einen Hebel oben am Kessel wird die Betriebsart gewählt:
- Filtern – Normalbetrieb.
- Rückspülen – Wasser fließt rückwärts durch den Sand und reinigt ihn.
- Nachspülen – setzt den Sand nach dem Rückspülen wieder, damit kein Schmutz ins Becken gelangt.
- Entleeren – pumpt Beckenwasser ohne Filter in den Abfluss, etwa zum Absaugen von grobem Schmutz.
- Zirkulieren – umgeht den Sand, etwa zum schnellen Verteilen von Pflegemitteln.
- Winter – Ventil in Ruhestellung für die Einlagerung.
- Geschlossen – sperrt den Durchfluss.
Umgestellt wird nur bei ausgeschalteter Pumpe. Das Manometer zeigt den Kesseldruck; steigt er gegenüber dem Wert mit frischem Sand deutlich an, ist Rückspülen fällig. Wie das im Einzelnen geht, steht unter Sandfilteranlage richtig spülen.
Premium 100: zweistufig mit Zeolith
Die Premium 100 filtert in zwei Stufen. Das Wasser durchläuft zuerst eine Schicht Quarzsand, danach eine Kammer mit Zeolith, einem porösen Mineral mit großer innerer Oberfläche. Zeolith hält feinere Partikel zurück als Sand und bindet außerdem Ammonium, das über Schweiß und Urin ins Becken gelangt. Das kann den Chlorbedarf senken und den typischen Hallenbadgeruch mindern.
Mit 12,3 m³/h und 900 W ist sie für Becken bis 61 m³ ausgelegt. Der Kessel mit 500 mm Durchmesser fasst bis zu 75 kg Filtermaterial. Über den Anschluss im Deckel lassen sich das UV-Modul Speed UV und der Heizstab Speedheat Titan einbinden; das UV-Licht unterstützt die Desinfektion, der Heizstab erwärmt das rücklaufende Wasser.

Premium Hybrid: Sand und Kartusche
Die Premium Hybrid verbindet Sandfilter und Kartuschenfilter in einem Gerät. Die Umwälzleistung liegt bei 14 m³/h, die Leistungsaufnahme ebenfalls bei 900 W, die Poolgröße ist mit bis zu 61 m³ angegeben. Zeitschaltuhr, Vorfilter und 7-Wege-Ventil mit Manometer sind an Bord.
Kartuschen filtern feiner als Sand, setzen sich aber schneller zu und müssen ausgewaschen oder ersetzt werden. Die Kombination soll beide Vorteile verbinden. Für wen sich der Aufpreis lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel Arbeit man in die Wartung stecken will.
Welche Anlage zu welchem Pool
Bis etwa 35 m³ – typischer Rund- oder Framepool bis 5 m Durchmesser – reicht die Comfort 75 mit Reserve. Für kleinere Becken sind die günstigeren Steinbach-Modelle mit 4 bis 7 m³/h ausreichend.
Ab etwa 40 m³, also bei großen Stahlwandpools oder eingelassenen Becken, sind die Premium-Anlagen gedacht. Die höhere Leistung verkürzt die Laufzeit und damit auch den Lärm.
Faustregel für alle Modelle: Der Beckeninhalt sollte täglich mindestens zweimal umgewälzt werden. Aus Beckeninhalt und Umwälzleistung ergibt sich die Mindestlaufzeit.
Pflege und Sandwechsel
Den Vorfilterkorb der Pumpe leeren Sie im Sommer mindestens einmal pro Woche, bei Laubfall öfter. Rückgespült wird nach Manometer, meist alle ein bis zwei Wochen. Der Sand selbst hält je nach Nutzung ein bis drei Jahre. Das Zeolith der Premium-Anlage wird beim Rückspülen mitgereinigt; wann es ersetzt werden muss, steht in der Anleitung.
Im Herbst wird die Anlage entleert, Ventil auf „Winter“ gestellt und frostfrei gelagert. Restwasser in Pumpe und Kessel kann bei Frost Gehäuse sprengen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Speed Clean?
So heißt die Filteranlagen-Reihe von Steinbach. Sie umfasst klassische Sandfilteranlagen, Anlagen mit Zeolith und Hybridgeräte.
Brauche ich das UV-Modul?
Nicht zwingend. UV-Licht unterstützt die Desinfektion und kann den Chlorverbrauch senken, ersetzt aber keine Wasserpflege. Den richtigen Chlorwert erklärt der Beitrag Chlorwert im Pool.
Wo kauft man Speed-Clean-Anlagen?
Im Fachhandel für Poolbedarf, in Bau- und Gartenmärkten und im Online-Handel. Die Auswahl vor Ort ist oft auf wenige Modelle beschränkt.


