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Heimwerker-Berater

Koniferendünger

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Was Koniferen brauchen
  2. Woran Sie Magnesiummangel erkennen
  3. Andere Ursachen für braune Nadeln
  4. Die Düngerarten
  5. Wann und wie oft düngen
  6. Bittersalz als schnelle Hilfe
  7. Gießen ist wichtiger als düngen
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Koniferendünger ist ein Volldünger für Nadelgehölze wie Thuja, Scheinzypresse, Wacholder oder Eibe, mit auffällig viel Magnesium und meist ohne Kalk. Er hilft gegen die gelb-braunen Verfärbungen, die an Koniferenhecken so häufig auftreten. Aber nur, wenn wirklich Nährstoffmangel die Ursache ist – bei Trockenheit, Streusalz oder Pilzbefall hilft kein Dünger.

Was Koniferen brauchen

Koniferen wachsen langsamer als Laubgehölze und sind im Grunde genügsam. Sie tragen ihre Nadeln aber mehrere Jahre und bilden damit dauerhaft viel grüne Masse, für die sie Stickstoff und vor allem Magnesium brauchen. Magnesium ist Zentralbaustein des Blattgrüns. Fehlt es, werden die Nadeln erst gelb, dann braun, zuerst an den älteren Trieben im Inneren der Pflanze.

Die meisten Koniferen mögen einen leicht sauren bis neutralen Boden. Kalk bindet Magnesium und Eisen, die Pflanze kommt dann nicht mehr an die Nährstoffe, obwohl sie im Boden vorhanden sind. Deshalb enthält Koniferendünger normalerweise keinen Kalk. Eine Ausnahme ist die Eibe, die auch kalkhaltige Böden verträgt.

Woran Sie Magnesiummangel erkennen

  • Gelbe bis bronzefarbene Nadeln, beginnend im Inneren der Pflanze und an älteren Trieben.
  • Gleichmäßige Verfärbung über die ganze Hecke, nicht nur an einzelnen Stellen.
  • Auftreten nach nassen Wintern oder auf Sandboden, wo Magnesium leicht ausgewaschen wird.

Treten braune Stellen dagegen nur an einzelnen Pflanzen, unten an der Straßenseite oder in scharf abgegrenzten Flecken auf, liegt die Ursache woanders.

Andere Ursachen für braune Nadeln

TrockenheitHäufigste Ursache. Braune Triebspitzen im Spätsommer oder nach Frosttrocknis im Winter, wenn der Boden gefroren ist und die Sonne scheint.
StreusalzBraun an der Straßen- oder Gehwegseite, unten stärker als oben.
HundeurinBraune Flecken knapp über dem Boden, an Ecken und Einfahrten.
PilzbefallEinzelne braune Triebe oder ganze Pflanzen, die innerhalb von Wochen absterben, oft bei Staunässe.
Rückschnitt ins alte HolzKahle braune Stellen, die nicht mehr austreiben. Die meisten Koniferen außer der Eibe treiben aus altem Holz nicht wieder aus.

Die Düngerarten

Mineralischer Koniferendünger wirkt schnell und gezielt, meist mit einem Stickstoff-Kalium-Verhältnis zugunsten des Kaliums und einem deutlichen Magnesiumanteil. Viele Produkte sind als Langzeitdünger umhüllt und versorgen über drei bis sechs Monate.

Organischer Koniferendünger besteht aus Hornspänen, Horngrieß, Pflanzenresten, manchmal Schafwolle, und wird langsam von Bodenlebewesen aufgeschlossen. Er ernährt gleichzeitig den Boden und ist kaum zu überdosieren.

Bittersalz (Magnesiumsulfat) ist kein Volldünger, sondern ein reiner Magnesiumdünger. Er eignet sich zur schnellen Korrektur eines festgestellten Mangels, ersetzt aber keine Grunddüngung.

Wann und wie oft düngen

  1. März bis April: die Hauptgabe zum Austrieb. Bei Langzeitdünger reicht diese eine Gabe oft für die Saison.
  2. Juni: bei organischem oder kurz wirkendem Dünger eine zweite, kleinere Gabe.
  3. Ab August kein Stickstoff mehr. Sonst treiben die Pflanzen spät nach, und die weichen Triebe erfrieren im Winter.

Streuen Sie den Dünger im Wurzelbereich aus, der bei Hecken etwa so breit ist wie die Hecke selbst, arbeiten Sie ihn flach ein und gießen Sie gründlich. Die Mengen stehen auf der Packung und liegen bei Hecken meist im Bereich von einer Handvoll je laufendem Meter.

Bittersalz als schnelle Hilfe

Bei deutlichem Magnesiummangel wirkt Bittersalz in zwei Formen:

  • Über den Boden: etwa 20 bis 30 g je Quadratmeter ausstreuen und einwässern.
  • Über die Nadeln: als verdünnte Lösung gesprüht, an einem bedeckten Tag. Die Nadeln nehmen das Magnesium direkt auf, die Wirkung zeigt sich nach einigen Wochen.

Braune Nadeln werden dadurch nicht wieder grün. Es geht darum, dass der Neuaustrieb gesund ist.

Gießen ist wichtiger als düngen

Koniferen, besonders frisch gepflanzte Hecken, verdursten öfter als sie verhungern. Ihre Wurzeln sitzen flach, und die dichte Hecke hält Regen vom Boden fern. In trockenen Sommern gründlich wässern, lieber einmal pro Woche 20 bis 30 Liter je Meter Hecke als täglich ein bisschen. Ein Tropfschlauch entlang der Hecke nimmt Ihnen die Arbeit ab. Auch an frostfreien Wintertagen kann Gießen nötig sein.

Typische Fehler

  • Blaukorn oder Rasendünger. Zu viel Stickstoff, zu wenig Magnesium.
  • Kalk streuen. Ausgerechnet das bindet das Magnesium im Boden.
  • Zu spät düngen. Späte Triebe erfrieren.
  • Frischen Rasenschnitt als Mulch dick unter die Hecke. Er fault und entzieht beim Verrotten Stickstoff.
  • Braune Stellen mit mehr Dünger bekämpfen, obwohl Trockenheit oder Streusalz schuld sind.

Häufige Fragen

Was kostet Koniferendünger?

Ein Sack mit 2 bis 5 kg reicht für eine längere Hecke eine Saison und kostet etwa 10 bis 25 Euro. Bittersalz kostet wenige Euro je Kilogramm.

Kann ich Koniferendünger für andere Pflanzen nehmen?

Für Rhododendren, Heidelbeeren und andere Säureliebhaber passt er oft auch. Für Rasen und Gemüse gibt es besser abgestimmte Dünger, etwa einen passenden Rasendünger.

Wächst die Hecke durch Dünger schneller?

Etwas, aber nicht dramatisch. Viel Stickstoff macht sie weich und anfällig. Für eine dichte Hecke ist der regelmäßige Schnitt mit einer Heckenschere wichtiger.

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