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Heimwerker-Berater

Holz spalten - Schritt für Schritt Anleitung

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Holz spalten - Schritt für Schritt Anleitung
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wann Sie Holz spalten sollten
  2. Wie lange es trocknen muss
  3. Das richtige Werkzeug
  4. Der Hackklotz
  5. Schritt für Schritt
  6. Wenn die Axt stecken bleibt
  7. Sicherheit
  8. Mit Maschine spalten
  9. Häufige Fragen
  10. Video zum Thema

Holz spalten ist keine Kraftfrage, sondern eine Frage der Technik und des Werkzeugs. Wer das Holz richtig aufsetzt, die Risse nutzt und die Axt fallen lässt, statt zu schlagen, spaltet leichter und sicherer. Und wer frisch spaltet, spart sich die Hälfte der Arbeit.

Wann Sie Holz spalten sollten

Am leichtesten spaltet frisches Holz, am besten im Winter oder Frühjahr kurz nach dem Fällen. Die Fasern sind dann noch elastisch und reißen leicht auf. Gespaltene Scheite trocknen außerdem viel schneller als ganze Rundlinge, weil mehr Fläche offen liegt. Bei manchen Holzarten hilft auch Frost: Gefrorenes Holz springt oft sauberer. Lang gelagerte, trockene Rundlinge sind dagegen zäh und widerspenstig. Wer Holz für den nächsten Winter braucht, sollte es daher spätestens im Frühjahr spalten und stapeln.

Wie lange es trocknen muss

Scheitholz darf laut 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung erst mit einer Restfeuchte unter 25 Prozent in den Ofen, besser unter 20 Prozent. Gespalten und luftig gestapelt braucht Weichholz wie Fichte etwa ein Jahr, Buche und Esche eineinhalb bis zwei Jahre, Eiche zwei Jahre und länger. Ob das Holz so weit ist, zeigt ein Feuchtemessgerät. Wie Holz richtig trocknet, steht unter Brennholz lagern.

Das richtige Werkzeug

WerkzeugGeeignet fürHinweis
SpaltaxtRundlinge bis etwa 25–30 cm, WeichholzKopf 1,5–3 kg, keilförmig
Spalthammerdicke und knorrige StückeKopf 3–5 kg, Rückseite als Hammer für Keile
Spaltkeil, Drehspaltkeilsehr dicke, zähe Rundlingewird mit dem Hammer eingetrieben
Hydraulischer Holzspaltergroße Mengen, dicke StämmeSpaltkraft je nach Gerät 4 bis über 10 t

Die Spaltaxt ist das Grundwerkzeug für normale Scheite. Der Spalthammer bringt mehr Masse mit und ist bei dicken Stücken überlegen. Für ganz zähe Brocken kommen Keile wie der Drehspaltkeil oder die Spaltgranate zum Einsatz.

Holz spalten Werkzeug
Foto: SusaZoom / Depositphotos.com

Der Hackklotz

Spalten Sie nie auf dem Boden. Ein stabiler Hackklotz in etwa Kniehöhe hebt das Holz auf eine Höhe, auf der die Axt im richtigen Winkel trifft und nach dem Durchschlagen im Klotz landet, nicht im Boden oder am Schienbein. Ideal ist ein breiter, gerade abgesägter Rundling aus Hartholz. Er sollte fest und eben stehen und nicht wackeln.

Schritt für Schritt

  1. Rundling aufstellen. Mit der Schnittfläche nach oben, gerade auf den Hackklotz. Stücke auf 25 bis 33 cm Länge sind für die meisten Öfen passend.
  2. Risse suchen. Vorhandene Trocknungsrisse sind Sollbruchstellen. Dort ansetzen, wo das Holz schon aufgerissen ist.
  3. Äste meiden. Astknoten sind die zähesten Stellen. Den Schlag so setzen, dass der Spalt an ihnen vorbei oder durch sie hindurch läuft, nicht quer.
  4. Richtig stehen. Füße schulterbreit auseinander, etwa eine Armlänge plus Axtstiel vom Klotz entfernt.
  5. Axt fallen lassen. Mit beiden Händen über den Kopf, die obere Hand rutscht beim Abwärtsschwung zur unteren. Die Axt beschleunigt durch ihr Gewicht, Sie führen nur. Zielen Sie durch das Holz hindurch, nicht auf die Oberfläche.
  6. Große Stücke von außen. Dicke Rundlinge nicht in der Mitte spalten, sondern Scheiben vom Rand abschlagen und sich nach innen arbeiten.

Wenn die Axt stecken bleibt

Klemmt die Axt, reißen Sie nicht am Stiel. Heben Sie das Holz mitsamt Axt an und schlagen Sie es mit dem Axtrücken nach unten auf den Klotz – so treibt das Gewicht des Holzes die Klinge weiter. Oder setzen Sie einen Keil neben die Axt und treiben ihn mit dem Spalthammer ein. Den Axtrücken nur bei Spalthämmern als Schlagfläche benutzen, die dafür gebaut sind.

Sicherheit

  • Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe und festem Halt.
  • Schutzbrille, weil Splitter fliegen.
  • Handschuhe, die gut greifen, aber nicht rutschen.
  • Freier Arbeitsbereich. Niemand in Reichweite, auch keine Kinder oder Hunde. Über dem Kopf keine Äste oder Leinen.
  • Konzentration. Die meisten Unfälle passieren, wenn man müde wird. Pausen machen.
  • Beim Holzspalter nie die Zweihandbedienung überlisten. Sie ist dafür da, dass keine Hand im Spaltbereich ist.

Mit Maschine spalten

Hydraulische Holzspalter lohnen sich bei mehreren Raummetern pro Jahr. Liegende Spalter mit 4 bis 7 t reichen für normale Scheitlängen, stehende Spalter mit 8 t und mehr für längere und dickere Stücke. Einen Überblick über Kegelspalter gibt der Beitrag zum Kegelspalter. Zum Ablängen der Stämme auf Ofenmaß braucht man zuvor eine Brennholzsäge oder Kettensäge.

Häufige Fragen

Welches Holz lässt sich leicht spalten?

Buche, Esche und Fichte spalten meist gut. Zäh sind Birke im trockenen Zustand, Ulme, Platane und Holz mit vielen Ästen oder Drehwuchs.

Ist eine schwerere Axt besser?

Nicht grundsätzlich. Ein Kopf, der zu schwer ist, ermüdet schnell und wird ungenau. Für die meisten reicht eine Spaltaxt mit 2 bis 2,5 kg.

Wie stapele ich das Holz danach?

Luftig, mit Abstand zum Boden und zur Wand, oben abgedeckt, an den Seiten offen. Mehr dazu unter Holz machen für den Winter.

Video zum Thema

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