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Heimwerker-Berater

Neudorff Azet Rasendünger, 20 kg

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Die Nährstoffe lesen
  2. Streumengen
  3. Was die Mikroorganismen bewirken
  4. Richtig streuen
  5. Wann er passt – und wann nicht
  6. Das Rasenjahr im Überblick
  7. Was reicht wie weit
  8. Lagern
  9. Häufige Fragen

Neudorff Azet Rasendünger ist ein organischer NPK-Dünger 9-3-5 aus tierischen und pflanzlichen Rohstoffen. Die Besonderheit steckt im Namenszusatz „Azet“: Dem Granulat sind lebende Mikroorganismen beigemischt, die die Umsetzung im Boden beschleunigen sollen.

Die Nährstoffe lesen

9 % Stickstoff (N)Blattwachstum und dichte, grüne Narbe
3 % Phosphor (P)Wurzelbildung, wichtig bei Neuanlagen
5 % Kalium (K)Zellfestigkeit, Trockenheits- und Frosttoleranz

Der Kaliumanteil von 5 Prozent ist der praktische Unterschied zu vielen reinen Wachstumsdüngern: Er macht die Halme widerstandsfähiger und erlaubt eine spätere Gabe im Jahr.

Streumengen

GabeMengeZeitpunkt
Erste Düngungrund 70 g/m²März bis April, nach dem ersten Schnitt
Zweite Düngungrund 50 g/m²Juni bis Juli
Nach dem Vertikutierenrund 70 g/m²direkt im Anschluss
Neuanlagerund 80 g/m²vor der Aussaat einarbeiten

Ein 20-kg-Sack reicht damit für rund 280 Quadratmeter bei der ersten Gabe. Die genaue Angabe steht auf der Packung und geht diesen Richtwerten vor.

Was die Mikroorganismen bewirken

Organischer Dünger muss von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden, bevor die Pflanze etwas davon hat. Die beigemischten Mikroorganismen sollen diesen Schritt beschleunigen – gerade im Frühjahr, wenn der Boden noch kühl ist und die eigene Bodenflora langsam arbeitet.

Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Der Dünger braucht Feuchtigkeit, sonst passiert nichts. Zweitens: Er sollte kühl und trocken gelagert werden und nicht jahrelang offen im Schuppen stehen – lebende Organismen überstehen Hitze und Nässe im Sack schlecht.

Richtig streuen

  1. Mähen, dann düngen. Auf kurzem Gras fällt das Korn bis zum Boden.
  2. Streuwagen benutzen. Von Hand entstehen dunkelgrüne Streifen, die wochenlang sichtbar bleiben.
  3. Kreuzweise fahren, jeweils mit der halben Menge – einmal längs, einmal quer.
  4. Wässern, wenn kein Regen in Sicht ist. Etwa 10 bis 15 Liter je Quadratmeter.

Wann er passt – und wann nicht

Passt: Frühjahr und Frühsommer, nach dem Vertikutieren, bei Neuanlagen. Durch den Kaliumanteil auch noch im Juli.

Passt nicht: Als Herbstdüngung. Dafür braucht es einen Dünger mit deutlich höherem Kalium- und niedrigerem Stickstoffanteil – Stickstoff im Spätsommer treibt weiches Gewebe, das der Frost erwischt.

Nicht bei Hitze und Trockenheit. Ohne Wasser arbeiten weder die Mikroorganismen noch der Dünger, und die Körner können auf feuchten Halmen Flecken hinterlassen.

Das Rasenjahr im Überblick

Ein Dünger deckt nicht alle Jahreszeiten ab. Welcher wann passt:

ZeitraumZielSchwerpunkt
März–AprilStart nach dem WinterStickstoff, hier richtig
MaiVertikutieren, NachsaatStickstoff und Phosphor
Juni–JuliDichte haltenausgewogen, hier richtig
AugustTrockenstress abfangenKalium
September–OktoberWinterhärteHerbstrasendünger, viel Kalium

Zwei Gaben genügen für einen normalen Hausrasen: Frühjahr und Juni. Die dritte im Herbst lohnt vor allem dort, wo der Rasen stark genutzt wird – und sie muss ein anderer Dünger sein.

Was reicht wie weit

RasenflächeBedarf je JahrReicht
100 m²ca. 12 kgein 20-kg-Sack
250 m²ca. 30 kgknapp zwei Säcke
500 m²ca. 60 kgdrei Säcke

Gerechnet mit zwei Gaben: 70 g/m² im Frühjahr, 50 g/m² im Sommer. Die Streumenge liegt damit unter der vieler Wettbewerbsprodukte – ein Sack reicht weiter, als die Packungsgröße vermuten lässt.

Lagern

Hier gilt mehr als bei anderen Düngern: Das Granulat enthält lebende Mikroorganismen. Hitze, Nässe und lange Lagerung setzen ihnen zu.

Kühl, trocken und verschlossen aufbewahren, nicht in der prallen Sonne im Gewächshaus und nicht offen im feuchten Schuppen. Eine angebrochene Packung sollte in derselben Saison aufgebraucht werden – danach ist zwar der Nährstoffanteil noch da, der Wirkungsvorsprung durch die Mikroorganismen aber dahin.

Häufige Fragen

Wie schnell wirkt er?

Erste Wirkung nach ein bis zwei Wochen, die volle nach drei bis vier. Damit liegt er zwischen mineralischem Dünger (Tage) und rein organischem ohne Mikroorganismen (zwei bis drei Wochen).

Ist er für Haustiere unbedenklich?

Nach dem Einstreuen und Wässern ist die Fläche üblicherweise wieder nutzbar. Solange Körner obenauf liegen, sind sie für Hunde interessant – gut wässern und den Packungshinweis beachten.

Kann ich überdosieren?

Verbrennungen sind bei organischem Dünger selten. Zu viel Stickstoff macht die Halme aber weich und anfällig für Pilzkrankheiten; außerdem muss dann häufiger gemäht werden.

Was, wenn Moos den Rasen dominiert?

Moos ist ein Anzeiger, kein Ausgangsproblem: Schatten, Staunässe, saurer Boden oder zu tiefer Schnitt. Erst den pH-Wert messen und die Ursache beheben, dann düngen – sonst kommt es zurück.

Wie lagere ich den Sack?

Kühl, trocken und verschlossen. Feuchtigkeit lässt das Granulat verkleben, und die enthaltenen Mikroorganismen überstehen Nässe und Hitze im Sack nicht.

Darf ich bei Frost streuen?

Nein. Unter etwa 8 °C Bodentemperatur arbeiten weder die Bodenbakterien noch die beigemischten Mikroorganismen. Der Dünger liegt dann wochenlang wirkungslos auf der Fläche und wird beim nächsten Starkregen teilweise abgeschwemmt.

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