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Heimwerker-Berater

Kaminholzkorb

Haushaltvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Kaminholzkorb
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wofür der Korb da ist
  2. Die Materialien im Überblick
  3. Korb aus Weide oder Rattan
  4. Tasche aus Filz, Leder oder Wachstuch
  5. Metallkorb und Holzregal
  6. Die richtige Größe
  7. Abstand zum Ofen
  8. Nasses Holz gehört nicht in den Korb
  9. Selbst machen
  10. Häufige Fragen
  11. Video zum Thema

Ein Kaminholzkorb hat zwei Aufgaben: Holz vom Lager zum Ofen tragen und den Tagesvorrat ordentlich bereithalten. Welches Material Sie wählen, ist zur Hälfte Geschmack und zur Hälfte Praxis – denn Rindenkrümel, Staub und der Abstand zum heißen Ofen entscheiden, ob Sie mit dem Korb glücklich werden.

Wofür der Korb da ist

Im Keller oder Unterstand lagert das Brennholz luftig und kühl. Im Wohnzimmer liegt nur der Vorrat für einen Abend oder einen Tag – eben so viel, wie in den Korb passt. Mehr Holz sollte nicht am Ofen liegen: Es wird unnötig warm, bringt Insekten aus dem Holz ins Haus und nimmt Platz weg.

Ein guter Korb hat feste Griffe, lässt sich voll beladen tragen und steht stabil. Wer das Holz über eine Treppe oder aus dem Garten holt, merkt schnell, ob das Modell dafür taugt.

Kaminholzkorb Weide
Kaminholzkorb aus Korb-Weide | Foto: TPHeinz / Pixabay

Die Materialien im Überblick

MaterialVorteilNachteil
Weide, Rattanklassische Optik, leichtKrümel fallen durch, Geflecht kann brechen
Filzleicht, faltbar, weichverschmutzt, wenig formstabil
Leder, Wachstuchsauber, robust, gut tragbarteurer, braucht Pflege
Metallstabil, nicht brennbarschwer, kann Boden zerkratzen
Seegras, Jutenatürliche Optiknimmt Feuchtigkeit auf

Korb aus Weide oder Rattan

Der geflochtene Korb ist der Klassiker. Er ist leicht, stabil, wenn er gut verarbeitet ist, und sieht neben einem Kaminofen fast immer passend aus. Der Nachteil: Rindenstücke, Holzspäne und Staub rieseln durch das Geflecht auf den Boden. Ein Einlegestoff oder eine passende Innentasche löst das Problem.

Rattankorb
'Hand made' Rattankorb | Foto: cocoparisienne / Pixabay

Tasche aus Filz, Leder oder Wachstuch

Taschen aus Filz sind leicht, faltbar und schonen den Boden. Sie eignen sich gut zum Tragen, stehen aber voll beladen nicht immer stabil und werden mit der Zeit unansehnlich.

Leder und gewachstes Baumwolltuch sind die robusteren Alternativen. Sie halten Schmutz im Inneren, lassen sich abwischen und haben meist kräftige Tragegriffe. Offene Tragetaschen, bei denen man die Scheite seitlich einlegt, sind besonders bequem beim Holzholen.

Kaminholzkorb mit Wachstuch
Kaminholzkorb mit Wachstuch | Foto: Gellinger / Pixabay

Metallkorb und Holzregal

Körbe aus Stahl oder Metallgestelle sind nicht brennbar und halten auch eine grobe Behandlung aus. Voll beladen sind sie schwer, zum Tragen sind sie weniger gedacht. Sie passen gut als fester Vorratsbehälter neben den Ofen, während eine Tasche zum Holzholen dient.

Eine Alternative für größere Mengen ist ein Kaminholzregal im Wohnraum. Es hält mehr Holz, sieht dekorativ aus, braucht aber Platz und bringt mehr Holz ins Haus, als nötig ist.

Die richtige Größe

Die meisten Kaminöfen verbrennen Scheite mit 25 oder 33 cm Länge. Der Korb sollte innen mindestens 35 bis 40 cm lang sein, damit die Scheite quer hineinpassen, ohne überzustehen. Ein Korb mit rund 40 × 30 cm Grundfläche und 30 cm Höhe fasst den Vorrat für einen Abend.

Größer ist nicht immer besser: Ein voller Korb mit 20 kg Buchenholz ist schwer zu tragen. Lieber zweimal gehen als einmal den Rücken ruinieren.

Kaminholzkorb gross
Groß und mit einem dicken Griff: ein Kaminholzkorb wie aus dem Bilderbuch! | Foto: Gellinger / Pixabay

Abstand zum Ofen

Holz und brennbare Körbe gehören nicht in den Strahlungsbereich des Ofens. Die Mindestabstände stehen in der Anleitung des Ofens; vor der Sichtscheibe sind meist 80 cm vorgeschrieben, seitlich und hinten deutlich weniger. Der Korb darf also neben dem Ofen stehen, aber nicht direkt vor der Scheibe und nicht auf der Funkenschutzplatte. Ein Metallkorb ist nicht brennbar – das Holz darin schon.

Nasses Holz gehört nicht in den Korb

Der Korb ist kein Trockenlager. Nur trockenes Holz mit unter 20 Prozent Feuchte gehört ins Wohnzimmer. Feuchtes Holz im warmen Raum fängt an zu schimmeln, und im Ofen brennt es schlecht. Wie Sie Holz richtig trocknen, steht unter Brennholz lagern.

Selbst machen

Einen einfachen Holzkorb können Sie aus Palettenbrettern oder Restholz selbst bauen: vier Seitenteile, ein Boden, zwei Griffe aus Rundholz oder Seil. Wer flechten kann, fertigt aus Weidenruten einen klassischen Korb. Eine Tasche aus kräftigem Stoff oder Leder nähen geübte Hände an einem Nachmittag.

Häufige Fragen

Kann Ungeziefer mit dem Holz ins Haus kommen?

Ja, in Rinde und Holzritzen überwintern Käfer, Spinnen und manchmal Holzwespen. Im warmen Wohnzimmer werden sie munter. Deshalb nur den Tagesvorrat hereinholen, die Scheite vorher kurz abklopfen und Rindenreste aus dem Korb regelmäßig ausleeren. Auf Möbel oder Parkett gehen solche Insekten in aller Regel nicht über.

Welcher Korb macht am wenigsten Schmutz?

Geschlossene Taschen aus Leder oder Wachstuch und Metallkörbe mit geschlossenem Boden. Geflochtene Körbe brauchen eine Einlage.

Wie viel Holz sollte im Wohnzimmer liegen?

So viel, wie Sie an einem Tag verfeuern. Der Rest bleibt im Lager.

Was gehört noch neben den Ofen?

Ein Kaminbesteck und ein Ascheeimer aus Metall mit Deckel.

Video zum Thema

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