Makita Reciprosägen – akkubetriebene Werkzeuge seit 1969

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Makita baut Reciprosägen in drei Welten: mit Netzkabel, mit 12-V-max-Akku und mit 18-V-Akku. Welche passt, hängt weniger von der Marke ab als von der Arbeit – kurzer Schnitt über Kopf, Abbruch im Rohbau oder Rohre im Heizungskeller. Hier steht, wie sich die Modelle unterscheiden und worauf Sie beim Kauf achten.
Der Hersteller in Kürze
Makita wurde 1915 im japanischen Nagoya als Werkstatt für Elektromotoren gegründet und ist heute einer der größten Hersteller von Elektrowerkzeugen weltweit. Seit 2005 setzt das Unternehmen auf Lithium-Ionen-Akkus; die 18-V-Reihe LXT umfasst inzwischen mehrere Hundert Geräte, die sich die Akkus teilen. Für Handwerker ist das der eigentliche Grund, bei einer Marke zu bleiben.
Was eine Reciprosäge kann
Eine Reciprosäge bewegt ein frei herausragendes Blatt hin und her, ähnlich einem elektrischen Fuchsschwanz. Sie schneidet bündig an Wänden, in Hohlräumen und durch Material, das mit Nägeln oder Schrauben durchsetzt ist. Sie ersetzt keine Kreissäge für gerade Schnitte, sondern ist das Werkzeug für grobe Trennarbeiten beim Umbau, in der Sanitärinstallation und im Garten.

Die Netzgeräte
Das bekannteste Modell ist die JR3050T mit 1010 W, stufenloser Hubzahl bis 2800 je Minute, 28 mm Hub und 3,3 kg Gewicht. Sie hat einen werkzeuglosen Blattwechsel, einen verstellbaren Führungsschuh und kommt im Koffer. Für Heimwerker ist sie ein solides Arbeitsgerät, das ohne Ladepausen läuft.
Größere Netzgeräte im Programm haben mehr Leistung, längeren Hub und teils eine Pendelhubfunktion. Der Pendelhub bewegt das Blatt zusätzlich leicht vor und zurück, räumt die Späne besser aus und beschleunigt Schnitte in Holz. In Metall wird er ausgeschaltet.
Die 18-V-Akkugeräte
In der LXT-Reihe gibt es zwei Bauformen. Die großen Geräte wie die DJR186 haben die klassische Form mit Griff hinten und Blatt vorn, dazu einen kräftigen Motor für Abbrucharbeiten. Die kompakten Einhandgeräte wie die DJR183 sind kürzer und leichter; sie eignen sich für Rohre, Äste und Überkopfarbeiten, bei denen eine Hand frei bleiben muss.
Die Akkugeräte sind flexibler, aber nur mit ausreichend Akkukapazität. Mit 2,0 Ah ist ein Abbruchtag schnell beendet; für Dauerarbeit sind Akkus mit 5,0 Ah oder mehr sinnvoll.

Die 12-V-Geräte
In der kleineren 12-V-max-Reihe bietet Makita eine kompakte Reciprosäge an, die JR103D. Sie ist für leichte Arbeiten gedacht: Kunststoff- und Kupferrohre, dünne Latten, Äste. Für Balken oder Stahlprofile fehlt ihr die Kraft. Wer bereits Akkus dieser Reihe besitzt, bekommt damit ein nützliches Zusatzgerät.
Die Kürzel entschlüsseln
Makita-Modellbezeichnungen sehen kryptisch aus, folgen aber einem Muster. Das vorangestellte D steht bei vielen Geräten für Akku, die Buchstaben am Ende beschreiben den Lieferumfang.
| Z | nur das Gerät, ohne Akku und Ladegerät |
| J | im Systemkoffer Makpac |
| K | im Transportkoffer |
| weitere Buchstaben und Ziffern | Anzahl und Kapazität der Akkus, meist mit Ladegerät |
Die Zuordnung der Buchstaben zur Akkugröße ist nicht bei jedem Gerät gleich. Prüfen Sie beim Kauf den genauen Lieferumfang – zwei Sets mit fast gleichem Namen können sich im Preis um mehr als hundert Euro unterscheiden, weil in einem zwei große Akkus liegen und im anderen keiner.
Welches Modell für welche Arbeit
Für den Heimwerker, der ab und zu einen alten Zaun zerlegt, Rohre kürzt oder im Garten Wurzeln trennt, reicht das Netzgerät. Es ist günstig, ausdauernd und hat genug Kraft. Wer bereits Makita-Akkus der 18-V-Reihe besitzt, nimmt dagegen das Akkugerät ohne Akku – es kostet kaum mehr und ist auf der Baustelle und im Garten deutlich bequemer. Installateure, die täglich Rohre in engen Schächten schneiden, greifen meist zur kompakten Einhandsäge. Für Abbruch im großen Stil, etwa beim Entkernen eines Altbaus, lohnt das kräftigste Gerät mit Pendelhub und großem Akku.
Worauf Sie beim Kauf achten
- Welche Akkus haben Sie schon? Wer bereits 18-V-Makita-Akkus besitzt, kauft die Säge ohne Akku und spart viel Geld.
- Gewicht und Bauform. Für Überkopfarbeit und Rohre die kompakte Einhandsäge, für Abbruch das große Gerät.
- Hublänge. Längerer Hub schneidet schneller. Kleine Geräte liegen um 13 bis 20 mm, große um 28 bis 32 mm.
- Pendelhub. Sinnvoll für viel Holz, verzichtbar für Metall.
- Werkzeugloser Blattwechsel. Heute Standard, trotzdem prüfen.
Die richtigen Blätter
Makita-Sägen nehmen Blätter mit Universalschaft auf; sie passen herstellerübergreifend. Für Holz nehmen Sie grobe Zahnung, für Metall feine, für Holz mit Nägeln Bimetall. Kurze Blätter vibrieren weniger. Näheres unter Reciprosägeblätter.

Sicherheit und Pflege
Die Säge beim Ansetzen immer mit dem Führungsschuh am Werkstück abstützen. Ohne Anlage schlägt sie und das Blatt bricht. Vor Schnitten in Wände Leitungen orten und Sicherung ausschalten.
Der Staub- und Spritzwasserschutz vieler Makita-Geräte schützt vor Feuchtigkeit und Schmutz im normalen Baustelleneinsatz, macht die Säge aber nicht wasserdicht. Blasen Sie die Lüftungsschlitze regelmäßig aus, und lagern Sie Akkus halb geladen und kühl.
Häufige Fragen
Netzgerät oder Akku?
Für die Werkstatt und längere Abbrucharbeiten mit Steckdose ist das Netzgerät günstiger und ausdauernder. Für Garten, Dach und Baustelle ohne Strom nehmen Sie ein Akkugerät.
Was kostet eine Makita-Reciprosäge?
Netzgeräte beginnen um 100 Euro. Akkugeräte ohne Akku liegen in einem ähnlichen Bereich, mit Akkus und Ladegerät deutlich darüber.
Gibt es Alternativen?
Vergleichbare Geräte bauen Bosch, Einhell und andere; eine Übersicht bietet der Beitrag Säbelsäge.



