Reciprosäge Einhell
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Einhell baut Reciprosägen für Heimwerker, die ein solides Gerät zu einem überschaubaren Preis suchen. Es gibt kabelgebundene Modelle und Akkugeräte für das hauseigene 18-Volt-System. Wer bereits Einhell-Akkus besitzt, bekommt die Säge als Sologerät besonders günstig – das ist in der Praxis oft der stärkste Grund für die Marke.
Wer Einhell ist
Das Unternehmen wurde 1964 gegründet und hat seinen Sitz in Landau an der Isar. Einhell deckt ein breites Sortiment ab: Elektrowerkzeug, Gartengeräte, Kompressoren, Reinigungsgeräte, Autozubehör. Die Geräte zielen auf private Anwender und kleinere Gewerbe; im Preis liegen sie meist unter den Profimarken.
Einhell bietet in den letzten Jahren einen großen Teil des Programms für das Akkusystem Power X-Change an. Ein Akku passt in alle Geräte dieser Reihe, vom Rasenmäher bis zur Säbelsäge.
Netz oder Akku bei Einhell
Die Netzgeräte laufen ohne Pause und haben genug Dauerleistung für Umbau und Abbruch. Für längere Arbeiten an einem Ort, etwa beim Entkernen eines Raums, sind sie die robustere Wahl.
Die Akkugeräte mit 18 V sind leichter und überall einsetzbar. Für Gartenarbeit, Rohrschnitte im Keller oder Arbeiten auf der Leiter spielt der fehlende Kabelzug seine Stärke aus. Einhell verkauft sie meist ohne Akku und Ladegerät. Wer neu in das System einsteigt, sollte auf ein Starterset achten oder den Akku gleich mitrechnen. Ein Akku mit 4 Ah reicht für eine gute Zahl Astschnitte, für langes Arbeiten gehört ein zweiter dazu.
Die Ausstattungsmerkmale
Was bei Einhell je nach Modell zur Ausstattung gehört und was es bringt:
- Pendelhub: Das Blatt bewegt sich zusätzlich leicht auf und ab und sägt in Holz spürbar schneller. Bei Metall ausschalten.
- Hubzahlregelung: Über den Gasgebeschalter stufenlos, bei manchen Geräten mit Stellrad für die Höchstzahl. Pflicht für saubere Metallschnitte.
- Werkzeugloser Blattwechsel: Schnellspannung für S-Schaft-Blätter.
- Verstellbarer Anschlagschuh: Er erlaubt, einen anderen Bereich des Blattes zu nutzen, wenn der vordere stumpf geworden ist.
Welche Merkmale ein bestimmtes Modell hat, steht im Datenblatt. Vergleichen Sie vor allem Hubzahl, Hublänge und Gewicht.
Was eine Reciprosäge überhaupt kann
Eine Reciprosäge ist ein grobes, kräftiges Trennwerkzeug. Mit dem passenden Blatt schneidet sie Holz, auch mit Nägeln darin, Metallrohre, Kunststoff, Gasbeton und Gipskarton. Sie erreicht Stellen, an die weder Kreissäge noch Stichsäge herankommen: bündig an der Wand, zwischen Balken, in Schächten. Genau ist sie nicht – für saubere Kurven ist die Stichsäge zuständig.
Beton im eigentlichen Sinn, also Stahlbeton, schneidet eine Säbelsäge nicht. Dafür gibt es Trennschleifer und Wandsägen.
Die typischen Aufgaben
- Garten: Äste und Wurzeln schneiden, Sträucher auslichten, alte Zaunpfosten kürzen.
- Renovierung: Fensterrahmen, Türzargen und alte Einbauten heraustrennen.
- Installation: Rohre aus Kupfer, Stahl oder Kunststoff kürzen, auch an der Wand.
- Entrümpeln: Möbel, Paletten und Sperrmüll zerkleinern, damit sie in den Container passen.
Für diese Aufgaben ist ein Heimwerkergerät wie das von Einhell ausreichend. Wer täglich im Abbruch arbeitet, stößt irgendwann an die Grenzen von Motor und Getriebe.
Das Blatt macht den Schnitt
Wichtiger als die Marke der Säge ist das richtige Blatt. Ein Holzblatt im Metall ist nach Sekunden stumpf, ein Metallblatt in Holz kommt kaum voran. Bimetallblätter sind der beste Allrounder für Holz mit Nägeln und dünnwandiges Metall. Für Gasbeton und Faserplatten gibt es Blätter mit Hartmetallbestückung. Die Einhell-Sägen nehmen universelle S-Schaft-Blätter auf – Sie sind also nicht an Blätter der Marke gebunden. Näheres zur Auswahl steht bei den Reciprosägeblättern.
Grenzen der Geräte
Wie jede günstige Säbelsäge vibrieren die Einhell-Geräte bei hoher Hubzahl deutlich. Bei längerer Arbeit ermüden Hände und Unterarme. Planen Sie Pausen ein und tragen Sie Handschuhe. Die Laufruhe unter Last ist bei Profigeräten besser, und deren Getriebe ist für Dauerbelastung gebaut. Wer die Säge viermal im Jahr braucht, spart sich diesen Aufpreis mit gutem Gewissen.
Sicher arbeiten
- Werkstück sichern. Eine lose Latte schlägt mit dem Blatt.
- Anschlagschuh andrücken, damit der Rückstoß abgefangen wird.
- Vor dem Sägen in Wänden Leitungen suchen. Das Blatt reicht tief.
- Kein Asbestzement sägen. Alte Faserzementplatten können Asbest enthalten.
- Schutzbrille, Gehörschutz, Handschuhe – beim Metallsägen wird das Blatt heiß.
- Akku herausnehmen oder Stecker ziehen, bevor Sie das Blatt wechseln.
Für wen sie sich lohnt
Eine Einhell-Reciprosäge lohnt sich für Heimwerker, die gelegentlich grobe Sägearbeiten haben und ein preiswertes Gerät suchen – und ganz besonders für alle, die schon im Power-X-Change-System stecken. Ein Beispiel für ein Akkugerät der Marke ist die Einhell-Universalsäge TE-AP 18 Li. Wer die Säge dagegen täglich braucht, sollte ein Profigerät in Betracht ziehen, etwa von Bosch oder Makita.
Häufige Fragen
Passen fremde Sägeblätter?
Ja, sofern sie einen S-Schaft haben. Das ist bei praktisch allen handelsüblichen Säbelsägeblättern der Fall.
Lohnt sich das Akkugerät ohne vorhandene Akkus?
Nur, wenn Sie weitere Geräte des Systems planen. Sonst ist ein Netzgerät günstiger.
Welche Schutzausrüstung brauche ich?
Schutzbrille und Gehörschutz immer, Handschuhe bei Metall und groben Arbeiten, feste Schuhe beim Abbruch.



