Poolsauger

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Ein Poolsauger holt, was auf den Boden gesunken ist: Sand, Blütenstaub, Laubreste, abgestorbene Algen. Der Kescher erreicht das nicht, und die Filteranlage allein auch nicht – sie zieht nur Wasser aus den oberen Schichten.
Es gibt drei Bauarten, die sich technisch grundlegend unterscheiden.
Der Handsauger
Eine Saugdüse an einem Teleskopstab, über einen Schwimmschlauch mit dem Skimmer oder einem eigenen Sauganschluss verbunden. Den Sog erzeugt die Filterpumpe.
Vorteile: günstig, gründlich, keine Elektronik, die ausfallen kann. Sie kommen in jede Ecke und um jede Stufe herum.
Nachteile: Sie arbeiten selbst, Bahn für Bahn. Bei einem großen Becken ist das eine halbe Stunde.
Der wichtigste Handgriff beim Anschließen: Den Schlauch vollständig mit Wasser füllen, bevor Sie ihn an den Skimmer stecken. Halten Sie ihn dafür vor die Einlaufdüse, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Sonst zieht die Pumpe Luft, verliert die Ansaugung und läuft im schlimmsten Fall trocken.
Saugen Sie in langsamen, überlappenden Bahnen. Wer hastig fährt, wirbelt den Schmutz auf, statt ihn aufzunehmen – und darf in zwei Stunden noch einmal anfangen.

Der halbautomatische Sauger
Ebenfalls am Kreislauf angeschlossen, bewegt sich aber selbst über den Boden. Es gibt zwei Prinzipien.
Saugseitige Reiniger hängen am Skimmer oder Sauganschluss und werden durch den Sog angetrieben. Sie sind günstig, brauchen aber eine ausreichend starke Pumpe, und der Schmutz landet im Pumpenvorfilter – der sich dadurch schnell zusetzt.
Druckseitige Reiniger werden an die Einlaufleitung angeschlossen und haben einen eigenen Fangbeutel. Sie belasten die Filteranlage weniger, brauchen aber oft eine Zusatzpumpe.
Beide arbeiten nach dem Zufallsprinzip. Sie decken die Fläche mit der Zeit ab, nicht systematisch – dafür laufen sie unbeaufsichtigt.
Der Poolroboter
Ein eigenständiges Gerät mit Motor, eigenem Filter und meist Niedervoltnetzteil am Beckenrand. Er ist vollständig unabhängig von der Filteranlage.
Vorteile: reinigt Boden, Wände und je nach Modell die Wasserlinie. Arbeitet auch bei schwacher Umwälzpumpe. Der Schmutz landet im eigenen Filter, nicht im Sandfilter. Viele Modelle fahren systematisch statt zufällig.
Nachteile: der Preis, das Gewicht beim Herausheben und die Tatsache, dass es ein Elektrogerät im Wasser ist – mit entsprechender Elektronik, die ausfallen kann.
Worauf Sie beim Roboter achten sollten
| Merkmal | Warum es zählt |
| Filterfeinheit | grobe Körbe lassen Sand und Pollen durch |
| Zugang zum Filter | muss von oben entnehmbar sein |
| Wandsteigung | nicht jedes Gerät kommt die Wand hoch |
| Kabellänge | muss zur Beckendiagonale passen |
| Kabeldrall | Drehgelenk verhindert das Verdrillen |
| Gewicht | nass deutlich schwerer als angegeben |
| Beckenform | Rundbecken und Stufen brauchen passende Programme |
Der Punkt Zugang zum Filter wird beim Kauf selten beachtet und entscheidet im Alltag darüber, ob das Gerät gepflegt wird. Wer zum Leeren das Gehäuse zerlegen muss, lässt es irgendwann.
Für welches Becken was
Aufstellpool bis 15 m³: Ein einfacher Handsauger oder ein Akku-Bodensauger genügt.
Eingelassener Pool 15 bis 30 m³: Handsauger oder halbautomatisches Gerät. Ein Roboter ist Komfort, keine Notwendigkeit.
Ab 30 m³ oder viel Laubeintrag: Ein Roboter spart spürbar Zeit.
Folienbecken vertragen alle Bauarten, sofern die Bürsten weich sind.
Fliesenbecken brauchen Geräte mit Gummiraupen statt harter Bürsten.

Akku-Bodensauger als Zwischenlösung
Kleine, akkubetriebene Sauger am Teleskopstab mit eigenem Filterbeutel sind der Mittelweg. Sie brauchen keine Filteranlage, kosten 80 bis 250 Euro und eignen sich gut für Aufstellpools und für schnelle Einsätze zwischendurch.
Die Laufzeit liegt meist bei 30 bis 60 Minuten, die Saugkraft deutlich unter der eines Anlagensaugers. Für Sand und Laub reicht sie, für feinen Schlamm nicht.
Pflege
Spülen Sie Filterkorb oder Fangbeutel nach jedem Einsatz aus und lassen Sie alles trocknen. Bei Robotern gehören die Bürsten kontrolliert – abgenutzte Bürsten verlieren den Kontakt zum Boden und der Sauger rutscht.
Lagern Sie den Roboter über den Winter trocken und frostfrei, das Kabel locker aufgerollt, nicht scharf geknickt.
Und ein Hinweis, der jedes Jahr für Ausfälle sorgt: Keinen Roboter im Becken lassen, während eine Stoßchlorung wirkt. Die hohe Chlorkonzentration greift Dichtungen und Kunststoffteile an.
Absaugen über Skimmer oder Bodenablauf
Bei Becken mit mehreren Sauganschlüssen lohnt es sich, den richtigen zu wählen.
Über den Skimmer zu saugen ist der Normalfall. Nachteil: Der aufgenommene Schmutz läuft durch den Skimmerkorb und die Pumpe, beide setzen sich schneller zu.
Über einen separaten Sauganschluss in der Beckenwand geht es direkt zur Pumpe – besser für den Skimmerkorb, aber nicht in jedem Becken vorhanden.
Stellen Sie das Ventil vorher entsprechend um und prüfen Sie nach dem Saugen den Pumpenvorfilter. Nach einer gründlichen Bodenreinigung ist er fast immer voll, und eine Pumpe mit verstopftem Vorfilter läuft heiß.
Der häufigste Fehler beim Saugen
Zu schnell fahren. Der Sauger wirbelt den Schlamm dann auf, statt ihn aufzunehmen – und das Wasser ist danach trüber als vorher.
Arbeiten Sie in langsamen, überlappenden Bahnen und heben Sie die Düse nicht aus dem Wasser, solange die Pumpe läuft. Nach dem Saugen lohnt es sich, die Filteranlage noch einige Stunden weiterlaufen zu lassen.



