Steinbach Sandfilterpumpe / Sandfilteranlage
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Steinbach ist ein Pool- und Freizeithersteller aus Schwertberg in Oberösterreich und bietet Sandfilteranlagen für nahezu jede Aufstellpoolgröße an. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in Umwälzleistung, Kesselgröße und Sandmenge. Welche Anlage passt, rechnen Sie aus dem Wasserinhalt Ihres Pools aus – nicht aus dem Preis.
Was eine Sandfilteranlage tut
Eine Pumpe saugt Beckenwasser über den Skimmer an, ein Vorfilter hält Laub und Haare zurück, dann drückt die Pumpe das Wasser von oben durch einen Kessel voller Quarzsand. Schmutzpartikel bleiben in den Sandzwischenräumen hängen, das gereinigte Wasser läuft unten ab und zurück ins Becken. Die Grundlagen erklärt der Beitrag Sandfilteranlage für den Pool.
Ist der Sand zugesetzt, steigt der Druck im Kessel. Dann wird rückgespült: Das Wasser fließt in umgekehrter Richtung, wirbelt den Sand auf und trägt den Schmutz in den Abfluss. Wie das richtig geht, steht unter Sandfilteranlage richtig spülen.
Die Steinbach-Modelle im Vergleich
| Modell | Umwälzleistung | Leistung | Sand | Pool laut Hersteller |
| Speed Clean Comfort 75 | ca. 8 m³/h | 550 W | 25 kg | bis 40 m³ |
| Speed Clean Comfort 50 | ca. 6,6 m³/h | 450 W | 15 kg | bis 33 m³ |
| Speedclean Classic 310 | ca. 4,5 m³/h | 250 W | laut Angabe ca. 20 kg | bis 22 m³ |
| Speedclean eco 30 | ca. 3,8 m³/h | k. A. | k. A. | bis 19 m³ |
Alle genannten Anlagen arbeiten mit 230 V, haben Schlauchanschlüsse für 32 und 38 mm und eine selbstsaugende Pumpe mit Vorfilter. Das Sortiment reicht darüber hinaus bis zu Anlagen mit etwa 14 m³/h für große Becken. Die Werte stammen aus Herstellerangaben früherer Modelljahre; bei aktuellen Ausführungen lohnt ein Blick ins Datenblatt.
Welche Größe Sie brauchen
Faustregel: Der gesamte Beckeninhalt sollte täglich mindestens zweimal durch den Filter laufen. Die Pumpe ist richtig bemessen, wenn sie das in einer vernünftigen Laufzeit von etwa acht bis zwölf Stunden schafft.
Beispiel: Ein Rundpool mit 4,5 m Durchmesser und 1,2 m Wassertiefe fasst rund 19 m³. Bei zweimaliger Umwälzung sind das 38 m³ am Tag. Die Comfort 50 mit 6,6 m³/h braucht dafür knapp sechs Stunden, die Classic 310 mit 4,5 m³/h gut acht. Beides geht. Bei einem Becken mit 35 m³ wäre die Classic 310 dagegen überfordert.
Beachten Sie: Die Umwälzleistung ist ein Höchstwert. Mit langem Schlauch, verschmutztem Sand und Höhenunterschied fällt sie in der Praxis niedriger aus. Die Herstellerangabe zur Poolgröße ist deshalb eine Obergrenze, keine Empfehlung.
Speed Clean Comfort 75
Das größte der vier Modelle ist für Becken bis 40 m³ ausgelegt. Der Kessel fasst 25 kg Filtersand, die Pumpe nimmt 550 W auf. Zur Ausstattung gehören eine integrierte Zeitschaltuhr, ein 7-Wege-Ventil mit Manometer und im Filterdeckel ein Anschluss für das UV-Modul Speed UV und die Zusatzheizung Speedheat Titan. Laut Hersteller liegt ein Adapter für Intex-Pools bei, die Anlage wiegt unter 16 kg.
Rechnerisch schafft sie einen 40-m³-Pool in fünf Stunden einmal durch. Für große Stahlwand- und Framepools ist sie die sinnvolle Wahl im Steinbach-Programm.
Speed Clean Comfort 50
Die mittlere Anlage mit 6,6 m³/h und 450 W ist für bis zu 33 m³ angegeben. Bei dieser Poolgröße dauert ein vollständiger Durchlauf rechnerisch fünf Stunden. Der Kessel nimmt etwa 15 kg Sand auf, empfohlen ist eine Körnung von 0,7 bis 1,2 mm. Auch hier gibt es Zeitschaltuhr, LED-Anzeige, 7-Wege-Ventil und den Anschluss für UV und Heizung im Deckel. Die maximale Wassertemperatur liegt laut Hersteller bei 35 °C.
Speedclean Classic 310 und eco 30
Die beiden kleineren Anlagen sind für typische Aufstellpools im Familiengarten gedacht. Die Classic 310 leistet etwa 4,5 m³/h bei 250 W, wiegt unter 11 kg und hat ebenfalls ein 7-Wege-Ventil mit Manometer; eine eingebaute Zeitschaltuhr nennen die Herstellerangaben für dieses Modell nicht. UV-Modul und Heizung lassen sich über einen separat erhältlichen Anschlussbehälter nachrüsten. Die eco 30 ist mit 3,8 m³/h das Einstiegsmodell für Becken bis etwa 19 m³.
Bei kleinen Anlagen lohnt eine externe Zeitschaltuhr. Sie kostet wenige Euro und verhindert, dass die Pumpe nachts sinnlos Strom zieht oder morgens vergessen wird.
Der richtige Filtersand
Steinbach empfiehlt Quarzsand mit 0,7 bis 1,2 mm Körnung. Feinerer Sand verstopft schneller, gröberer lässt Schmutz durch. Spielsand oder Bausand haben im Kessel nichts verloren: Sie sind ungleichmäßig gekörnt und verbacken. Die angegebene Füllmenge sollte eingehalten werden, sonst leidet entweder die Filterwirkung oder die Pumpe arbeitet gegen zu viel Widerstand. Mehr dazu unter Quarzsand als Filtersand; eine leichtere Alternative sind Filterbälle.
Getauscht wird der Sand je nach Nutzung alle ein bis drei Jahre, spätestens wenn er verklumpt oder das Wasser trotz Rückspülen trüb bleibt.
Aufbau und Inbetriebnahme
- Standfläche waagerecht, fest und etwas tiefer als der Wasserspiegel. Dann läuft das Wasser der Pumpe zu.
- Kessel füllen: erst das Standrohr mittig ausrichten und mit einer Kappe verschließen, dann den Sand einfüllen.
- Ventilkopf aufsetzen und mit dem Spannring verschließen.
- Schläuche anschließen: Saugleitung vom Skimmer an die Pumpe, Druckleitung vom Ventil zur Einlaufdüse.
- Rückspülen vor dem ersten Filtern, damit feiner Staub aus dem neuen Sand nicht ins Becken gelangt.
Das Ventil wird nur bei ausgeschalteter Pumpe umgestellt. Wer das im laufenden Betrieb tut, beschädigt die Ventildichtung.
Häufige Fragen
Wie lange muss die Steinbach-Anlage täglich laufen?
So lange, dass der Beckeninhalt mindestens zweimal umgewälzt wird: Beckeninhalt geteilt durch Umwälzleistung, mal zwei. Bei Hitze und vielen Badenden eher länger.
Welche Anlage eignet sich für große Pools?
Im hier betrachteten Programm die Comfort 75 für bis 40 m³. Für größere Becken gibt es bei Steinbach die Premium-Modelle der Speed-Clean-Reihe mit 12 bis 14 m³/h.
Was kostet eine Steinbach-Sandfilteranlage?
Die kleinen Modelle beginnen bei etwa 100 Euro, mittlere liegen bei 150 bis 300 Euro, die großen Anlagen der Premium-Reihe deutlich darüber.
Gibt es Alternativen anderer Hersteller?
Ja, vergleichbare Anlagen gibt es etwa von Bestway und Intex. Entscheidend sind Umwälzleistung, Sandmenge und passende Anschlüsse.



