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Heimwerker-Berater

Mähroboter Garage

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Mähroboter Garage
Inhalt10 Abschnitte
  1. Braucht ein Mähroboter eine Garage?
  2. Welche Bauformen es gibt
  3. Die richtigen Maße
  4. Luft und Signal
  5. Der richtige Standort
  6. Selbst bauen
  7. Kein Ersatz für das Winterlager
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen
  10. Videos zum Thema

Eine Mähroboter-Garage ist ein kleines Dach oder Häuschen über der Ladestation. Sie schützt den Roboter vor praller Sonne, Regen, Laub und Hagel, solange er parkt oder lädt. Nötig ist sie nicht – Mähroboter sind für den Außeneinsatz gebaut. Sinnvoll ist sie trotzdem, vor allem gegen Hitze, die dem Akku mehr schadet als jeder Regenschauer.

Braucht ein Mähroboter eine Garage?

Mähroboter sind wetterfest konstruiert. Regen, Tau und Nebel verkraften sie ohne Schaden, und bei Starkregen fahren viele Modelle ohnehin zur Station zurück. Eine Garage ist also kein Muss.

Die Argumente dafür:

  • Sonne und Hitze. Im Sommer heizt sich das Gehäuse in der Mittagssonne stark auf. Akku und Elektronik altern bei hohen Temperaturen schneller, manche Geräte unterbrechen das Laden, wenn der Akku zu warm wird.
  • UV-Licht. Kunststoffgehäuse bleichen aus und werden über die Jahre spröde.
  • Laub, Blüten, Vogelkot. Sie verschmutzen Sensoren und Kontakte.
  • Hagel. Seltener, aber teuer.
  • Optik. Eine Station unter einem Dach wirkt aufgeräumter als ein Gerät mitten auf dem Rasen.

Welche Bauformen es gibt

Einfache Dächer aus Kunststoff oder Metall werden über der Station aufgestellt. Sie sind günstig, schnell montiert und bieten Schutz von oben, aber kaum von der Seite.

Holzgaragen sehen aus wie kleine Häuser, oft mit Flachdach oder Satteldach, gelegentlich mit Pflanzschale auf dem Dach. Sie fügen sich gut in den Garten ein, brauchen aber Pflege.

Garagen mit Tor haben eine Klappe oder ein Rolltor, das der Roboter beim Ausfahren aufschiebt und das sich hinter ihm schließt. Sie schützen am besten, sind aber teurer und müssen genau zur Fahrweise des Roboters passen.

Viele Hersteller bieten eigene Garagen für ihre Modelle an, die exakt auf Größe und Station abgestimmt sind.

Die richtigen Maße

Messen Sie den Roboter und die Station genau, bevor Sie kaufen. Wichtig sind:

  1. Innenhöhe. Mindestens einige Zentimeter über der höchsten Stelle des Roboters, auch über Antenne oder Sensoren.
  2. Innenbreite. So breit, dass der Roboter auch bei leicht schräger Einfahrt nicht anstößt.
  3. Tiefe. Die Station und der Roboter müssen vollständig darunter passen.
  4. Einfahrt frei. Keine Schwelle, kein Absatz, keine Leiste, an der der Roboter hängen bleibt.

Ist die Garage zu eng, stößt der Roboter bei jeder Einfahrt an, verstellt die Station oder dockt nicht mehr richtig an.

Luft und Signal

Eine geschlossene Garage kann im Hochsommer selbst zur Hitzefalle werden. Achten Sie auf Lüftungsöffnungen und eine helle Dachfarbe. Ein offenes Dach mit Seiten, durch die Luft zieht, ist bei Hitze oft besser als ein dichter Kasten.

Bei Robotern, die sich per Satellitensignal orientieren, darf die Garage den Empfang der Antenne nicht abschirmen. Das gilt besonders für Garagen aus Metall und für Modelle, deren Antenne oben auf dem Gerät sitzt. Die Hinweise des Herstellers haben hier Vorrang. Mehr zu dieser Technik steht unter Mähroboter ohne Begrenzungskabel.

Der richtige Standort

Die Ladestation braucht einen ebenen Platz am Rand des Rasens, eine Steckdose für das Netzteil in Reichweite und je nach System einen geraden Anfahrweg. Ein Standort im Halbschatten, etwa an der Nordseite einer Hecke oder unter einem Baum, ist schon die halbe Miete gegen Hitze. Unter Bäumen fällt allerdings mehr Laub und Harz, und das Satellitensignal kann schwächer sein.

Selbst bauen

Eine Garage lässt sich aus Resthölzern, einem Stück Dachpappe oder einem Blechdach leicht selbst bauen. Achten Sie auf die gleichen Punkte wie beim Kauf: genügend Platz, keine Schwelle, Luftzirkulation. Verwenden Sie für Holzteile, die auf dem Rasen stehen, wetterfestes Holz oder setzen Sie sie auf Pfostenfüße, damit sie nicht im nassen Gras faulen. Die Garage darf die Station nicht verschieben – befestigen Sie sie eigenständig im Boden.

Kein Ersatz für das Winterlager

Die Garage schützt im Sommer. Über den Winter gehört der Roboter ins Haus, in einen trockenen, frostfreien Raum, gereinigt und mit geladenem Akku nach den Angaben des Herstellers. Auch die Station sollte bei vielen Modellen abgebaut und eingelagert werden. Eine Garage auf dem Rasen hält Frost nicht ab.

Typische Fehler

  • Zu kleine Garage, der Roboter stößt beim Einfahren an.
  • Metallgarage bei Satellitennavigation, der Empfang bricht ab.
  • Geschlossener Kasten in voller Sonne, der innen heißer wird als draußen.
  • Garage auf der Station verschraubt, sodass diese nicht mehr exakt liegt.
  • Rasen um die Garage verwildert. Der Roboter erreicht den Streifen neben der Garage nicht. Eine Mähkante oder eine Rasenmähkante um die Station hilft.

Häufige Fragen

Was kostet eine Mähroboter-Garage?

Einfache Dächer gibt es ab etwa 30 bis 50 Euro, Holzgaragen kosten 60 bis 200 Euro, Herstellergaragen mit Tor oft 100 bis 300 Euro.

Beeinflusst die Garage die Mähleistung?

Nicht, solange der Roboter frei ein- und ausfahren kann. Ist das Einfahren schwierig, verliert er Zeit mit Andockversuchen.

Kann der Roboter bei Regen in der Garage warten?

Er wartet an der Station, unabhängig von der Garage. Viele Modelle haben einen Regensensor und fahren bei Regen nicht aus, weil nasses Gras schlechter geschnitten wird.

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