Drucksprüher Solo 456

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Der Solo 456 ist ein Pumpsprüher mit 5 Litern Behälter, Standfuß, Schultergurt und Sprühlanze. Er gehört zur typischen Gartenklasse zwischen kleinem Handsprüher und Rückenspritze. Für Beete, Hecken, Terrassen und Holzschutz ist das die passende Größe – vorausgesetzt, Sie wählen die Ausführung, deren Dichtungen zu Ihrem Mittel passen.
Hersteller und Einordnung
Solo ist ein deutscher Hersteller aus Sindelfingen, der seit Jahrzehnten Sprühgeräte baut, von kleinen Handsprühern bis zu motorisierten Rückengeräten. Die Modellreihe um den 456 umfasst Pumpsprüher mit ähnlichem Aufbau in mehreren Größen, wobei die Zahl das Modell und nicht den Inhalt bezeichnet. Den 456 gibt es in 5 Litern, bekannt ist daneben der größere 461.
Der 456 ist kein Spezialgerät, sondern ein solides Allzweckgerät. Das ist sein Vorteil und zugleich seine Grenze: Für gelegentlichen Einsatz im Hausgarten ist er gut dimensioniert, für den Weinberg ist er zu klein.
Aufbau
- Behälter. 5 Liter, aus Kunststoff, mit Füllstandsmarkierung. Der Standfuß verhindert, dass der gefüllte Sprüher umkippt, wenn Sie ihn abstellen.
- Pumpe. Eine Kolbenpumpe im Deckel. Gepumpt wird von Hand, bis der Arbeitsdruck erreicht ist.
- Überdruckventil. Lässt überschüssige Luft ab und dient vor dem Öffnen zum Entlüften.
- Schlauch, Ventilgriff und Lanze. Der Griff öffnet den Durchfluss, die Lanze bringt die Düse an Stellen, die Sie sonst bücken müssten.
- Schultergurt. Hält die Hände frei, eine zum Führen der Lanze, eine zum Nachpumpen.
Wofür er sich eignet
Mit 5 Litern schaffen Sie eine übliche Heckenseite, mehrere Beete oder eine Terrasse, ohne ständig nachzufüllen. Typische Einsätze sind:
- Dünger und Pflanzenstärkungsmittel ausbringen
- Holz auf Zaun, Carport oder Gartenhaus behandeln, soweit das Mittel für das Gerät freigegeben ist
- Fassaden- und Steinreiniger auf größeren Flächen verteilen
- Schimmelentferner im Keller oder an Außenwänden auftragen
- Zugelassene Pflanzenschutzmittel im Garten, nicht aber auf Wegen und Pflaster
Für Unkraut auf befestigten Flächen ist ein Sprüher grundsätzlich das falsche Werkzeug: Dort ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verboten, auch von Essig oder Salz.
Das Gewicht in der Praxis
Fünf Liter Füllung wiegen fünf Kilogramm – dazu kommt das Gerät selbst. Am Schultergurt ist das für eine halbe Stunde gut zu tragen, bei längeren Einsätzen merkt man es. Wer regelmäßig mehr als eine Füllung am Stück ausbringt, ist mit einer Rückenspritze besser bedient, die das Gewicht auf beide Schultern verteilt.
Praktisch ist der Standfuß beim Nachfüllen: Das Gerät steht stabil, während Sie Mittel und Wasser einfüllen, und kippt nicht, wenn Sie es zwischendurch auf unebenem Boden abstellen.
Die Dichtungsfrage
Bei jedem Drucksprüher entscheidet das Material der Dichtungen, welche Mittel er verträgt. Wasser, Dünger und die meisten wässrigen Mittel sind unproblematisch. Öle, Lösemittel und viele Holzschutzmittel verlangen Dichtungen aus FKM (Viton). Solo bietet seine Pumpsprüher je nach Ausführung mit unterschiedlichen Dichtungen an.
Prüfen Sie vor dem Kauf in der Produktbeschreibung oder Anleitung, für welche Mittel Ihre Ausführung freigegeben ist. Wer dasselbe Gerät für Dünger und Lösemittel nutzen will, sollte gleich zur beständigeren Variante greifen oder zwei Geräte anschaffen. Hintergrund zu Bauarten und Dichtungen steht im Beitrag zum Drucksprüher.
So arbeiten Sie damit
- Wasser zuerst, Mittel danach. Bis zur Markierung, nicht darüber – der Luftraum über der Flüssigkeit ist der Druckspeicher.
- Deckel fest aufschrauben, dann pumpen, bis der Widerstand deutlich zunimmt oder das Überdruckventil anspricht.
- Düse einstellen. Feiner Kegel für Blätter, gezielter Strahl für einzelne Stellen.
- Während der Arbeit nachpumpen, sobald das Sprühbild schwächer wird.
- Nach der Arbeit entlüften, dann erst öffnen. Mehrfach mit klarem Wasser spülen, Düse und Filter reinigen.
Stärken und Grenzen
Dafür
| Dagegen
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Pflege und Ersatzteile
Ein guter Drucksprüher ist ein Gerät für viele Jahre, wenn man ihn pflegt. Spülen Sie nach jedem Einsatz gründlich, lagern Sie ihn drucklos und frostfrei. Vor der Saison einen Tropfen Silikonöl an die Pumpendichtung geben.
Der Vorteil eines etablierten Herstellers: Dichtungssätze, Düsen und Lanzen gibt es einzeln. Wenn nach einigen Jahren die Pumpe nachlässt, ist meist nur eine Manschette verschlissen, nicht das Gerät.
Häufige Fragen
Was kostet der Solo 456?
Je nach Ausführung und Händler liegt er etwa zwischen 40 und 70 Euro.
Kann ich ihn für Unkrautmittel verwenden?
Ja, im Garten mit zugelassenen Mitteln. Nutzen Sie dafür aber ein eigenes Gerät und nicht dasselbe wie für den Dünger. Mehr dazu bei der Unkrautspritze.
Taugt er für den Innenbereich?
Für Schimmelentferner oder Imprägnierungen ja, bei guter Lüftung und abgedecktem Boden.
Was tun, wenn er keinen Druck mehr aufbaut?
Meist ist die Pumpenmanschette trocken oder verschlissen, oder der Deckel sitzt nicht dicht. Dichtung fetten, prüfen, gegebenenfalls tauschen.


