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Heimwerker-Berater

Wasserverteiler

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die Bauarten
  2. Das Y-Stück
  3. Der Mehrfachverteiler
  4. Warum nie alles gleichzeitig läuft
  5. Der automatische Wasserverteiler
  6. Mit dem Bewässerungscomputer
  7. Anschließen und abdichten
  8. Im Winter
  9. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen

Ein Wasserverteiler macht aus einem Wasserhahn mehrere Anschlüsse. Am einfachsten ist das ein Y-Stück mit zwei Ausgängen, komfortabler ein Verteiler mit vier einzeln absperrbaren Ventilen, am bequemsten ein automatischer Verteiler, der die Stränge nacheinander schaltet. Eines können alle nicht: mehr Wasser liefern, als aus dem Hahn kommt.

Die Bauarten

BauartAusgängeWofür
Y-Stück, 2-Wege-Verteiler2Schlauch und Tropfsystem an einem Hahn
Mehrfachverteiler mit Einzelventilen3–4mehrere Bereiche von Hand wechseln
Automatischer Wasserverteiler4–6Stränge nacheinander bewässern, ohne Strom
Bewässerungscomputer mit mehreren Ausgängen2 und mehrmehrere Kreise zeitgesteuert
Ventilverteiler im Schachtbeliebigfest verlegte Sprinkleranlage

Das Y-Stück

Der einfachste Verteiler sitzt direkt am Hahn, meist mit 3/4-Zoll-Innengewinde, und teilt auf zwei Kupplungsanschlüsse auf. Jeder Ausgang hat einen kleinen Absperrhebel. So bleiben Tropfschlauch und Gießschlauch dauerhaft angeschlossen, und Sie schalten nur um.

Günstige Modelle aus Kunststoff kosten 5 bis 15 Euro, Messing-Ausführungen etwas mehr. Messing hält länger, vor allem wenn der Verteiler dauerhaft unter Druck steht und in der Sonne hängt.

Der Mehrfachverteiler

Drei oder vier Ausgänge, jeder mit eigenem Ventil, manche mit Regulierung. Sinnvoll, wenn an einer Stelle mehrere Schläuche in unterschiedliche Richtungen abgehen: einer zum Gemüsebeet, einer zum Rasen, einer zu den Kübeln auf der Terrasse.

Der Verteiler kann am Hahn sitzen oder mit einem Zwischenschlauch als eigene Station mitten im Garten liegen. Dann reicht ein Schlauch vom Haus, und die Verteilung passiert dort, wo die Wege auseinandergehen.

Warum nie alles gleichzeitig läuft

Ein Verteiler teilt die Wassermenge, er vermehrt sie nicht. Ein Hausanschluss liefert am Außenhahn je nach Leitung und Druck grob 1000 bis 2000 Liter pro Stunde. Ein Kreisregner braucht davon schon einen guten Teil. Öffnen Sie zwei Regner gleichzeitig, sinkt der Druck an beiden, und keiner erreicht seine Wurfweite.

Rechnen Sie deshalb vorher: Was verbraucht jeder angeschlossene Verbraucher, und was liefert der Hahn? Messen lässt sich das leicht mit einem Eimer und einer Uhr – 10 Liter in 20 Sekunden entsprechen 1800 Litern pro Stunde. Tropfschläuche brauchen wenig und können parallel zu anderem laufen; Sprenger laufen besser nacheinander.

Der automatische Wasserverteiler

Er sieht aus wie ein Mehrfachverteiler, schaltet aber selbstständig um. Jedes Mal, wenn das Wasser ab- und wieder angestellt wird, wechselt er zum nächsten Ausgang. Er braucht dafür keinen Strom, sondern nutzt den Druckstoß.

Zusammen mit einem Bewässerungscomputer am Hahn entsteht so eine einfache Mehrkreis-Anlage: Der Computer öffnet morgens 20 Minuten, schließt, öffnet wieder – und jedes Mal ist ein anderer Gartenteil an der Reihe. Nicht benötigte Ausgänge lassen sich meist verschließen oder überspringen.

Der Haken: Der Verteiler weiß nicht, welcher Ausgang gerade dran ist, wenn einmal ein Zyklus ausfällt. Kontrollieren Sie ab und zu, ob die Reihenfolge noch stimmt.

Mit dem Bewässerungscomputer

Ein Bewässerungscomputer mit zwei oder mehr Ausgängen ist die elegantere Lösung: Jeder Ausgang hat sein eigenes Programm mit Startzeit und Dauer. Mehr als zwei Ausgänge an einem Gerät sind bei Aufschraubmodellen selten; größere Anlagen arbeiten mit Magnetventilen in einem Ventilkasten und einem Steuergerät. Das gehört dann schon zu einem fest verlegten Bewässerungssystem.

Anschließen und abdichten

  1. Hahn prüfen. Gewindegröße ablesen, meist 3/4 Zoll, bei älteren Hähnen auch 1/2 oder 1 Zoll. Adapter gibt es für jede Kombination.
  2. Dichtung einlegen. Der Verteiler dichtet mit einer Flachdichtung ab. Fehlt sie oder ist sie hart geworden, tropft es.
  3. Handfest anziehen. Kunststoffgewinde niemals mit der Zange anziehen, sie reißen.
  4. Rückflussverhinderer. Wenn Schläuche in Tonnen, Pools oder Teiche hängen, darf nichts ins Trinkwassernetz zurückfließen. Viele Hahnstücke haben ihn eingebaut, sonst nachrüsten.

Im Winter

Verteiler aus Kunststoff platzen bei Frost, wenn Wasser darin steht. Im Herbst abschrauben, alle Ventile öffnen, trocknen lassen und frostfrei lagern. Das gilt auch für den Bewässerungscomputer, dessen Batterien Sie bei der Gelegenheit gleich herausnehmen.

Typische Fehler

  • Zu viele Verbraucher gleichzeitig. Der Regner rieselt nur noch, und man sucht den Fehler an der falschen Stelle.
  • Kein Rückflussverhinderer. Kein Problem, bis der Druck im Netz einmal abfällt und der Pool zurückläuft.
  • Kupplungssysteme gemischt. Nicht jede Schnellkupplung passt auf jeden Stecker; tropfende Verbindungen kosten Druck.
  • Verteiler in der Sonne. Kunststoff wird mit den Jahren spröde. Ein schattiger Platz verlängert die Lebensdauer.

Häufige Fragen

Wie viele Ausgänge brauche ich?

So viele, wie Sie Bereiche haben, die unterschiedlich viel Wasser brauchen. Für einen normalen Hausgarten reichen oft zwei bis vier.

Kann ich den Verteiler an eine Pumpe anschließen?

Ja. Achten Sie dann auf den Druck: Gartenpumpen erzeugen oft mehr Druck als die Leitung zu Hause. Kunststoffverteiler sollten dafür ausgelegt sein.

Warum kommt an einem Ausgang weniger Wasser als am anderen?

Meist steckt ein Sieb oder eine Dichtung verschmutzt im Anschluss, oder der Schlauch ist länger bzw. dünner. Bei gleichen Schläuchen und offenen Ventilen sollten beide Ausgänge etwa gleich viel liefern.

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