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Heimwerker-Berater

Proxxon 28092 2-Gang-Dekupiersäge DSH

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 8 Abschnitte
Inhalt8 Abschnitte
  1. Technische Daten
  2. Schnittleistung nach Material
  3. Im Vergleich
  4. Die zwei Gänge
  5. Im Betrieb
  6. Typische Fehler
  7. Sägeblätter für die Dekupiersäge
  8. Häufige Fragen

Die Proxxon DSH ist eine stationäre Dekupiersäge mit 18 Kilogramm Eigengewicht. Diese Masse ist kein Nachteil, sondern der Zweck: Sie schluckt die Schwingungen des Hubs, und ein ruhig stehendes Gerät sägt genauer.

Technische Daten

Leistungsaufnahme205 Watt
Motorbürstenlos, zwei Gänge
Spannung220 bis 240 Volt
Sägehub19 mm
Ausladung400 mm
Arbeitstisch360 × 180 mm, Aluminium-Druckguss
Gewicht18 kg
Maße60 × 33 × 38,5 cm

Der bürstenlose Motor ist das technisch Bemerkenswerte. Er läuft leiser, hat keine Kohlen zum Wechseln und hält deutlich länger – bei einer Maschine, die im Modellbau stundenlang durchläuft, ist das der praktische Unterschied.

Schnittleistung nach Material

MaterialMaximale Stärke
Holz50 mm
Kunststoff30 mm
NE-Metalle10 mm

Die 30 mm in Kunststoff sind der eigentliche Sprung gegenüber kleinen Geräten. Möglich macht das der lange Sägehub von 19 mm: Je Hub arbeiten mehr Zähne, und die Späne kommen aus dem Schnitt heraus, statt ihn zuzusetzen.

Im Vergleich

Proxxon DS 230/EProxxon DSH
Leistung85 W205 W
Hubzahl150–2500 min⁻¹, stufenloszwei Gänge
Sägehub—19 mm
Ausladung300 mm400 mm
Weichholz40 mm50 mm
Kunststoff4 mm30 mm
NE-Metall2 mm10 mm
Gewicht3,3 kg18 kg
KlasseModellbau, FeinmechanikWerkstatt, Dauerbetrieb

Die Ausladung von 400 mm erlaubt Werkstücke bis 80 cm Breite, wenn man von beiden Seiten arbeitet. Grundlagen unter Dekupiersäge.

Die zwei Gänge

Statt stufenloser Regelung hat die DSH zwei feste Drehzahlstufen.

  • Schneller Gang: Holz und Sperrholz.
  • Langsamer Gang: Kunststoff, Buntmetall, Hartholz. Kunststoff schmilzt sonst und verklebt das Blatt.

Das ist weniger fein abgestuft als eine stufenlose Regelung, deckt in der Praxis aber beide wichtigen Bereiche ab.

Im Betrieb

Fest aufstellen. 18 Kilogramm stehen ruhig, aber auf einem wackeligen Tisch nützt das nichts. Der Werkbank- oder Untergestellplatz ist Teil der Genauigkeit.

Blattspannung prüfen. Richtig gespannt gibt das Blatt beim Anzupfen einen hellen Ton. Ein schlaffes Blatt verläuft und bricht.

Niederhalter einstellen. Hebt sich das Werkstück beim Aufwärtshub, klappert es und die Schnittlinie franst aus.

Absaugung oder Blasvorrichtung nutzen – ohne freie Sicht auf den Anriss sägt niemand genau.

Langsam in engen Kurven. Das Blatt schneidet nur vorwärts; zu schnelles Drehen verkantet es.

Typische Fehler

  • Blatt zu locker gespannt. Es verläuft und bricht. Richtig gespannt gibt es beim Anzupfen einen hellen Ton.
  • Zu schnell in engen Kurven. Das Blatt schneidet nur vorwärts und verkantet.
  • Niederhalter falsch eingestellt. Das Werkstück hebt sich im Aufwärtshub und die Kante franst aus.
  • Schneller Gang bei Kunststoff. Das Material schmilzt und verklebt das Blatt.
  • Auf wackeligem Tisch aufgestellt. Die 18 kg helfen nur auf festem Grund.

Sägeblätter für die Dekupiersäge

Das Blatt bestimmt hier mehr als bei jeder anderen Säge, was möglich ist – es ist nur wenige Zehntelmillimeter dick.

BlattnummerBreiteKleinster RadiusMaterial
2/0 bis 0sehr feinca. 2 mmFurnier, Intarsien, Platinen
1 bis 3feinca. 4 mmSperrholz bis 6 mm
5 bis 7mittelca. 8 mmMassivholz bis 20 mm
9 bis 12grobab 15 mmdickes Holz, gerade Schnitte

Je feiner das Blatt, desto enger der Radius – und desto langsamer der Vorschub. Wer mit einem groben Blatt einen engen Bogen fahren will, verkantet es und bricht es.

Blätter mit Querstift lassen sich schneller wechseln, Blätter ohne (Standardlaubsägeblätter) sind feiner und deutlich günstiger. Für Innenausschnitte, bei denen das Blatt ohnehin ausgehängt wird, sind sie die bessere Wahl.

Spiralblätter schneiden in alle Richtungen. Das klingt praktisch, ergibt aber eine breitere Schnittfuge und eine rauere Kante – sie sind ein Notbehelf, kein Ersatz.

Häufige Fragen

Was bringt ein bürstenloser Motor?

Weniger Verschleiß, weniger Geräusch, kein Kohlenwechsel und ein besserer Wirkungsgrad. Bei einer Maschine für Dauerbetrieb ist das der relevante Unterschied.

Welche Blätter passen?

Handelsübliche Laubsägeblätter mit und ohne Querstift. Fein für enge Radien, grob für dickeres Material.

Lohnt sich das Gewicht?

Wer die Säge oft wegräumt: nein, dann ist ein leichtes Gerät wie die DS 230/E praktischer. Wer einen festen Platz hat, gewinnt Laufruhe und damit Genauigkeit.

Kann ich Innenausschnitte sägen?

Ja. Loch bohren, Blatt aushängen, durchfädeln, wieder spannen. Das ist die Kernfähigkeit dieser Bauart.

Wie dick darf Hartholz sein?

Die 50 mm gelten für Holz allgemein; bei harten Sorten wie Eiche oder Buche arbeitet man deutlich darunter und langsamer. Sonst brennt die Schnittfläche.

Wie spanne ich ein Blatt richtig?

So fest, dass es beim Anzupfen einen hellen Ton gibt. Ein dumpfer Ton bedeutet zu wenig Spannung; das Blatt verläuft und bricht früher.

Wie pflege ich die Maschine?

Tisch und Führungen von Sägemehl befreien, Blattaufnahmen sauber halten und den Kunststoffeinsatz im Tisch prüfen – ist er ausgeschlagen, kippen dünne Werkstücke hinein. Bürstenlose Motoren brauchen keinen Kohlewechsel.

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