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Heimwerker-Berater

Bewässerungscomputer

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Bewässerungscomputer
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wie er funktioniert
  2. Die Bauarten
  3. Sensoren machen den Unterschied
  4. Druck und Wasserquelle
  5. Die richtigen Programme
  6. Worauf es beim Kauf ankommt
  7. Typische Fehler
  8. Winter
  9. Einbindung in ein ganzes System
  10. Häufige Fragen

Ein Bewässerungscomputer sitzt zwischen Wasserhahn und Schlauch und öffnet zu festgelegten Zeiten ein Ventil. Er gießt, während Sie schlafen oder im Urlaub sind, und hört von selbst wieder auf. Er spart Wasser aber nur, wenn die Programme zum Garten passen – ein falsch eingestellter Computer gießt pünktlich jeden Tag auch bei Regen.

Wie er funktioniert

Im Gehäuse steckt ein Magnetventil, das über eine Steuerung mit Uhr geschaltet wird. Die Energie kommt meist aus Batterien, bei manchen Modellen aus einem kleinen Solarmodul. Sie legen fest, an welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit und wie lange Wasser fließt. Angeschlossen wird er an einen Außenwasserhahn mit Gewinde, meist 3/4 oder 1 Zoll, auf der anderen Seite an den Schlauch zum Regner, Tropfschlauch oder Verteiler.

Bewässerungscomputer im Garten
Praktisch sowohl für den eigenen Garten als auch für die Landwirtschaft: der Bewässerungscomputer ermöglicht die Umsetzung einer klugen, wassersparenden und umweltfreundlichen Bewässerungsstrategie. | Foto: Photozirka / Depositphotos.com

Die Bauarten

BauartBedienungPasst für
Einfache ZeitschaltuhrDrehknopf, feste Intervalleein Beet, eine Rasenfläche
Programmierbarer ComputerDisplay und Tasten, mehrere Programmeunterschiedliche Tage und Zeiten
Computer mit zwei oder mehr Ausgängengetrennte Programme je AusgangRasen und Beete mit verschiedenem Bedarf
App-gesteuertSmartphone über Bluetooth, WLAN oder Funk-GatewaySteuerung aus der Ferne, Wetterdaten

Sensoren machen den Unterschied

Ein Computer ohne Sensor gießt nach Plan. Ein Regensensor unterbricht das Programm, wenn es geregnet hat. Ein Bodenfeuchtesensor misst im Wurzelbereich und lässt das Programm nur laufen, wenn der Boden tatsächlich trocken ist. Bodenfeuchte ist das bessere Signal, weil ein kurzer Schauer die Oberfläche benetzt, aber nicht bis zu den Wurzeln vordringt. App-Geräte beziehen oft Wetterdaten aus dem Internet und verschieben das Gießen, wenn Regen angesagt ist.

Druck und Wasserquelle

Die meisten Bewässerungscomputer brauchen einen Mindestdruck, damit das Magnetventil zuverlässig öffnet und schließt, meist um 0,5 bar. Am Hauswasserhahn ist das nie ein Problem. An einer Regentonne ohne Pumpe reicht der Druck dagegen oft nicht, dort braucht es ein Modell, das ausdrücklich drucklos arbeitet, oder eine Pumpe. An einer Gartenpumpe mit Druckschalter funktioniert ein Computer gut, solange die Pumpe beim Öffnen des Ventils anspringt.

Die richtigen Programme

  1. Früh am Morgen gießen, zwischen 4 und 7 Uhr. Dann verdunstet wenig, und die Blätter trocknen tagsüber ab. Abends gießen lässt Laub nass in die Nacht gehen, was Pilze und Schnecken fördert.
  2. Selten und durchdringend statt täglich ein bisschen. Rasen braucht im Sommer etwa 15 bis 20 Liter je m² und Woche, verteilt auf zwei Gaben. So wurzeln die Pflanzen tiefer.
  3. Zonen trennen. Rasen, Gemüse, Hecke und Kübel haben unterschiedlichen Bedarf. Ein Computer mit mehreren Ausgängen oder ein Verteiler macht das möglich.
  4. Laufzeit messen, nicht schätzen. Stellen Sie einen Becher in die Beregnungsfläche und messen Sie, wie viel Millimeter in einer Viertelstunde fallen. 1 mm entspricht 1 Liter je m².
  5. Im Herbst nachjustieren. Ein Sommerprogramm im Oktober ertränkt den Garten.

Worauf es beim Kauf ankommt

Achten Sie auf ein gut ablesbares Display oder eine zuverlässige App, auf die Anzahl der Programme und Startzeiten pro Tag und auf einen Anschluss für Sensoren. Eine manuelle Taste zum sofortigen Gießen ist praktischer, als man denkt. Bei App-Modellen lohnt ein Blick auf die Funkreichweite: Ein Gateway im Haus erreicht den Garten nicht immer, die Reichweite hängt stark von Wänden und Abstand ab. Die Batterie sollte eine Saison halten und bei schwacher Spannung das Ventil schließen, nicht offen lassen.

Typische Fehler

  • Batterie leer, Ventil zu, und der Urlaubsgarten vertrocknet. Vor jeder Reise eine neue Batterie einsetzen.
  • Regensensor unter dem Dachüberstand, wo nie ein Tropfen hinfällt.
  • Zu viele Verbraucher an einem Ausgang. Der Druck reicht dann nicht für alle Regner.
  • Programm nie geprüft. Nach dem Einstellen einmal zur Startzeit nachsehen, ob wirklich Wasser fließt.

Winter

Bewässerungscomputer sind nicht frostfest. Vor dem ersten Frost abschrauben, Batterien herausnehmen und das Gerät trocken und frostfrei lagern. Restwasser im Ventil kann das Gehäuse sprengen. Den Außenwasserhahn innen absperren und entleeren.

Einbindung in ein ganzes System

Der Computer ist das Steuerteil. Was danach kommt, entscheidet über den Erfolg: Tropfschlauch und Tropfer für Beete und Hecken, Regner für den Rasen, Perlschlauch für Reihenpflanzungen. Wie man diese Teile zu einem Gesamtsystem verbindet, beschreibt der Artikel Bewässerungssystem für den Garten.

Häufige Fragen

Was kostet ein Bewässerungscomputer?

Einfache Zeitschaltuhren gibt es ab etwa 25 Euro, programmierbare Computer mit Display für 40 bis 80 Euro, App-Geräte mit Gateway und mehreren Ausgängen für 80 bis 200 Euro.

Brauche ich WLAN im Garten?

Nur bei WLAN-Modellen. Viele Geräte arbeiten mit Bluetooth, dann muss das Smartphone beim Einstellen in der Nähe sein, oder mit einem Funk-Gateway im Haus.

Kann ich mehrere Computer kombinieren?

Ja, etwa einen je Wasserhahn. App-Systeme verwalten mehrere Ventile gemeinsam und lassen sich teils mit Sensoren und Pumpen desselben Herstellers verbinden.

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