Sandfilteranlage und Sandfilterpumpe anschließen
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Eine Sandfilteranlage ist in ein bis zwei Stunden aufgebaut, wenn Sie die Reihenfolge einhalten: erst vormontieren, dann aufstellen, dann Sand einfüllen, dann Schläuche und zuletzt Strom. Die meisten Probleme entstehen an zwei Stellen: an undichten Gewinden und am zerbrochenen Filterstern. Beides lässt sich vermeiden.
Was Sie bereitlegen
Neben der Anlage selbst brauchen Sie Filtersand oder Filterglas in der Menge, die der Hersteller angibt, Teflonband oder Dichtfaden, Schlauchschellen, einen Schraubendreher, eine Wasserwaage und für den Sand einen Eimer und einen Trichter oder eine Plastikflasche mit abgeschnittenem Boden. Sinnvoll ist außerdem ein Stück Schlauch für den Rückspülabfluss, der bis zu einem Abwasseranschluss reicht.
Der richtige Aufstellort
Am besten steht die Anlage auf gleicher Höhe wie der Wasserspiegel oder etwas darunter. Dann läuft das Wasser der Pumpe von selbst zu. Steht sie höher, muss die Pumpe selbstansaugend sein, und jedes Leck auf der Saugseite wird zum Problem.
Der Untergrund muss eben und tragfähig sein – eine Gehwegplatte, ein Betonsockel oder ein verdichtetes Kiesbett. Ein gefüllter Kessel wiegt je nach Größe 50 bis über 100 kg. Der Ort sollte trocken und luftig sein, geschützt vor Dauerregen und praller Mittagssonne. Das Gehäuse der Pumpe sollte nicht dauerhaft über 40 °C warm werden. Halten Sie außerdem den Abstand zum Beckenrand ein, den der Hersteller vorgibt.
Schritt für Schritt aufbauen
- Vormontieren. Schlauchtüllen und Verschraubungen in Pumpe und Ventil eindrehen. Gewinde vorher mit Teflonband umwickeln, im Uhrzeigersinn und straff. Handfest anziehen, bei Kunststoffgewinden nicht mit der Zange – sie reißen.
- Aufstellen und ausrichten. Mit der Wasserwaage prüfen. Ein schiefer Kessel verteilt das Wasser ungleich über den Sand.
- Kessel vorbereiten. Deckel oder Ventil abnehmen, Filterstern auf festen Sitz prüfen, das Steigrohr in der Mitte mit einer Kappe oder Tüte abdecken, damit kein Sand hineinfällt.
- Kessel zur Hälfte mit Wasser füllen. Das Wasser dämpft den Aufprall des Sandes – ohne Wasser bricht der Filterstern leicht.
- Sand einfüllen. Langsam und gleichmäßig, bis zur Markierung am Kessel, meist etwa zwei Drittel der Höhe. Die Abdeckung vom Steigrohr wieder entfernen, Dichtfläche von Sandkörnern säubern.
- Ventil aufsetzen und verschließen. Den Spannring gleichmäßig anziehen, Dichtring vorher prüfen.
- Leitungen verbinden. Vom Skimmer zur Pumpe, von der Pumpe zum Ventilanschluss „Pump“, vom Anschluss „Return“ zur Einlaufdüse, von „Waste“ zum Abfluss. Alle Schläuche mit Schellen sichern.
Bei Top-Mount- und Side-Mount-Anlagen unterscheiden sich die Anschlüsse etwas; die Beschriftung am Ventil ist maßgeblich. Welche Bauform welche Vorteile hat, erklärt der Beitrag zur Sandfilteranlage für den Pool.
Welcher Sand in welcher Menge
Üblich ist Quarzsand in 0,4 bis 0,8 mm. Kleine Anlagen für Aufstellpools brauchen meist 15 bis 35 kg, mittlere 50 bis 75 kg, große Side-Mount-Kessel über 100 kg. Die genaue Menge steht auf dem Typenschild oder in der Anleitung. Bei Filterglas nehmen Sie etwa 20 Prozent weniger, weil es leichter ist.
Der Stromanschluss
Die Pumpe gehört an eine Außensteckdose, die über einen Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA abgesichert ist. Verlängerungskabel und Mehrfachstecker im Nassbereich sind tabu. Liegt keine geeignete Steckdose in Reichweite, muss eine neu gesetzt werden – das ist Arbeit für eine Elektrofachkraft, denn der Poolbereich unterliegt nach DIN VDE 0100-702 eigenen Regeln. Eine Zeitschaltuhr zwischen Steckdose und Pumpe spart Strom und Nerven.
Die erste Inbetriebnahme
- Pool auf Betriebshöhe füllen, damit der Skimmer Wasser zieht.
- Vorfilterkorb der Pumpe mit Wasser füllen und den Deckel schließen.
- Ventil auf Rückspülen stellen und die Pumpe 2 bis 3 Minuten laufen lassen. So kommt der Staub aus dem neuen Sand in den Abfluss statt ins Becken.
- Pumpe aus, Ventil auf Nachspülen, 30 bis 60 Sekunden laufen lassen.
- Pumpe aus, Ventil auf Filtern, Pumpe an. Druck am Manometer notieren – das ist Ihr Ausgangswert für später.
Wie die weitere Pflege abläuft, steht unter Sandfilteranlage richtig spülen.
Schläuche und Rohre
Aufstellpools arbeiten meist mit Schläuchen in 32 oder 38 mm, Einbaubecken mit festen PVC-Rohren in 50 mm. Verwenden Sie auf der Saugseite keine Schläuche, die zusammenfallen können, sondern formstabile Poolschläuche. Jede Reduzierung, jeder Knick und jeder zusätzliche Meter kostet Durchfluss. Halten Sie die Leitungen deshalb so kurz wie möglich und verlegen Sie sie ohne Bögen nach oben, in denen sich Luft sammeln kann. Kugelhähne vor und hinter der Anlage lohnen sich: Damit lässt sich die Anlage abkoppeln, ohne das Becken abzusenken.
Typische Fehler
- Sand in den trockenen Kessel gekippt. Filterstern gebrochen, Sand im Pool.
- Steigrohr nicht abgedeckt. Sand fällt ins Rohr und landet beim ersten Einschalten im Becken.
- Anschlüsse vertauscht. Wasser läuft falsch herum oder direkt in den Abfluss. Die Ventilbeschriftung genau lesen.
- Luft in der Saugleitung. Die Pumpe brummt, fördert aber nicht. Saugseitige Verbindungen nachziehen.
- Pumpe trocken gestartet. Die Gleitringdichtung ist nach wenigen Minuten ohne Wasser hinüber.
Häufige Fragen
Kann ich die Anlage sofort benutzen?
Nach dem Rück- und Nachspülen ja. Den Pool erst benutzen, wenn die Wasserwerte stimmen; die Filterung allein macht das Wasser nicht keimfrei.
Muss ein Fachmann die Anlage anschließen?
Den Aufbau und das Verbinden der Schläuche schaffen Sie selbst. Eine Elektrofachkraft brauchen Sie nur, wenn eine Steckdose neu gesetzt oder eine Leitung verlegt werden muss.
Warum tropft es am Ventil?
Meist sitzt ein Sandkorn auf der Dichtung des Kesselhalses. Ventil abnehmen, Dichtfläche und Dichtring säubern, wieder aufsetzen. Tropft es aus dem Abflussanschluss im Filterbetrieb, ist die Dichtung im Ventil verschlissen.
Wo läuft das Rückspülwasser hin?
In einen Schmutzwasseranschluss oder, wo die Gemeinde es erlaubt, auf eine Versickerungsfläche weit weg von Nachbargrundstücken. Klären Sie das vor dem ersten Spülen.



