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Heimwerker-Berater

Skil Fugenreiniger Urban Series 0700 AA

Reinigungvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Technische Daten
  2. Was er leistet
  3. Im Vergleich
  4. Bürsten
  5. Im Betrieb
  6. Danach
  7. Typische Fehler
  8. Fugen dauerhaft dicht halten
  9. Häufige Fragen

Der Skil 0700 AA ist ein elektrischer Fugenreiniger der Urban Series. Mit zwei Kilogramm ist er das leichteste Gerät seiner Art – ein Vorteil, den man nach zwanzig Metern Fuge deutlich merkt.

Technische Daten

Gewicht2 kg
Maße90 × 20 × 10 cm
Bürstendurchmesser100 mm
Aufnahmeschaft6 mm

Der 6-mm-Schaft ist praktisch relevant: Bürsten mit diesem Maß sind verbreitet und auch von Drittanbietern erhältlich. Man ist beim Nachkauf nicht auf ein einziges System festgelegt.

Was er leistet

Eine rotierende Bürste holt Moos, Algen und Unkraut aus Pflasterfugen – mechanisch, ohne Chemie und ohne Wasser.

Der Vorteil gegenüber dem Hochdruckreiniger: Er spült den Fugensand nicht heraus. Leere Fugen kosten dem Pflaster die Verzahnung, und im entstandenen Hohlraum siedelt sich Bewuchs schneller wieder an.

Chemie ist ohnehin keine Alternative. Unkrautvernichter sind auf befestigten Flächen nicht zulässig – auch Hausmittel wie Essig und Salz nicht, weil sie über den Ablauf ins Abwasser gelangen.

Im Vergleich

Gloria MultiBrushSkil 0700 AA
Gewicht3 kg2 kg
Maße99 × 25 × 128,5 cm90 × 20 × 10 cm
Bürstendurchmesser100 mm100 mm
Drehzahlregelbarfest
AufnahmeWechselsystemSchaft 6 mm
LieferumfangBürstensortimentGrundgerät

Der Skil ist das leichtere, einfachere Gerät; der Gloria MultiBrush bietet regelbare Drehzahl und ein größeres Bürstensortiment. Grundlagen unter elektrischer Fugenreiniger.

Bürsten

NylonFür empfindliche Beläge und sandverfüllte Fugen. Schonend, dafür langsamer.
DrahtFür hartnäckigen Bewuchs in festen Fugen. Nicht auf Naturstein – sie hinterlässt Kratzer und Metallabrieb, der als Rostfleck sichtbar wird.

Im Betrieb

In Fugenrichtung arbeiten, nicht quer – sonst springt die Bürste heraus.

Flach führen, nicht kippen. Gekippt arbeitet nur der Bürstenrand, das Ergebnis wird streifig.

Schutzbrille tragen. Die Bürste schleudert Steinchen mit hoher Geschwindigkeit; das ist der am häufigsten unterschätzte Punkt bei diesen Geräten.

Festes Schuhwerk, keine offenen Schuhe.

Kabel hinter sich führen und vom Anschluss weg arbeiten.

Danach

Fugensand nachkehren. Auch eine Bürste holt etwas heraus, und eine volle Fuge ist die beste Vorbeugung gegen neuen Bewuchs.

Der richtige Zeitpunkt ist das Frühjahr, bevor das Unkraut aussamt. Ein zweiter Durchgang im Spätsommer hält die Fläche über das Jahr sauber.

Typische Fehler

  • Drahtbürste auf Naturstein. Kratzer und Metallabrieb, der später rostet.
  • Quer zur Fuge geführt. Die Bürste springt heraus.
  • Ohne Schutzbrille gearbeitet. Steinchen fliegen mit hoher Geschwindigkeit.
  • Fugensand nicht nachgekehrt. Leere Fugen kosten dem Verband die Verzahnung, und Bewuchs kommt schneller wieder.
  • Verschlissene Bürste weiterbenutzt. Gespreizte Borsten streifen nur noch.

Fugen dauerhaft dicht halten

Der Fugenreiniger ist die Behandlung. Die Vorbeugung ist eine andere Sache – und sie entscheidet darüber, ob man einmal oder dreimal im Jahr arbeitet.

Volle Fugen. Bewuchs siedelt sich in Hohlräumen an. Nach jeder Reinigung Fugensand nachkehren, bis die Fuge bis knapp unter die Steinoberkante gefüllt ist. Das erhält zugleich die Verzahnung des Verbands.

Fugensand statt Spielsand. Gewaschener, scharfkantiger Sand verkeilt sich; runder Sand rieselt heraus.

Polymerer Fugensand verfestigt sich nach dem Wässern und hält Bewuchs länger fern. Er ist teurer und muss sauber eingebracht werden – Reste auf der Steinoberfläche binden ab und sind dann schwer zu entfernen.

Wasser wegbekommen. Stehende Nässe ist die Grundlage für Moos. Zwei Prozent Gefälle und ein freier Ablauf helfen mehr als jede Reinigung.

Zeitpunkt beachten. Im Frühjahr arbeiten, bevor das Unkraut aussamt – sonst hat man die Samen für das nächste Jahr schon in der Fuge.

Häufige Fragen

Reicht die feste Drehzahl?

Für die meisten Flächen ja. Auf weichem Naturstein wäre eine niedrigere Drehzahl schonender – dort hilft, die Bürste nur leicht aufzusetzen und langsamer zu führen.

Wie lange hält eine Bürste?

Je nach Untergrund einige hundert Quadratmeter. Sind die Borsten deutlich kürzer und gespreizt, streift sie nur noch, statt zu arbeiten.

Passen Bürsten anderer Hersteller?

Mit 6-mm-Schaft in der Regel ja. Das ist ein verbreitetes Maß und beim Nachkauf ein echter Vorteil.

Bekomme ich Unkraut mit Wurzel heraus?

Oberflächlich ja, tief sitzende Wurzeln bleiben. Der Fugenreiniger hält die Fläche in Schach – dauerhaft beseitigt er das Thema nicht.

Geht auch Terrasse und Holzdeck?

Mit Nylonbürste und wenig Druck ja. Auf Holz vorsichtig arbeiten: Die Bürste trägt weiches Sommerholz ab und hinterlässt eine raue Oberfläche.

Wie pflege ich das Gerät?

Nach jedem Einsatz Bürste abnehmen und Gehäuse abbürsten – feuchter Sand setzt sich in der Aufnahme fest und macht den Wechsel schwergängig. Kabel am Geräteaustritt auf Knickstellen prüfen, trocken lagern.

Wie lange dauert eine Einfahrt?

Für rund 40 Quadratmeter mit üblichem Bewuchs etwa zwei Stunden, plus Kehren und Nachsanden. Beim zweiten Mal im Jahr geht es deutlich schneller.

Kann ich damit auch Kanten und Randsteine säubern?

Ja, mit schmaler Bürste. Achten Sie bei Betonrandsteinen mit Sichtfläche darauf, keine Drahtbürste zu nehmen.

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