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Heimwerker-Berater

Brennholz lagern

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Brennholz lagern
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wie trocken Holz sein muss
  2. Wie lange welches Holz braucht
  3. Der richtige Platz
  4. So wird gestapelt
  5. Warum keine Plane
  6. Keller und Garage
  7. Restfeuchte messen
  8. Mengen und Maße
  9. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen

Frisch geschlagenes Holz besteht zur Hälfte aus Wasser. Verbrannt wird es erst, wenn der Feuchtegehalt unter 20 Prozent liegt – vorher qualmt es, heizt schlecht und verrußt Ofen und Schornstein. Richtig lagern heißt deshalb vor allem: sonnig, luftig und mit Dach, aber offenen Seiten. Dann trocknet Holz in ein bis zwei Jahren.

Wie trocken Holz sein muss

Die Verordnung über kleine Feuerungsanlagen erlaubt Scheitholz nur mit einem Feuchtegehalt unter 25 Prozent. Für eine saubere Verbrennung sind unter 20 Prozent das eigentliche Ziel. Frisches Holz liegt bei 40 bis 60 Prozent. Nasses Holz verbrennt nicht nur schlecht, es verdampft zuerst sein Wasser und kühlt dabei das Feuer. Heraus kommen Rauch, Teer und ein Bruchteil der Wärme.

Wie lange welches Holz braucht

HolzartTrocknungszeit gespalten, gut gelagert
Fichte, Kiefer, Pappeletwa 1 Jahr
Birke, Erle1 bis 1,5 Jahre
Buche, Esche, Ahorn1,5 bis 2 Jahre
Eiche2 bis 3 Jahre

Die Zeiten gelten für gespaltene Scheite an einem guten Platz. Ungespaltene Rundlinge trocknen erheblich langsamer, weil die Rinde das Wasser zurückhält. Spalten Sie das Holz deshalb frisch, dann trocknet es schneller und spaltet sich außerdem leichter. Wie das geht, steht unter Holz spalten.

Der richtige Platz

Ideal ist eine Stelle, an der die Sonne tagsüber auf den Stapel scheint und der Wind hindurchgeht, etwa an der Süd- oder Westseite von Haus, Garage oder Schuppen. Die Luftbewegung ist wichtiger als die Wärme: Sie trägt die Feuchte ab. Ein schattiger Winkel zwischen Hecke und Zaun ist der schlechteste Ort, dort hält sich die Feuchtigkeit wochenlang.

So wird gestapelt

  1. Vom Boden abheben. Paletten, Kanthölzer oder ein Holzunterstand mit Lattenboden halten den Stapel 10 bis 20 cm über der Erde, damit keine Bodenfeuchte aufsteigt.
  2. Abstand zur Wand. Mindestens 10 cm, damit die Luft auch hinter dem Stapel zirkuliert und die Wand nicht feucht wird.
  3. Luftig schichten. Scheite nicht zu dicht pressen, kleine Lücken lassen.
  4. Enden als Kreuzstapel. An den Stapelenden die Scheite abwechselnd quer legen, das stabilisiert den Stapel ohne Stützen.
  5. Höhe begrenzen. Mehr als 1,5 bis 2 m werden instabil und sind schwer zu entnehmen.
  6. Nur oben abdecken. Ein Dach oder eine Platte über dem Stapel, die Seiten bleiben offen.

Warum keine Plane

Eine Plane über den ganzen Stapel gezogen hält zwar Regen ab, aber auch die Luft. Darunter bildet sich Kondenswasser, das Holz schimmelt und wird stockig, statt zu trocknen. Wenn Plane, dann nur als Dach auf dem Stapel, beschwert und seitlich offen. Besser ist ein fester Holzunterstand mit Dach und luftigen Seiten, den Sie auch selbst bauen können, siehe Einen Holzunterstand bauen.

Keller und Garage

Im Keller trocknet Holz schlecht, weil dort die Luft kaum zirkuliert. Frisches Holz gibt außerdem viel Feuchtigkeit in den Raum ab, was in alten Kellern Schimmel fördern kann. Außerdem wandern mit dem Holz Insekten ins Haus. In den Keller oder die Garage gehört nur Holz, das bereits trocken ist, und nur so viel, wie in den nächsten Wochen verheizt wird. Für den täglichen Bedarf neben dem Ofen genügt ein Kaminholzkorb.

Restfeuchte messen

Ein Holzfeuchtemessgerät zeigt, ob das Holz fertig ist. Messen Sie nicht an der Oberfläche eines Scheits, das lange im Stapel lag, sondern an einer frisch gespaltenen Fläche in der Mitte. Die Außenseite ist immer trockener als der Kern. Geräte gibt es ab etwa 20 Euro, siehe Holzfeuchtemessgerät. Ohne Gerät helfen Anzeichen: trockenes Holz ist leichter, hat Risse an den Enden und klingt beim Aneinanderschlagen hell.

Mengen und Maße

Brennholz wird in Raummetern, auch Ster genannt, gehandelt: ein Kubikmeter geschichtetes Holz mit Luftzwischenräumen. Der Schüttraummeter ist lose geschüttetes Holz und enthält deutlich weniger Holz, etwa zwei Drittel eines Raummeters. Ein Einfamilienhaus mit Kaminofen als Zusatzheizung verbraucht im Winter oft 3 bis 6 Raummeter. Planen Sie den Lagerplatz so, dass die Menge für zwei Winter hineinpasst: eine Hälfte trocknet, die andere wird verheizt. Hinweise zum Einkauf stehen unter Kaminholz kaufen.

Typische Fehler

  • Holz im Herbst gekauft und im selben Winter verheizt. Frisches Holz braucht Zeit, auch wenn der Händler von „ofenfertig“ spricht. Messen Sie nach.
  • Stapel direkt auf der Erde. Die untersten Lagen werden nie trocken und faulen.
  • Rundum abgedeckt. Kondenswasser statt Trocknung.
  • Holz an der Hauswand ohne Abstand, die dann hinter dem Stapel feucht wird.

Häufige Fragen

Kann Brennholz zu trocken sein?

Kaum. Sehr trockenes Holz unter 12 Prozent brennt schnell ab. Das ist im Kaminofen kein Problem, nur der Verbrauch steigt etwas.

Darf ich Holz aus dem Garten verbrennen?

Ja, wenn es unbehandelt und trocken ist. Obstbaumschnitt und gefällte Gartenbäume sind gutes Brennholz, nach der entsprechenden Trocknungszeit.

Zieht ein Holzstapel Ungeziefer an?

Ein Stapel ist Lebensraum für Käfer, Spinnen und manchmal Mäuse. Das ist draußen kein Problem. Deshalb nur kleine Mengen ins Haus holen und das Holz nicht monatelang in der Wohnung lagern.

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