Polieraufsatz für Akkuschrauber

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Ein Polieraufsatz ist ein kleiner Polierteller mit Sechskantschaft, auf den Schwämme, Filz- oder Fellpads gesetzt werden. Eingespannt in den Akkuschrauber oder die Bohrmaschine, poliert er kleine Flächen: Scheinwerfer, Chromteile, Felgen, Edelstahl, Acrylglas. Für die Arbeit an einem ganzen Auto ist er zu klein und zu ungleichmäßig, für alles unterhalb von Handtellergröße aber erstaunlich gut.
Wie der Aufsatz aufgebaut ist
Die Basis ist ein Teller mit Klettfläche, meist 50 bis 80 mm im Durchmesser, auf einem 1/4-Zoll-Sechskantschaft. Der Schaft passt in jedes Bohrfutter und in die Bitaufnahme gängiger Akkuschrauber. Auf die Klettfläche kommen die eigentlichen Polierpads. Größere Pads für die Bohrmaschine haben oft ein M14-Gewinde und brauchen einen Adapter.
Die Pads und wofür sie taugen
| Harter Schaum | Zum Abtragen: feine Kratzer, Oxidation, matte Stellen. Mit einer Schleifpolitur. |
| Mittlerer Schaum | Allround für Politur mit mittlerem Abtrag. |
| Weicher Schaum | Für den Hochglanz und zum Auftragen von Wachs oder Versiegelung. |
| Filz | Für Metall, Edelstahl, Glas und Stein. Hart, gleichmäßig, mit Polierpaste. |
| Lammfell oder Wolle | Hoher Abtrag auf Lack, erzeugt aber leicht Hologramme. Danach mit Schaum nacharbeiten. |
Die Farben der Schaumpads unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Verlassen Sie sich auf die Angabe hart, mittel oder weich – nicht auf die Farbe.
Wofür sich der Aufsatz eignet
- Vergilbte Scheinwerfer aus Kunststoff aufbereiten. Der Klassiker und das Paradebeispiel für den Aufsatz.
- Chromteile und Edelstahl: Armaturen, Zierleisten, Auspuffblenden, Grillroste.
- Felgen, besonders Aluminiumfelgen mit leichten Oxidationsspuren.
- Acrylglas und Plexiglas: feine Kratzer lassen sich herauspolieren, siehe Plexiglas polieren.
- Kleine Lackstellen am Auto, etwa Kratzer rund um den Türgriff.
- Messing und Kupfer an Beschlägen und Deko.
Die passende Politur
Das Pad ist nur der Träger, die Arbeit macht die Politur. Schleifpolituren enthalten gröbere Schleifkörper und tragen feine Kratzer ab; Hochglanzpolituren sind fein und bringen den Glanz. Für Metall gibt es Polierpasten in Stangenform, meist nach Metall sortiert: für Edelstahl, für Aluminium, für Messing und Kupfer. Auf Kunststoff wie Scheinwerfern oder Acrylglas verwenden Sie nur Polituren, die ausdrücklich dafür freigegeben sind, denn lösemittelhaltige Produkte machen die Oberfläche milchig. Wechseln Sie mit jeder Politur auch das Pad, sonst schleift der Rest der groben Politur beim Hochglanzgang weiter. Und ganz praktisch: Politur nie auf das stehende Pad geben und dann Gas geben – sie fliegt sonst in hohem Bogen durch die Garage.
Die richtige Drehzahl
Ein Akkuschrauber dreht im ersten Gang etwa 400 bis 500, im zweiten 1500 bis 2000 Umdrehungen pro Minute. Für Kunststoff und Lack ist der untere Bereich richtig, damit die Oberfläche nicht heiß wird. Metall verträgt mehr Drehzahl. Die Faustregel: Wird die Fläche so warm, dass Sie die Hand nicht mehr drauflegen mögen, ist es zu viel. Kunststoffe schmelzen dann an, Lack bekommt Schleier.
Schritt für Schritt: Scheinwerfer aufbereiten
- Umgebung abkleben. Lack um den Scheinwerfer mit Malerkrepp schützen, der Aufsatz rutscht leicht ab.
- Nass anschleifen, je nach Zustand von Körnung 800 über 1500 bis 2000 oder 3000. Den Schleifaufsatz für den Akkuschrauber beschreibt der Beitrag zum Schleifaufsatz.
- Harter Schaum mit Schleifpolitur. Wenig Politur, niedrige Drehzahl, kreuzweise arbeiten.
- Weicher Schaum mit Hochglanzpolitur bis die Fläche klar ist.
- Versiegeln. Ohne UV-Schutz vergilbt der Scheinwerfer nach einigen Monaten wieder.
Tipps für ein gleichmäßiges Ergebnis
- Pad flach halten. Ein gekipptes Pad arbeitet nur mit der Kante und erzeugt Kringel.
- Politur sparsam. Ein paar erbsengroße Tupfer genügen. Zu viel Politur schmiert, statt zu polieren.
- Kanten meiden. An Kanten und Sicken ist der Lack am dünnsten, dort ist er schnell durchpoliert.
- Pads getrennt nutzen. Ein Pad mit Schleifpolitur nicht für den Hochglanz verwenden, sonst trägt es Schleifkörner mit.
- Pads auswaschen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel, an der Luft trocknen lassen.
Vorteile und Grenzen
Dafür
| Dagegen
|
Wann eine Poliermaschine besser ist
Wer ein ganzes Auto, ein Boot oder eine große Arbeitsplatte polieren will, braucht eine Exzenter-Poliermaschine. Ihr Teller dreht nicht nur, er schwingt zusätzlich exzentrisch. Dadurch entstehen keine Hologramme, und die Wärme verteilt sich besser. Ein Exzenterschleifer mit Polierpad kann in begrenztem Umfang ähnliches leisten. Der Polieraufsatz bleibt das Werkzeug für die Kleinigkeiten, genau wie der Bürstenaufsatz für die grobe Reinigung.
Häufige Fragen
Passt ein Polieraufsatz auf jeden Akkuschrauber?
Fast jeder Aufsatz hat einen 1/4-Zoll-Sechskantschaft und passt damit in Bitaufnahme und Bohrfutter. Achten Sie bei M14-Pads auf den nötigen Adapter.
Kann ich alles damit polieren?
Nein. Weiche Kunststoffe, dünne Folien und empfindliche Lacke sind heikel. Probieren Sie Politur und Pad an einer unauffälligen Stelle.
Brauche ich ein Set?
Für den Einstieg ja. Ein Set mit Teller, harten, mittleren und weichen Pads ist kaum teurer als ein Einzelteil.



