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Heizung entlüften und warten

Die Heizung entlüften und warten, dies kann für den betreffenden Haus- und Immobilienbesitzer durchaus zu einer äußerst diffizilen und knifflige Angelegenheit geraten. Ausschlaggebend hierfür sind stets die Bauart und das Funktionsprinzip der jeweiligen Heizung und natürlich dann letztendlich auch die individuellen technischen Vorkenntnisse und die handwerkliche Begabung des betreffenden Hausbesitzers.

Im Allgemeinen kann es daher sinnvoll sein, mit dem Heizung entlüften und warten jeweils denjenigen Fachbetrieb zu beauftragen, welcher die betreffende Heizung ursprünglich auch einmal installiert und in die Immobilie eingebaut hat. Hierzu werden im Allgemeinen sogenannte Wartungsverträge abgeschlossen, welchen den Installationsbetrieb der Heizung dazu verpflichten, diese einmal jährlich zu überprüfen, zu kontrollieren und dann im Abschluss konkrete Empfehlungen für den künftigen Betrieb an den Hausbesitzer abzugeben. Doch lässt bei einer, stets nur begrenzt möglichen Tätigkeit des Hausbesitzers beim Heizung entlüften und warten, so einiges an Geld einsparen.

Regelmäßigkeit ist ganz enorm wichtig

Heizung richtig warten und entlüften

Foto: eroyka | pixabay.com

Das regelmäßige Heizung entlüften und warten ist für die Funktionsfähigkeit und dann letztendlich auch für die Lebensdauer einer solchen Anlage ganz enorm wichtig. Spätestens dann, wenn sich nach einer sommerlichen Betriebspause oder auch nach dem Auffüllen von Wasser auf das System die berühmten Gluckergeräusche einstellen sollten oder einzelne Heizkörper auch nicht mehr richtig warm werden wollen, ist es für den Betreiber an der Zeit und sinnvoll, seine Heizung zu entlüften.

Da es sich hierbei jedoch grundsätzlich um sehr einfache Abläufe und Vorgänge handelt, die auch von handwerklichen Laien ohne grundlegendes technisches Verständnis problemlos durch geführt werden können, mag hierfür das Herbeirufen der Installationsfirma entfallen und die dafür dann anfallenden Kosten können ganz einfach eingespart werden.

Gluckert die Heizung also und wird sie nicht so richtig warm, so ist dies regelmäßig ein gutes Indiz dafür, dass nun eine Entlüftung vorgenommen werden sollte. Ein weiterer Anlass um seine Heizung gründlich zu entlüften, ist auch die saisonale Wiederinbetriebnahme zu Beginn der Heizperiode im Herbst oder auch im Winter. Vor allem bei Ferienhäusern ist es durchaus üblich, dass die Heizung während des Frühjahrs und des Sommers regelmäßig außer Betrieb gesetzt wird. Soll sie dann im herbst wieder eingeschaltet werden, so ist es stets ganz enorm zweckmäßig, wenn sie vorher erst einmal gründlich entlüftet wird.

Die Heizung entlüften: So wird es gemacht

Um die Heizung selbst entlüften zu können, benötigt ihr Betreiber im Grunde genommen gar nicht viel an Werkzeug und an Erfahrung. Erforderlich sind ein Eimer und ein Lappen sowie eine Kombizange, ein Schraubenzieher oder auch ein besonderer Heizungsschlüssel, den es heute schon recht problemlos in den meisten der großen Baumärkte zu kaufen gibt.

Im ersten Schritt geht man nun in den Heizungskeller oder in denjenigen Raum, in welchem die Heizung installiert worden ist und man stellt hier zunächst erst einmal die Umwälzpumpe de Heizung ab. Wie dies geschehen muss, das entnimmt man am besten dem jeweils vorhandenen Manual oder der Bedienungsanleitung für die Heizung. Durch das Abstellen dieser Umwälzpumpe soll nämlich sicher gestellt werden, dass sich dann im Verlaufe der nächsten Stunden die möglicherweise im System der jeweiligen Heizung vorhandene Luft ganz oben in den installierten Heizkörpern sammeln kann.

Nach dem Ablauf von jeweils mindestens einer stunde geht man nun zu den einzelnen Thermostaten sämtlicher an der Wand installierter Heizkörper und man dreht die Thermostate dann vollkommen und bis zum Anschlag auf. Auf der jeweils dem Thermostat gegenüber gelegenen Seite des Heizkörpers befindet sich dann ein kleines Ventil. Dieses muss nun durch den Betreiber der Heizung entweder mit dem im Baumarkt bezogenen Heizungsschlüssel, dem Schraubenzieher oder aber auch mit der Kombizange leicht und grundsätzlich nur entgegen dem Uhrzeigersinn aufgedreht werden. An einem mehr oder minder lauten Zischen wird nun offenkundig, dass die sich im Heizkörper angesammelte Luft aus dem System entweichen konnte.

So lange das Zischen jeweils anhält, sollte ein Eimerchen unter das Ventil gehalten und dieses offengehalten werden. Erst dann, wenn das Zischen der entweichenden Luft vollkommen aufgehört hat und stattdessen nur noch warmes Wasser aus dm geöffneten Ventil heraus sprudelt oder heraus tropft, darf dieses vorsichtig wieder verschlossen werden, indem es im Uhrzeigersinn gedreht wird, bis es dann schließlich fest sitzt.

Diese Prozedur muss nun analog bei allen im Haus befindlichen Heizkörpern gleichermaßen wiederholt werden, um der Luft die Gelegenheit zu geben, vollständig und auch aus allen Heizkörpern entweichen zu können.

Die Wartung der Heizung

Es wurde eingangs schon wiederholt erwähnt, dass die Wartung einer komplexen und in einem Haus installierten Heizungsanlage am besten einem sach- und fachkundigen Installationsbetrieb überlassen werden sollte, welcher nicht nur die hierzu erforderliche Erfahrung, sondern auch das benötigte Werkzeug besitzt.

Mindestens einmal pro Kalenderjahr sollte ein solcher Fachbetrieb die Wartung de Heizungsanlage durchführen und auch entsprechend dokumentieren, um gegebenenfalls Garantieansprüche des Betreibers gegenüber dem Hersteller der Anlage nicht verlieren zu können.

Zu denjenigen Wartungsarbeiten, die der Betreiber der Heizungsanlage als Laie ausführen kann und sollte, zählt zum Beispiel auch die Kontrolle von Betriebsdruck und von Wasserstand in der Anlage. Diese Daten gehen zum Einen aus dem zugehörige Manual und aus der Betriebsanleitung zur Heizungsanlage hervor, zum Anderen kann man sich aber auch durch einen entsprechenden Fachbetrieb einweisen lassen.

Werden nämlich geringfügige Abweichungen von den entsprechenden Sollwerten festgestellt, so sollte es auch dem laienhaften Betreiber einer solchen Heizungsanlage nach einer gründlichen Einweisung durch den Installationsbetrieb ohne weiteres beispielsweise erfolgreich möglich sein, so lange Wasser auf das System durch das Aufdrehen des Wasserhahns aufzufüllen, bis die entsprechenden Sollwerte an der Anlage dann wieder erreicht worden sind.

Bei Geräuschen jedoch und beim nur ungenügenden Warmwerden der Heizkörper, sollte von eigenständige Wartungsversuchen, die vielleicht mehr Schaden als Nutzen nach sich ziehen könnten, tunlichst Abstand genommen werden. Gerade auch für den technischen Laien ist es dann unbedingt sinnvoll, den zuständigen Installationsbetrieb anhand eine am Heizungskorpus anzubringenden Notfallnummer zu kontaktieren.

Auch die Inbetriebnahme einer solchen Heizungsanlage nach einer vielleicht längeren und sommerbedingten Ruhephase sollte stets am besten nur den sachkundige und zuständige Installationsfachbetrieb erfolgen. Ist nämlich zwischenzeitlich vielleicht sogar die Pumpe fest geworden, so werden regelmäßig fachliches Know How und das richtige Werkzeug erforderlich, um der Lage wieder Herr zu werden.

Passend dazu:

Heizkörperthermostat bzw. Heizungsthermostat

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Kommentare

Manuel Löhrmann 25. Juli 2019 um 10:22

Heizungen sind wegen der Klimakriese wieder ein Thema geworden. Gut zu wissen, dass Regelmäßigkeit beim entlüften und warten der Heizung so wichtig sind. Ich habe mir jetzt an die Nase gefasst und werde den Installateur anrufen um alles auf einem guten Stand zu haben.

Antworten

Anne Bonny 29. Oktober 2019 um 17:31

Unsere Heizung macht komische Geräusche. Ich wusste nicht, dass das ein Anzeichen dafür ist, dass die Heizung gewartet werden muss. Es ist gut, dass man keine handwerklichen Fähigkeiten braucht, um das zu machen.

Antworten

Heiner 19. Dezember 2019 um 15:49

Dass die Heizung komische Geräusche macht, ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass die Anlage gewartet werden muss. Vor allem bei älteren Anlagen, entstehen jaulende Geräusche, wenn die Heizung auf Volllast läuft, aber die Ventile der einzelnen Heizkörper nur auf Gefrierschutz oder auf „1“ stehen. Das heiße Wasser rennt dann mit voller Kraft gegen die geschlossenen Ventile an, was das jaulende Geräusch verursacht. Dreht man dann die Ventile der Heizkörper voll auf, so verschwindet das jaulende Geräusch in der Regel sofort. Bei neueren Anlagen, gibt es inzwischen interne Regelmechanismen, die das charakteristische Jaulen verhindern können.

Heiner Bauer

Antworten

Gretl Hendricks 30. Oktober 2019 um 11:55

Interessant, dass man die Wartungsarbeiten an einer Heizung mittels entlüften ein Stück weit durchführen kann. Das wäre vielleicht ein erster Schritt in die richtige Richtung bei meiner Heizung. vielleicht werde ich mal einen Experten anrufen, damit er sich meine Anlage mal ansehen kann.

Antworten

Ferdinand Schneider 19. Dezember 2019 um 14:44

Ich habe schon häufiger gelesen, dass die Wartung der Heizung sehr zu empfehlen ist. Die Entlüftung wird nicht schwer sein, aber kann man selber alle Wartungsarbeiten ausführen? Ich kann mir vorstellen, dass man für bestimmte Sachen eher einen Installateur braucht.

Die Heizung entlüften, das sollte man bei jeder saisonalen Wiederinbetriebnahme, im Herbst, selber machen. Alle anderen Wartungsarbeiten an der Heizung (Konfiguration der Pumpe, Brenner einstellen, Elektronik u.a.m.) sollte man jedoch unbedingt einem dazu autorisierten und geschulten Fachbetrieb, im Interesse der Betriebssicherheit (Gasheizung), überlassen. Hierzu schließen die Fachbetriebe, die die Heizungsanlage installieren und erstmalig in Betrieb nehmen, in der Regel sogenannte Wartungsverträge mit dem Betreiber ab. Der Betreiber wird dann per Post in jedem Jahr durch den Fachbetrieb über einen Termin informiert, zu dem die nächste Wartung fällig wird.

Eigenmächtig durchgefürte Wartungsarbeiten an einer komplexen Heizungsanlage, können zum Erlöschen der Gewährleistung durch den Hersteller führen. Die fachgerechte Wartung einer Heizungsanlage, wird im jährliche Turnus empfohlen und muss durch den durchfühenden Fachbetrieb, z.B. anhand einer Plakette (wie beim TÜV), dokumentiert werden.

Heiner Bauer

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Gretl 27. Dezember 2019 um 19:46

Interessant, dass man die Umwälzpumpe abstellen sollte, bevor man die Heizung entlüftet. Für mich ist das alles ein bisschen kompliziert. Vielleicht rufe ich den Installateur hierfür. Obwohl ihre Beschreibung ausgezeichnet ist.

Grundsätzlich ist man immer auf der sicheren Seite, wenn man den Installateur beauftragt. Hierzu gibt es Wartungsverträge mit in der Regel einmaliger jährlicher Pauschale.

Heiner Bauer

Antworten

Nora 3. Januar 2020 um 10:53

Seit einiger Zeit habe ich Geräusche bei meinem Heizkörper bemerkt. Daher informiere ich mich über das Thema, um die möglichen Gründe zu verstehen. Am besten werde ich mich an einen Fachmann wenden. Wie du sagst, eine regelmäßige Wartung ist sehr wichtig! Danke für den Beitrag!

Antworten

Markus Richter 7. Februar 2020 um 11:13

Ich wohne zur Miete in einer Altbauwohnung und habe bemerkt, dass die Heizkörper nicht wirklich warm werden, selbst wenn ich die Temperatur ganz hochdrehe. Vielleicht könnte ich selbst bei meinen Heizkörpern checken, ob sich Luft angesammelt hat. Was die Wartung des Heizsystems geht, sollte aber der Eigentümer einen Installateur beauftragen. Ich hab gar kein Zugang zum Heizungskeller.

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