CSL Arendo 29722: Energiekosten-Messgerät

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Das CSL-Computer 29722 von Arendo ist ein Zwischenstecker, der den Stromverbrauch einzelner Geräte misst und in Kosten umrechnet. Es ist baugleich mit dem Tevigo 90670 und gehört zu den einfachen, günstigen Messgeräten. Seine Stärke ist das gut ablesbare Display, seine Schwäche die fehlende Beleuchtung.
Die Daten des Geräts
| Maximalstrom | 16 A |
| Maximalleistung | 3680 W |
| Anzeigen | Spannung, Strom, Frequenz, Leistungsfaktor, Leistung, Verbrauch in 0,001 kWh, Kosten, Cent je kWh, CO2, Messdauer in Tagen |
| Überlastwarnung | einstellbare Leistungsgrenze in Watt |
| Stromversorgung Speicher | 2 Knopfzellen LR44 |
| Maße / Gewicht | 15 × 7,6 × 7,6 cm, rund 200 g |
| Umgebung | bis 80 % Luftfeuchte bei 30 °C, bis 40 °C bei 50 % Luftfeuchte |
So funktioniert die Messung
Das Gerät misst Spannung und Strom und berechnet daraus die Wirkleistung. Über die Zeit summiert ergibt sich der Verbrauch in Kilowattstunden, multipliziert mit dem eingegebenen Tarif die Kosten. Der CO2-Wert ist eine Umrechnung mit einem hinterlegten Faktor, keine eigene Messung. Er hängt davon ab, welchen Faktor Sie einstellen, und ist deshalb nur ein grober Anhaltspunkt.
Der Leistungsfaktor gibt an, wie viel der aufgenommenen Scheinleistung tatsächlich Wirkleistung ist. Für die Stromrechnung zählt die Wirkleistung, die das Gerät in Watt anzeigt.

Bedienung im Alltag
Das Einrichten ist überschaubar: Messgerät in die Schutzkontaktsteckdose stecken, Tarif in Cent je Kilowattstunde eingeben, Verbraucher anschließen. Die Messung beginnt sofort.
Zieht man das Gerät ab, pausiert die Messung. Die Daten bleiben dank der Knopfzellen erhalten, sodass man es mit an den Schreibtisch nehmen und dort in Ruhe ablesen kann. Steckt man es wieder ein, zählt es weiter. Für eine neue Messung setzen Sie die Werte mit der Reset-Taste zurück und geben den Tarif erneut ein.
Das Display ist groß und auch schräg von der Seite gut lesbar. Eine Hintergrundbeleuchtung fehlt aber. Hinter dem Kühlschrank oder unter dem Schreibtisch hilft die Pausenfunktion: abziehen, ins Licht holen, ablesen.
Größe und Doppelsteckdosen
Mit 7,6 cm Breite passt das Gerät in eine Doppelsteckdose, ohne die zweite Dose zu blockieren. Das klingt banal, ist bei manchen Zwischensteckern aber ein echtes Ärgernis. In engen Unterputzdosen hinter Möbeln kann die Bautiefe von 15 cm dennoch stören, dann hilft ein kurzes Verlängerungskabel.
Sinnvolle Messungen
- Kühlschrank und Gefriertruhe. Mindestens 24 Stunden messen, besser eine Woche, und dann auf ein Jahr hochrechnen.
- Standby-Verbraucher. Fernseher, Router, Drucker, Soundbar und Spielkonsole einzeln im Bereitschaftsbetrieb messen.
- Geräte mit Heizfunktion. Wasserkocher, Kaffeemaschine, Heizlüfter: hohe Leistung, kurze Laufzeit. Hier zeigt sich, was eine Nutzung wirklich kostet.
- Werkstatt. Ladegeräte, Kompressor, Werkstattsauger. Passende Spartipps stehen im Beitrag Energiesparen in der Werkstatt.
Die Überlastwarnung ist nützlich, wenn Sie wissen wollen, ob ein Gerät beim Anlaufen kurzzeitig mehr zieht als erwartet, etwa ein Kompressor.

Wie genau ist das Gerät
Für Haushaltsverbraucher im mittleren Leistungsbereich liefern solche Zwischenstecker brauchbare Werte, um Kosten abzuschätzen und Geräte zu vergleichen. Bei sehr kleinen Lasten, also im Bereich von einem Watt und darunter, werden alle einfachen Messgeräte ungenauer. Ein Wert von 0,5 W im Standby ist deshalb eine Größenordnung, keine Präzisionsmessung.
Wer die Werte mit dem Hauszähler abgleichen will, schaltet möglichst alle anderen Verbraucher ab und vergleicht über mehrere Stunden. Kurze Vergleiche sind wegen Grundlast und Kühlgeräten wenig aussagekräftig.
Grenzen
Fest angeschlossene Verbraucher wie Herd, Durchlauferhitzer oder Wärmepumpe lassen sich mit einem Zwischenstecker nicht messen. Dafür braucht es einen Zwischenzähler im Verteiler, und dort arbeitet nur eine Elektrofachkraft. Auch Balkonkraftwerke gehören nicht an ein solches Gerät; es ist für die Messung von Verbrauch gebaut.
Das Messgerät verträgt 16 A. Mehrere große Verbraucher über eine Steckdosenleiste dahinter zu betreiben, bringt es an die Grenze.
Einordnung
Im Vergleich zum Brennenstuhl PM 231 E punktet das Arendo-Gerät mit dem besser lesbaren Display und der einfacheren Bedienung. Das Brennenstuhl-Gerät bietet dafür zwei Tarife und nennt einen Messbereich ab 0,2 W. Weitere Modelle finden Sie im Überblick zum Energiekostenmessgerät, das baugleiche Gerät unter Tevigo 90670.
Den Tarif richtig eingeben
Die Kostenanzeige ist nur so gut wie der eingegebene Preis. Maßgeblich ist der Arbeitspreis je Kilowattstunde aus Ihrer letzten Abrechnung oder dem aktuellen Vertrag, brutto inklusive Mehrwertsteuer. Der Grundpreis gehört nicht hinein, denn er fällt unabhängig davon an, ob ein Gerät läuft oder nicht.
Ändert sich der Tarif, müssen Sie den Wert von Hand anpassen. Laufende Messungen rechnet das Gerät dann meist mit dem neuen Preis weiter. Wer Kosten verschiedener Geräte vergleichen will, notiert besser die Kilowattstunden und rechnet selbst, denn die bleiben unabhängig vom Tarif richtig.
Häufige Fragen
Verliert das Gerät die Werte ohne Strom?
Nein, solange die Knopfzellen intakt sind. Sind sie leer, gehen Tarif und Messwerte beim Abziehen verloren.
Kann ich zwei Tarife einstellen?
Das Gerät ist auf einen Tarif ausgelegt. Wer mit Tag- und Nachtstrom rechnet, braucht ein Gerät mit zwei Tarifen oder rechnet selbst nach.
Was bedeutet die CO2-Anzeige?
Sie rechnet den Verbrauch mit einem festen Faktor in Kilogramm CO2 um. Der tatsächliche Wert hängt von Ihrem Stromtarif und dem Strommix ab.



