Schleifaufsatz für Akkuschrauber

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Ein Schleifaufsatz macht aus dem Akkuschrauber einen kleinen Schleifer: ein Teller mit Klettauflage, ein Fächerschleifer oder eine Schleifwalze, eingespannt im Bohrfutter oder in der Bitaufnahme. Für kleine Flächen, Rundungen, Bohrungen und Kanten ist das eine praktische Lösung – für eine Tischplatte oder eine Tür nicht. Der Grund ist die Drehzahl.
Warum der Akkuschrauber langsam schleift
Ein Akkuschrauber dreht im schnellen Gang meist zwischen 1500 und 2000 Umdrehungen je Minute. Ein Winkelschleifer oder Geradschleifer kommt auf ein Vielfaches davon, ein Exzenterschleifer auf mehrere tausend Schwingungen. Weniger Drehzahl heißt weniger Abtrag – das Schleifen dauert länger, und Sie müssen stärker drücken. Dafür ist der Akkuschrauber leichter zu kontrollieren und verzeiht Fehler eher als ein schneller Schleifer.
Die Aufsätze im Überblick
| Schleifteller mit Klett | Runde Teller von etwa 25 bis 125 mm mit Schaft. Für ebene Flächen, Kanten, Rost und Farbe. |
| Lamellen- oder Fächerschleifer | Schleifleinen-Lamellen um eine Achse. Folgt Rundungen, für Rohre, Profile, Innenseiten. |
| Schleifwalzen und Schleifhülsen | Gummiträger mit auswechselbarer Hülse. Für Bohrungen, Ausschnitte, Rundungen. |
| Schleifstifte | Kleine Köpfe aus gebundenem Korn. Für Entgraten, Gravuren, enge Stellen. |
| Schleifmop | Viele Schleifstreifen, die sich an Profile anlegen. Für gedrechselte oder profilierte Teile. |
Verwandte Aufsätze zum Bürsten und Polieren sind der Bürstenaufsatz und der Polieraufsatz für den Akkuschrauber.
Die richtige Aufnahme
Aufsätze gibt es mit rundem Schaft meist 6 mm für das Bohrfutter und mit Sechskantschaft 1/4 Zoll für die Bitaufnahme. Der runde Schaft sitzt im Bohrfutter fester und läuft ruhiger. Ein Sechskantschaft ist schneller gewechselt, hat aber in manchen Bithaltern Spiel. Prüfen Sie, dass der Aufsatz rund läuft: Ein schlagender Teller schleift Wellen in die Fläche.
Körnung
Wie bei jedem Schleifen arbeiten Sie von grob nach fein. Korn 40 bis 60 für Rost und dicke Farbschichten, 80 bis 120 für die Formgebung und das Glätten von Holz, 180 bis 240 für den Feinschliff vor dem Lackieren. Wer Holz lackieren will, sollte die letzte Stufe von Hand in Faserrichtung machen – rotierende Aufsätze hinterlassen Kreisspuren.
Wofür sich Schleifaufsätze eignen
- Rost an Gartenmöbeln, Geländern und Werkzeugen entfernen
- Kanten brechen und Grate an Metall- und Kunststoffteilen entfernen
- Ausschnitte und Bohrungen in Holz nacharbeiten, etwa für eine Spüle oder eine Steckdose
- Rundungen an Möbelteilen und Handläufen schleifen
- Alte Farbe von kleinen Stellen abtragen
Wofür nicht
- Große Flächen: Hier ist ein Exzenterschleifer oder Schwingschleifer um ein Vielfaches schneller und erzeugt eine gleichmäßigere Oberfläche.
- Trennen und grobes Abtragen von Metall: Das ist Sache des Winkelschleifers.
- Wände und Decken: dafür gibt es Wand- und Deckenschleifer.
So arbeiten Sie richtig
- Rutschkupplung auf Bohrstufe stellen, sonst rattert sie bei jedem Widerstand.
- Hohe Gangstufe wählen, damit die Drehzahl möglichst hoch ist.
- Werkstück spannen. Mit einer Hand am Werkstück und einer am Akkuschrauber bekommen Sie keinen gleichmäßigen Schliff.
- Aufsatz flach anlegen und in Bewegung halten. Auf einer Stelle kreisen erzeugt Mulden.
- Schleifmittel rechtzeitig wechseln. Zugesetztes Papier poliert nur noch.
Akku und Maschine schonen
Schleifen ist Dauerlast. Ein Akkuschrauber ist für kurze Belastungen gebaut, beim Schrauben läuft er Sekunden, beim Schleifen Minuten. Motor und Akku werden dabei warm. Legen Sie Pausen ein, wenn das Gehäuse spürbar heiß wird, und laden Sie einen heißen Akku erst nach dem Abkühlen. Drücken Sie nicht so fest, dass die Drehzahl deutlich einbricht – das verlängert die Arbeit, statt sie zu beschleunigen. Schleifstaub gehört nicht in die Lüftungsschlitze; blasen Sie die Maschine nach der Arbeit aus.
Sicherheit
Schutzbrille ist Pflicht, besonders bei Lamellen- und Fächerschleifern, die Körner und Metallpartikel verteilen. Bei Holz, Farbe und Rost eine Staubmaske tragen. Alte Anstriche können Blei enthalten – beim Schleifen entsteht dann giftiger Staub. Lange Haare und lose Ärmel gehören weg vom drehenden Aufsatz. Nach dem Schleifen ist der Aufsatz heiß.
Was er kostet
Einzelne Schleifteller mit Klettpapier gibt es ab etwa 5 Euro, Sets mit verschiedenen Aufsätzen ab 10 bis 12 Euro, umfangreichere Sortimente mit 20, 30 oder 40 Euro. Schleifpapier ist Verbrauchsmaterial und macht über die Zeit den größeren Teil der Kosten aus. Wer mehr Winkel braucht, kann einen Winkelaufsatz vorschalten.
Häufige Fragen
Passen die Aufsätze auch in die Bohrmaschine?
Ja, und dort drehen sie schneller. Lassen Sie das Schlagwerk aus und halten Sie die zulässige Höchstdrehzahl des Aufsatzes ein, die auf der Verpackung steht.
Kann ich damit Autolack polieren?
Mit einem Polieraufsatz und Politur für kleine Stellen ja. Für das ganze Auto gibt es Poliermaschinen.
Welcher Durchmesser ist sinnvoll?
Für den Akkuschrauber 50 bis 75 mm. Größere Teller brauchen mehr Kraft, als die Maschine bei niedriger Drehzahl sinnvoll umsetzt.



