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Heimwerker-Berater

Gartenbox

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Was hineinpasst
  2. Kunststoff, Holz oder Metall
  3. Dicht und trotzdem belüftet
  4. Sitzen auf der Box
  5. Ausstattung, die sich lohnt
  6. Standort und Aufstellung
  7. Aufbau und Pflege
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Eine Gartenbox ist eine verschließbare Truhe für draußen, in der Auflagen, Kissen, Gartengeräte oder Spielzeug trocken bleiben. Wasserdicht ist dabei weniger wichtig, als man denkt – entscheidend ist, dass Feuchtigkeit wieder hinauskann. Eine völlig dichte Box ohne Belüftung macht aus trockenen Auflagen im Frühjahr einen muffigen Stapel.

Was hineinpasst

VolumenPasst für
120–200 LiterBalkon: Kissen, Gießkanne, Kleinkram
250–400 LiterAuflagen für vier bis sechs Stühle
400–600 LiterAuflagen für Liegen und Lounge, Gartengeräte
Über 600 LiterLounge-Polster, Sonnenschirm, Werkzeug – siehe Auflagenbox XXL

Messen Sie Ihre Auflagen gefaltet und gestapelt, bevor Sie kaufen. Lange Gegenstände wie Rechen oder Sonnenschirm passen nur in Boxen mit ausreichender Innenlänge – für Werkzeug mit Stiel ist ein Gartengeräteschrank oft die bessere Lösung.

Kunststoff, Holz oder Metall

Kunststoff aus Polypropylen oder Polyethylen, oft in Holz- oder Rattanoptik, ist der Standard. Er ist leicht, günstig, pflegeleicht und verrottet nicht. Nachteile: Billiger Kunststoff verblasst in der Sonne, wird spröde und verzieht sich bei Hitze, sodass der Deckel nicht mehr schließt.

Holz sieht natürlich aus und passt zu Holzterrassen. Es braucht einen regelmäßigen Anstrich, und Boxen ohne Innenfolie oder Einsatz sind selten dicht. Harthölzer und kesseldruckimprägnierte Kiefer halten am längsten.

Metall, meist verzinkter und beschichteter Stahl, ist stabil, einbruchhemmender und sehr langlebig. Im Sommer heizt es sich auf, im Winter bildet sich an der Innenseite leicht Kondenswasser. Gute Metallboxen haben deshalb Lüftungsschlitze.

Dicht und trotzdem belüftet

Die Bezeichnungen der Hersteller sind unscharf. „Wasserdicht“ heißt fast immer nur regendicht von oben, nicht dicht gegen stehendes Wasser. Stellen Sie die Box nie in eine Pfütze oder direkt auf nassen Rasen, sondern auf Platten, Füße oder eine Unterlage.

Wichtiger ist die Belüftung: Temperaturwechsel lassen innen Kondenswasser entstehen. Eine Box mit Lüftungsöffnungen unter dem Deckelrand gibt es wieder ab. Legen Sie Auflagen nur vollständig trocken hinein, und öffnen Sie die Box an trockenen Tagen gelegentlich zum Lüften. Ein Lattenrost oder Gitterboden innen hält die Polster vom Boden fern.

Sitzen auf der Box

Viele Boxen sind als Sitztruhe ausgelegt und haben eine Angabe zur Belastbarkeit, etwa für ein oder zwei Personen. Ohne diese Angabe ist der Deckel nicht zum Sitzen gemacht und bricht irgendwann ein. Kinder, die auf der Box herumspringen, belasten sie noch stärker. Für eine Bank mit Stauraum wählen Sie ein Modell mit ausdrücklicher Sitzfunktion und verstärktem Deckel.

Ausstattung, die sich lohnt

  • Gasdruckfedern halten den Deckel offen und verhindern, dass er auf Finger oder Kinderköpfe fällt.
  • Abschließbarkeit. Ein Vorhängeschloss oder ein eingebautes Schloss schützt Werkzeug und hält Kinder von Gartenchemie fern.
  • Rollen an großen Boxen erleichtern das Umstellen.
  • Deckel mit Regenrinne oder Überstand, damit Wasser nicht an der Kante in die Box läuft.
  • Innenfach oder Einhängeregal für Kleinteile.

Standort und Aufstellung

Die Box steht am besten im Schatten und geschützt, etwa unter einem Dachüberstand. Sonne heizt Kunststoff auf und lässt Farben verblassen. Der Untergrund sollte eben sein, sonst verzieht sich der Korpus und der Deckel schließt nicht mehr. Leere oder leichte Boxen kann ein Sturm umwerfen – verankern Sie sie an der Wand oder beschweren Sie sie. Wer eine Lösung für Terrasse oder Balkon sucht, findet Alternativen unter Terrassenschrank und Balkonschrank.

Aufbau und Pflege

Kunststoffboxen werden meist gesteckt oder verschraubt und sind in einer halben Stunde aufgebaut. Ziehen Sie Schrauben nicht zu fest an, das Material reißt. Einmal im Jahr die Box ausräumen, auswischen und trocknen lassen. Holzboxen brauchen alle ein bis zwei Jahre eine neue Lasur oder Öl. Bei Metallboxen Kratzer ausbessern, bevor Rost entsteht. Im Winter keine schwere Schneelast auf dem Deckel liegen lassen.

Typische Fehler

  • Auflagen feucht eingeräumt. Stockflecken und Schimmel sind die Folge.
  • Box direkt auf dem Rasen. Bodenfeuchte zieht ein, und der Boden verrottet oder verformt sich.
  • Zu kleines Volumen. Auflagen brauchen mehr Platz als gedacht, besonders dicke Loungepolster.
  • Als Sitzbank genutzt ohne Freigabe. Der Deckel gibt nach und bricht.

Häufige Fragen

Was kostet eine Gartenbox?

Kunststoffboxen gibt es ab etwa 50 Euro, große Modelle kosten 100 bis 250 Euro. Boxen aus Holz oder Metall liegen meist bei 150 bis 500 Euro.

Wie lange hält eine Kunststoffbox?

Je nach Qualität und Sonneneinstrahlung einige bis viele Jahre. UV-stabilisierter Kunststoff hält deutlich länger als billiges Material.

Welche Farbe ist sinnvoll?

Helle Boxen heizen sich in der Sonne weniger auf als dunkle, und der Inhalt bleibt kühler. Dunkle Farben wie Anthrazit sehen oft edler aus, bleichen aber sichtbar aus und werden im Hochsommer innen sehr warm. Das schadet Kissen nicht, wohl aber Akkus, Spraydosen oder Pflanzenschutzmitteln, die ohnehin nicht in eine Gartenbox gehören.

Kann ich Gartengeräte darin lagern?

Kurze Geräte, Handwerkzeug und Zubehör ja. Für Spaten, Rechen und Harke mit langem Stiel ist ein Schrank oder ein Gartenschrank besser geeignet.

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Ein Leserkommentar

  1. helga

    Die Pulverbeschichtung macht den Box aus Holz, wie ich begreife, witterungsbeständig. So was wäre wirklich für den Garten ganz günstig, besonders für die Spielzeuge, die immer ringsum liegen. Danke für die Idee!

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