Mafell Unterflur-Zugsäge ERIKA 85 Ec
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Die Erika 85 Ec ist das größte Modell der Reihe. Mit 85 Millimetern Schnitthöhe trennt sie Konstruktionsholz, das die kleineren Maschinen nicht mehr in einem Durchgang schaffen – und bleibt mit 34,5 Kilogramm dabei noch transportabel.
Technische Daten
| Nennleistung | 2500 Watt, bei allen Varianten gleich |
| Schnitthöhe | bis 85 mm |
| Schnittlänge im Zug | bis 430 mm |
| Schwenkbereich | −3° bis +48° |
| Gewicht | 34,5 kg |
| Anschluss | 230 V / 50 Hz |
| Untergestell | vier ausklappbare Aluminiumfüße mit Gummistoppern |
85 mm sind die praktische Grenze, an der sich diese Maschine von allen anderen unterscheidet: Ein Kantholz 80 × 80 geht in einem Zug durch. Bei der 70 Ec müsste man es wenden.
Die 430 mm Schnittlänge sind der zweite Punkt. Damit lassen sich Bohlenbreiten querschneiden, für die sonst eine Handkreissäge mit Schiene nötig wäre.
Die Familie im Vergleich
| Erika 60 E | Erika 70 Ec | Erika 85 Ec | |
| Leistung | 1300 W | 2250 W | 2500 W |
| Schnitthöhe | 2–61 mm | bis 72 mm | bis 85 mm |
| Gewicht | 21 kg | 32 kg | 34,5 kg |
| Schwenkbereich | −2° bis +47° | −2° bis +47° | −3° bis +48° |
| Gedacht für | Montage, Innenausbau | Baustelle, Zimmerei | Konstruktionsholz |
Der Sprung von der 70 Ec zur 85 Ec kostet nur 2,5 Kilogramm mehr, bringt aber 13 Millimeter Schnitthöhe. Wer zwischen beiden schwankt und regelmäßig Konstruktionsholz bearbeitet, fährt mit der größeren besser.
Wofür sie gebaut ist
- Zimmerei und Holzbau. Kanthölzer, Pfetten, Sparrenköpfe.
- Treppen- und Möbelbau, wo Bohlenstärken über 60 mm üblich sind.
- Baustellenzuschnitt, bei dem eine stationäre Kreissäge nicht hinkommt.
Für Innenausbau und Montage ist sie überdimensioniert – dort ist die 60 E die klügere Wahl, weil man sie allein trägt.
Im Betrieb
Absaugung ist bei dieser Schnitthöhe Pflicht, nicht Komfort. 85 Millimeter Massivholz erzeugen Spänemengen, die ohne Sauger binnen Minuten die Zugmechanik zusetzen.
Sägeblatt passend zur Schnitthöhe. Bei voller Höhe zählt der Spanraum mehr als die Zähnezahl: Ein feines Blatt setzt sich im tiefen Schnitt zu und brennt. Für Bauholz 24 bis 40 Zähne, siehe Kreissägeblatt.
Spaltkeil nie entfernen. Bei Längsschnitten in gewachsenem Holz schließt sich der Schnitt hinter dem Blatt – ohne Spaltkeil schlägt das Werkstück zurück. Bei dieser Leistung mit entsprechender Wucht.
Langes Material abstützen. Ein drei Meter langer Balken kippt beim Durchtrennen und reißt die Kante aus. Rollböcke auf gleicher Höhe aufstellen.
Gehörschutz. Diese Klasse liegt über 100 dB(A) – mehr dazu beim Kapselgehörschutz.
Gebraucht kaufen
- Zugführung: Blatt ganz nach vorn ziehen und seitlich bewegen. Spiel bedeutet ausgeschlagene Führung.
- Tischplatte mit der Richtlatte über beide Diagonalen prüfen.
- Anschläge testen: auf 45° und zurück auf 0°, dann mit dem Anschlagwinkel messen.
- Motorlauf unter Last hören – ein Universalmotor mit verschlissenen Kohlen bricht beim Eintauchen hörbar ein.
- Vollständigkeit: Parallel- und Gehrungsanschlag, Schutzhaube, Spaltkeil.
Pflege und Wartung
Zugführung sauber halten. Späne in der Führung sind die häufigste Ursache für schwergängigen Zug und ungenaue Schnitte. Nach jedem Einsatz ausblasen, die Stangen mit einem trockenen Tuch abwischen – kein Öl, das bindet Staub.
Tisch nicht ölen, sondern wachsen. Ein dünner Film Gleitwachs lässt das Werkstück leichter laufen und schützt vor Flugrost. Öl hinterlässt Flecken im Holz.
Kohlebürsten prüfen. Verstärkter Funkenflug und Leistungsabfall unter Last sind die Anzeichen. Rechtzeitig getauscht retten sie den Kollektor.
Lüftungsschlitze freihalten – zugesetzte Schlitze sind die häufigste Ausfallursache bei Universalmotoren.
Spaltkeil und Schutzhaube nach jeder Reinigung wieder montieren. Sie werden beim Blattwechsel abgenommen und dann gern vergessen; genau bei dem Schnitt danach passiert es.
Blatt regelmäßig prüfen. Brandspuren am Holz und ein hörbares Einbrechen beim Eintauchen zeigen ein stumpfes Blatt. Hartmetallblätter lassen sich mehrfach nachschärfen.
Häufige Fragen
Welche Varianten gibt es?
Mafell bietet die 85 Ec in mehreren Ausstattungen an, die sich vor allem in Anschlägen und Zubehör unterscheiden. Die Nennleistung ist bei allen gleich – der Unterschied liegt nicht im Motor.
Reicht eine Haushaltssteckdose?
Ja, 230 Volt mit 16 Ampere. Bei 2500 Watt sollte auf demselben Stromkreis aber keine zweite große Maschine laufen, sonst fliegt beim Anlauf die Sicherung.
Wie transportiere ich 34,5 Kilogramm?
Zu zweit, oder mit einer Sackkarre. Allein über eine Leiter oder ein Gerüst ist das keine gute Idee – das Gewicht sitzt hoch und die Maschine hat keine günstigen Griffpunkte.
Ersetzt sie eine stationäre Formatkreissäge?
Nein. Für Plattenzuschnitt in Serie fehlt ihr die Auflagefläche und der Schiebeschlitten. Ihre Stärke ist die Kombination aus Schnitthöhe und Transportierbarkeit.
Was unterscheidet sie von einer Tauchsäge?
Die Tauchsäge läuft auf einer Schiene über das Werkstück und ist bei großen Platten im Vorteil. Die Erika führt das Werkstück über den Tisch – bei Kanthölzern und Querschnitten ist das genauer.
Wie lagere ich Sägeblätter?
Hängend oder in Blatthüllen, nicht gestapelt. Aneinanderschlagende Hartmetallzähne brechen aus – und eine fehlende Zahnspitze erzeugt bei jeder Umdrehung einen Schlag im Schnitt.
