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Heimwerker-Berater

Reciprosägen von Bosch im Test

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Reciprosägen von Bosch im Test
Inhalt11 Abschnitte
  1. Grün und Blau: die zwei Linien
  2. Die Daten im Vergleich
  3. Die PSA 700 E: die leichtere
  4. Die PSA 900 E: die kräftigere
  5. Das SDS-System
  6. Welche Blätter wofür
  7. Grenzen beider Geräte
  8. Sicher arbeiten
  9. Für wen welche Säge
  10. Häufige Fragen
  11. Videos zum Thema

Bosch bietet in seiner grünen Heimwerkerlinie zwei kabelgebundene Säbelsägen an: die PSA 700 E mit 710 Watt und die PSA 900 E mit 900 Watt. Beide nehmen jedes gängige S-Schaft-Blatt auf, beide wechseln das Blatt ohne Werkzeug. Der Unterschied liegt in Kraft und Gewicht – und damit in der Frage, wie oft und wie lange Sie sägen.

Grün und Blau: die zwei Linien

Bosch trennt sein Elektrowerkzeug nach Farbe. Grün ist die Heimwerkerlinie, früher als DIY bezeichnet, heute als Home & Garden. Blau ist Bosch Professional für Handwerker und Baustelle. Die grünen Geräte sind leichter, günstiger und auf gelegentlichen Einsatz ausgelegt; die blauen auf tägliche Dauerlast.

Für Umbau, Renovierung und Garten ist die grüne Linie in aller Regel ausreichend. Wer eine Säbelsäge wöchentlich im Abbruch einsetzt, sollte eher im blauen Programm oder bei anderen Profimarken schauen.

Die Daten im Vergleich

PSA 700 EPSA 900 E
Leistung710 W900 W
Gewicht3,0 kg3,7 kg
Abmessungen58 × 24,5 × 11 cm57 × 24,5 × 11 cm
BlattaufnahmeSDS, S-SchaftSDS, S-Schaft
Hubzahlüber den Schalter regelbarüber den Schalter regelbar
StromversorgungNetz, 230 VNetz, 230 V

Die Angaben stammen aus den Herstellerdaten. Für die PSA 700 E nennt Bosch eine Schnitttiefe in Holz von bis zu 150 mm – vorausgesetzt, das Blatt ist lang genug.

Die PSA 700 E: die leichtere

Mit 3 kg ist die PSA 700 E für eine kabelgebundene Säbelsäge vergleichsweise handlich. Sie eignet sich für die typischen Heimwerkeraufgaben: Kanthölzer ablängen, Paletten zerlegen, Kupfer- und Stahlrohre kürzen, dicke Äste schneiden. Die 710 Watt reichen für Holz bis zur Blattlänge und für Rohre im Hausbereich. An ihre Grenzen kommt sie bei langen Schnitten in Hartholz oder bei Metall mit großer Wandstärke – dort wird es langsam.

Wer die Säge nur gelegentlich braucht und viel über Kopf oder auf der Leiter arbeitet, profitiert vom geringeren Gewicht mehr als von der zusätzlichen Leistung der größeren Schwester.

Die PSA 900 E: die kräftigere

Die PSA 900 E hat knapp 30 Prozent mehr Leistung und ist 700 Gramm schwerer. Dafür zieht sie auch bei dickerem Holz und zähem Material durch, ohne dass die Hubzahl unter Last stark einbricht. Eine Aufhängung für das Kabel verhindert, dass es beim Arbeiten im Weg liegt, und dient zugleich zum Aufhängen des Geräts an der Wand.

Die 3,7 kg merken Sie nach einer Viertelstunde über Kopf deutlich. Für Abbruch und längere Sägearbeiten am Stück ist die PSA 900 E die bessere Wahl, für kurze Einsätze die PSA 700 E.

Das SDS-System

SDS steht bei Bosch für den werkzeuglosen Blattwechsel. Ein Hebel am Blatthalter gibt das eingesetzte Blatt frei und wirft es aus; das neue wird einfach eingeschoben, bis es einrastet. Das geht in wenigen Sekunden und mit Handschuhen. Praktisch ist das vor allem, weil ein heißes Blatt nach dem Metallsägen nicht angefasst werden muss.

Wichtig: Die Aufnahme ist ein universeller S-Schaft. Es passen also nicht nur Bosch-Blätter, sondern die Blätter aller namhaften Hersteller.

Welche Blätter wofür

  • Holz und Grünschnitt: HCS-Blätter mit grober Zahnung
  • Holz mit Nägeln, Abbruch: Bimetall mit mittlerer Zahnung
  • Metallrohre, Profile: Bimetall oder HSS mit feiner Zahnung
  • Gasbeton, Faserplatten: Hartmetall-bestückte Blätter

Bei Metall die Hubzahl deutlich zurücknehmen, bei Holz voll aufdrehen. Mehr Einzelheiten stehen im Beitrag zu den Reciprosägeblättern.

Grenzen beider Geräte

Beide Sägen sind Heimwerkergeräte. Stundenlanger Einsatz im Abbruch belastet Motor und Getriebe stärker, als sie auf Dauer vertragen. Beide sind kabelgebunden – auf dem Dach oder im Garten ohne Außensteckdose brauchen Sie eine Verlängerung. Und wie jede Säbelsäge schneiden sie nicht präzise: Für exakte Kurven und Ausschnitte ist eine Stichsäge das richtige Werkzeug.

Wer ohne Kabel arbeiten möchte, findet in der grünen Linie auch Akku-Säbelsägen; eine Beschreibung steht beim Bosch PSA 18 LI.

Sicher arbeiten

  1. Werkstück spannen oder mit dem Fuß sichern, nie frei in der Luft sägen.
  2. Den Anschlagschuh fest andrücken, damit die Säge nicht schlägt.
  3. Beide Hände an die Maschine: eine am Griff mit Schalter, eine am vorderen Griffbereich.
  4. Stecker ziehen, bevor Sie das Blatt wechseln oder die Säge ablegen – ein versehentlich gedrückter Schalter reicht für eine tiefe Schnittwunde.
  5. Schutzbrille und Gehörschutz tragen, bei Metall Handschuhe.

Für wen welche Säge

Die PSA 700 E passt zu Heimwerkern, die ein paarmal im Jahr Äste schneiden, Rohre kürzen oder alte Möbel zerlegen. Die PSA 900 E passt zu Renovierern, die einen Raum entkernen, Dachlatten entfernen oder regelmäßig im Garten größere Mengen Holz schneiden. Einzeln beschrieben sind beide Geräte unter PSA 700 E und PSA 900 E. Einen allgemeinen Überblick gibt der Beitrag zur Reciprosäge.

Häufige Fragen

Passen Blätter anderer Hersteller?

Ja, beide Geräte nehmen alle Blätter mit S-Schaft auf.

Hat die PSA 700 E genug Kraft für Metall?

Für Rohre und dünnwandige Profile im Haushalt ja. Für massiven Stahl sind Geduld, ein gutes Bimetallblatt und eine niedrige Hubzahl nötig.

Welche der beiden für den Garten?

Für gelegentlichen Astschnitt die leichtere PSA 700 E. Wer große Mengen Holz schneidet oder Wurzeln aus dem Boden holt, profitiert von der PSA 900 E.

Videos zum Thema

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