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Heimwerker-Berater

COMPO Blumenerde 50 Liter Compo Sana

Gartenvon Christoph4 Min. · 8 Abschnitte
Inhalt8 Abschnitte
  1. Was drin ist
  2. Wie viel Erde welcher Kübel braucht
  3. Der Torfanteil
  4. Richtig verwenden
  5. Welche Erde wofür
  6. Erde selbst mischen
  7. Lagern
  8. Häufige Fragen

Compo Sana Qualitätsblumenerde ist eine Universalerde für Kübel, Balkonkasten und Zimmerpflanzen. Sie wird unter anderem im 50-Liter-Sack angeboten.

Interessant ist weniger der Name als die Zusammensetzung – denn daran erkennt man, wofür eine Erde taugt.

Was drin ist

Hochmoortorf (H3–H8)Der Grundstoff. Speichert Wasser, hält die Struktur, ist von Natur aus nährstoffarm und sauer.
PerliteAufgeblähtes Vulkangestein. Weiße Kügelchen, die für Luft im Wurzelraum sorgen und Staunässe entgegenwirken.
KalkHebt den pH-Wert des sauren Torfs in den Bereich, den die meisten Pflanzen brauchen.
NPK- und organischer DüngerStartversorgung für die ersten Wochen.
AgrosilPhosphat mit Silizium, soll die Wurzelbildung anregen.

Die Zahlen H3 bis H8 bezeichnen den Zersetzungsgrad nach von Post: H3 ist wenig zersetzter, faseriger Torf, der Struktur gibt; H8 ist stark zersetzter, feiner Torf, der Wasser hält. Die Mischung aus beidem ergibt eine Erde, die gleichzeitig locker bleibt und Feuchtigkeit speichert.

Wie viel Erde welcher Kübel braucht

GefäßdurchmesserErdbedarf
26 cmrund 10 Liter
33 cmrund 14 Liter
40 cmrund 30 Liter
46 cmrund 40 Liter
50 cmrund 50 Liter

Ein 50-Liter-Sack füllt also einen großen Kübel oder rund fünf mittlere Balkonkästen. Rechnen Sie eher großzügig: Erde setzt sich nach dem ersten Wässern deutlich.

Der Torfanteil

Torf stammt aus Mooren, die über Jahrtausende gewachsen sind. Ihr Abbau setzt gespeichertes Kohlendioxid frei und zerstört einen seltenen Lebensraum.

Deshalb bieten praktisch alle Hersteller inzwischen torfreduzierte und torffreie Linien an. Sie arbeiten mit Holzfasern, Kompost, Rindenhumus oder Kokos.

Im Umgang unterscheiden sie sich: Torffreie Erden trocknen schneller ab, lassen sich nach dem Austrocknen aber leichter wieder benetzen – ausgetrockneter Torf nimmt Wasser kaum noch an und schwimmt regelrecht obenauf. Dafür müssen torffreie Erden etwas häufiger gedüngt werden, weil Holzfasern Stickstoff binden.

Wer umsteigt, sollte vor allem eines ändern: öfter, dafür weniger gießen.

Richtig verwenden

  1. Drainage einbauen. Zwei bis drei Zentimeter Blähton oder Kies unten in den Kübel, dazu ein offenes Abzugsloch.
  2. Erde nicht festdrücken. Nur leicht andrücken – sonst geht die Luft verloren, für die die Perlite eingemischt sind.
  3. Gießrand lassen, zwei bis drei Zentimeter unter dem Topfrand.
  4. Nach sechs Wochen düngen. Die Startdüngung ist dann aufgebraucht. Bei Starkzehrern wie Tomaten oder Geranien früher.

Welche Erde wofür

Universalerde deckt vieles ab, aber nicht alles. Wo sie an ihre Grenze kommt:

PflanzenPassende ErdeWarum
Balkonblumen, Zimmerpflanzen, KübelUniversalerdeausgewogen gepuffert und vorgedüngt
Rhododendron, Azalee, HeidelbeereRhododendronerdebraucht sauren Boden, verträgt keinen Kalk
Kakteen, Sukkulentenmineralisches SubstratTorf hält zu viel Wasser, die Wurzel fault
Aussaat, StecklingeAnzuchterdenährstoffarm – Keimlinge verbrennen sonst
Tomaten, Gurken, ZucchiniGemüseerdehöherer Nährstoffvorrat für Starkzehrer
HochbeetHochbeeterdestrukturstabiler, sackt weniger zusammen

Der teuerste Fehler ist Universalerde bei Moorbeetpflanzen: Der Kalkanteil treibt den pH-Wert nach oben, die Pflanze kann kein Eisen mehr aufnehmen und bekommt gelbe Blätter mit grünen Adern. Das lässt sich nur durch Umtopfen beheben.

Erde selbst mischen

Fertigerde deckt den Standardfall ab. Für Sonderfälle lohnt das Mischen – die Bestandteile gibt es einzeln.

ZweckMischung
Kübelpflanzen, schwer2 Teile Universalerde, 1 Teil Kompost, 1 Teil Sand
Sukkulenten1 Teil Erde, 2 Teile Bims oder grober Sand
Anzucht2 Teile Erde, 1 Teil Sand, ungedüngt
Hochbeet obenUniversalerde mit Kompost im Verhältnis 2 : 1

Sand heißt hier gewaschener Quarzsand, nicht Spielsand oder Bausand mit Lehmanteil – der verdichtet sich und macht die Sache schlechter.

Lagern

Angebrochene Säcke trocken und verschlossen aufbewahren. Feuchte Erde im offenen Sack setzt sich um, verliert Struktur und zieht Trauermücken an. Über den Winter am besten frostfrei – gefrorene und wieder aufgetaute Erde sackt beim ersten Gießen deutlich zusammen.

Häufige Fragen

Wie lange hält die Düngung?

Etwa sechs Wochen. Danach zeigen Pflanzen hellere Blätter und lassen im Wuchs nach – dann ist Nachdüngen fällig.

Kann ich alte Kübelerde wiederverwenden?

Für dieselbe Pflanzenart besser nicht: Nährstoffe sind verbraucht, die Struktur ist zusammengesackt und Krankheitserreger können sich gehalten haben. Als Bodenverbesserer im Beet ist sie aber gut aufgehoben.

Warum schimmelt die Oberfläche weiß?

Meist harmloser Schimmelpilz durch zu feuchtes Stehen bei wenig Luft. Oberste Schicht abtragen, weniger gießen, Standort lüften.

Wie lagere ich einen angebrochenen Sack?

Trocken und verschlossen. Feuchte Erde im offenen Sack setzt sich um, verliert Struktur und kann Trauermücken anziehen.

Woran erkenne ich schlechte Erde?

An starkem Geruch, an groben Holzstücken und daran, dass sie beim Angießen sofort zusammensackt. Gute Erde bleibt krümelig und riecht erdig, nicht faulig.

Warum sackt die Erde im Topf so stark zusammen?

Torfhaltige Erden setzen sich beim ersten Wässern um mehrere Zentimeter. Das ist normal – deshalb den Topf großzügig füllen und nach zwei Wochen nachfüllen, statt die Erde gleich beim Einpflanzen festzudrücken.

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