Ein Holztor selber bauen

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Ein Holztor ist im Grunde ein Rahmen mit Brettern und einer Diagonale. Ob es nach zwei Jahren noch schließt, entscheidet diese eine Diagonale – und ob sie in die richtige Richtung läuft. Dazu kommen Pfosten, die sich nicht bewegen, und ein Holzschutz, der Wasser gar nicht erst stehen lässt.
Vorarbeiten: Maß und Aufschlag
Messen Sie die lichte Weite zwischen den Pfosten, oder legen Sie sie fest, falls die Pfosten neu kommen. Übliche Breiten sind 100 bis 120 cm für eine Gartentür und ab etwa 3 m für eine Einfahrt – die wird fast immer zweiflügelig, weil ein einzelner großer Flügel zu schwer an den Scharnieren hängt.
Legen Sie außerdem fest, in welche Richtung das Tor aufgeht. Es sollte zum Grundstück hin öffnen, nicht auf Gehweg oder Straße. Planen Sie seitlich je 1 bis 2 cm Luft zu den Pfosten ein und unten etwa 5 cm Abstand zum Boden, damit das Tor über Unebenheiten und Laub hinwegschwingt.
Das richtige Holz
| Holz | Eignung |
| Lärche, Douglasie | harzreich, witterungsbeständig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Eiche, Robinie | sehr dauerhaft, schwer, anspruchsvoll in der Verarbeitung |
| Kiefer kesseldruckimprägniert | günstig, haltbar, grünlicher Ton |
| Fichte unbehandelt | draußen ungeeignet, fault schnell |
Nehmen Sie trockenes, gehobeltes Holz ohne große Äste. Ein Ast in der Diagonale ist eine Sollbruchstelle. Mehr zur imprägnierten Kiefer lesen Sie unter kesseldruckimprägniertes Holz streichen, eine Alternative ist Thermoholz.

Pfosten, die nicht nachgeben
Ein Tor hebelt am oberen Scharnier mit seinem ganzen Gewicht am Pfosten. Holzpfosten sollten deshalb mindestens 9 × 9 cm messen, bei schweren oder breiten Flügeln 12 × 12 cm. Setzen Sie sie nicht direkt in die Erde, sondern auf einen Pfostenträger aus verzinktem Stahl, der in einem Betonfundament steckt. Das Fundament sollte frostfrei gegründet sein, in den meisten Regionen um 80 cm tief. Pfosten aus Stahl oder Mauerpfeiler sind noch stabiler.
Lassen Sie den Beton mindestens einige Tage aushärten, bevor Sie das Tor einhängen. Wie Sie Löcher dafür sauber ausheben, steht bei Gartenzaun errichten.
Der Rahmen: Riegel und Strebe
Das klassische Brettertor besteht aus zwei oder drei waagerechten Riegeln, die die Bretter zusammenhalten, und einer Strebe, die diagonal zwischen den Riegeln sitzt. Zusammen ergeben sie das bekannte Z.
Die Strebe läuft vom unteren Riegel an der Scharnierseite zum oberen Riegel an der Schlossseite. So steht sie unter Druck und stützt die freie Ecke des Tors nach oben ab. Falsch herum eingebaut hängt das Tor nur an den Schrauben, und die geben nach. Das Ergebnis ist ein Tor, das auf dem Boden schleift.
Die Strebe wird an beiden Enden schräg zugeschnitten, sodass sie satt am Riegel anliegt. Ein Winkel um 45 Grad ist ein guter Anhalt; bei breiten, niedrigen Toren wird er flacher. Bei Toren über etwa 1,20 m Breite lohnt ein vollständiger Rahmen mit zwei senkrechten Außenhölzern.
Die Bretter
Latten oder Bretter werden von vorn auf die Riegel geschraubt, mit Edelstahl- oder verzinkten Schrauben – normale Stahlschrauben rosten und hinterlassen schwarze Streifen. Je Brett und Riegel zwei Schrauben, versetzt, damit das Brett nicht spaltet. Lassen Sie zwischen den Brettern 5 bis 10 mm Luft, bei blickdichter Ausführung zumindest wenige Millimeter, damit Holz quellen kann und Regen abläuft. Soll das Tor später blickdicht werden, finden Sie Möglichkeiten unter Gartentor blickdicht machen.
Die Oberkante der Bretter können Sie gerade, gebogen oder spitz ausführen. Schräg oder rund abgeschnittene Brettenden haben einen praktischen Vorteil: Das Hirnholz liegt nicht waagerecht, und Wasser bleibt nicht darauf stehen.
Holzschutz vor dem Zusammenbau
Streichen oder lasieren Sie alle Teile vor dem Zusammenbau, auch die Flächen, die später aufeinanderliegen. Genau dort sammelt sich Feuchtigkeit, und dort kommt später kein Pinsel mehr hin. Hirnholz saugt am stärksten und bekommt einen zusätzlichen Anstrich.
Lasuren lassen die Maserung sichtbar und sind leicht nachzustreichen, deckende Farben schützen besser vor UV, blättern aber irgendwann ab. Rechnen Sie bei Lasur mit einem Pflegeanstrich alle zwei bis drei Jahre.
Beschläge
- Scharniere. Langbänder oder Kreuzgehänge, die über mindestens zwei Drittel der Riegellänge greifen, verteilen die Last. Bei schweren Toren ein drittes Band in der Mitte.
- Torriegel oder Schloss. Mit Aufnahme am Gegenpfosten.
- Torfeststeller und Anschlag. Ein Bodenanschlag verhindert, dass das Tor durchschwingt und die Scharniere verbiegt.
Alle Metallteile sollten feuerverzinkt oder aus Edelstahl sein.
Der Zusammenbau Schritt für Schritt
- Riegel und Strebe auf einer ebenen Fläche auslegen, Diagonalen messen, bis der Rahmen rechtwinklig ist.
- Bretter aufschrauben, beginnend an der Scharnierseite, mit Abstandshölzern für gleichmäßige Fugen.
- Beschläge anschrauben und das Tor auf Unterlegklötzen zwischen den Pfosten ausrichten.
- Scharniere am Pfosten befestigen, Klötze entfernen, Lauf prüfen.
- Schloss oder Riegel setzen, wenn das Tor frei schwingt.
Häufige Fragen
Mein Tor schleift nach einiger Zeit – was tun?
Meist ist die Strebe falsch herum eingebaut oder der Pfosten neigt sich. Ein diagonaler Spanndraht mit Spannschloss von der oberen Scharnierecke zur unteren Schlossecke kann das Tor nachträglich anheben.
Wie schwer ist der Bau?
Für jemanden, der mit Säge, Akkuschrauber und Wasserwaage umgehen kann, ist eine Gartentür an einem Wochenende machbar. Die Pfosten sind die anspruchsvollere Arbeit. Eine Variante mit Staketen beschreibt Staketenzaun-Tor einbauen.
Welches Werkzeug brauche ich?
Kapp- oder Handkreissäge, Akkuschrauber, Wasserwaage, Winkel, Zwingen und Pinsel. Für die Fundamente Spaten oder Erdbohrer.



