GLORIA MultiBrush Stein-, Fugen- und Terassenreiniger
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Der Gloria MultiBrush ist ein elektrischer Fugenreiniger: eine rotierende Bürste an einem Stiel, die Moos und Unkraut aus Pflasterfugen holt.
Sein Vorteil gegenüber dem Hochdruckreiniger ist genau das, was er nicht tut – er spült den Fugensand nicht heraus.
Technische Daten
| Gewicht | 3 kg |
| Maße | 99 × 25 × 128,5 cm |
| Bürstendurchmesser | 100 mm |
| Flächenbürste | 165 mm Breite |
| Drehzahl | regelbar |
| Anschluss | 230 V / 50 Hz |
Warum kein Hochdruckreiniger
Der Hochdruckreiniger reinigt gründlicher – und spült dabei den Fugensand heraus. Leere Fugen kosten dem Pflasterverband seine Verzahnung: Die Steine verlieren den Halt, und Unkraut siedelt sich im entstandenen Hohlraum schneller wieder an.
Die rotierende Bürste arbeitet mechanisch und oberflächennah. Der Sand bleibt weitgehend liegen.
Ohne Chemie. Unkrautvernichter sind auf befestigten Flächen wie Einfahrten und Wegen ohnehin nicht zulässig – von dort gelangen sie über den Ablauf direkt ins Abwasser. Das gilt auch für Hausmittel wie Essig und Salz.
Die Bürste wählen
| Nylonbürste | Für empfindliche Beläge, Holz und Fugen mit Sandverfüllung. Schonend, dafür langsamer. |
| Flächenbürste 165 mm | Für größere Flächen und Algenbelag auf Stein. |
| Drahtbürste | Für hartnäckigen Bewuchs in festen Fugen. Nicht auf Naturstein und nicht auf Beton mit Sichtoberfläche – sie hinterlässt Kratzer und Metallabrieb, der rostet. |
Im Vergleich
| Gloria MultiBrush | Skil 0700 AA | |
| Gewicht | 3 kg | 2 kg |
| Maße | 99 × 25 × 128,5 cm | 90 × 20 × 10 cm |
| Bürstendurchmesser | 100 mm | 100 mm |
| Drehzahl | regelbar | fest |
| Aufnahme | Wechselsystem | Schaft 6 mm |
| Lieferumfang | Bürstensortiment | Grundgerät |
Grundlagen unter elektrischer Fugenreiniger.
Im Betrieb
Mit niedriger Drehzahl beginnen. Zu schnell schleudert die Bürste Sand und Steinchen weit – und trägt auf weichem Stein Material ab.
Flach führen, nicht kippen. Gekippt arbeitet nur der Rand der Bürste, das Ergebnis wird streifig und die Borsten verschleißen ungleichmäßig.
In Fugenrichtung arbeiten, nicht quer. Quer springt die Bürste aus der Fuge.
Schutzbrille tragen. Die Bürste schleudert Steinchen mit hoher Geschwindigkeit – das ist der am häufigsten unterschätzte Punkt.
Festes Schuhwerk, keine offenen Sandalen.
Danach
Fugensand nachkehren. Auch die Bürste holt etwas heraus. Nachkehren erhält die Verzahnung – und eine volle Fuge ist die beste Vorbeugung gegen neuen Bewuchs.
Zeitpunkt: Im Frühjahr, bevor das Unkraut aussamt. Ein zweiter Durchgang im Spätsommer hält die Fläche das Jahr über sauber.
Typische Fehler
- Drahtbürste auf Naturstein. Kratzer und Metallabrieb, der als Rostfleck sichtbar wird.
- Volle Drehzahl von Anfang an. Die Bürste schleudert Sand und Steinchen.
- Gekippt geführt. Nur der Bürstenrand arbeitet, das Ergebnis wird streifig.
- Fugensand nicht nachgekehrt. Der Verband verliert seine Verzahnung.
- Material in den Gully gekehrt. Es setzt Abläufe zu und gehört auf den Kompost.
Fugen dauerhaft dicht halten
Der Fugenreiniger ist die Behandlung. Die Vorbeugung ist eine andere Sache – und sie entscheidet darüber, ob man einmal oder dreimal im Jahr arbeitet.
Volle Fugen. Bewuchs siedelt sich in Hohlräumen an. Nach jeder Reinigung Fugensand nachkehren, bis die Fuge bis knapp unter die Steinoberkante gefüllt ist. Das erhält zugleich die Verzahnung des Verbands.
Fugensand statt Spielsand. Gewaschener, scharfkantiger Sand verkeilt sich; runder Sand rieselt heraus.
Polymerer Fugensand verfestigt sich nach dem Wässern und hält Bewuchs länger fern. Er ist teurer und muss sauber eingebracht werden – Reste auf der Steinoberfläche binden ab und sind dann schwer zu entfernen.
Wasser wegbekommen. Stehende Nässe ist die Grundlage für Moos. Zwei Prozent Gefälle und ein freier Ablauf helfen mehr als jede Reinigung.
Zeitpunkt beachten. Im Frühjahr arbeiten, bevor das Unkraut aussamt – sonst hat man die Samen für das nächste Jahr schon in der Fuge.
Häufige Fragen
Wie lange hält eine Bürste?
Je nach Untergrund und Bewuchs einige hundert Quadratmeter. Verschlissen ist sie, wenn die Borsten deutlich kürzer und gespreizt sind – dann arbeitet sie nicht mehr, sondern streift nur.
Funktioniert er auf Naturstein?
Mit Nylonbürste ja. Drahtbürsten hinterlassen auf weichem Naturstein Kratzer und Metallabrieb, der später als Rostfleck sichtbar wird.
Bekomme ich damit Unkraut mit Wurzel heraus?
Oberflächlich ja, tief sitzende Wurzeln bleiben. Deshalb kommt es wieder – der Fugenreiniger hält die Fläche in Schach, er beseitigt das Thema nicht dauerhaft.
Was ist mit dem Abfluss?
Losgebürstetes Material gehört zusammengekehrt, nicht in den Gully gespült. Es setzt Abläufe zu und gehört ohnehin auf den Kompost.
Lohnt sich der Kauf?
Bei einer Einfahrt oder Terrasse mit vielen Fugen ja – zwei Einsätze im Jahr über mehrere Jahre. Für ein paar Quadratmeter tut es eine Fugenkratze von Hand.
Wie pflege ich das Gerät?
Nach jedem Einsatz Bürste abnehmen und Aufnahme reinigen – feuchter Sand setzt sich fest und macht den Wechsel schwergängig. Kabel am Geräteaustritt prüfen, trocken lagern.
Wie lange dauert eine Einfahrt?
Für rund 40 Quadratmeter mit üblichem Bewuchs etwa zwei Stunden, plus Kehren und Nachsanden. Der zweite Durchgang im Jahr geht deutlich schneller.
Welche Bürste hält am längsten?
Nylon auf glatten Belägen, Draht in harten Zementfugen. Auf rauem Naturstein verschleißt jede Bürste schneller – dort hilft, mit weniger Anpressdruck und niedrigerer Drehzahl zu arbeiten.



