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Heimwerker-Berater

7 einfache Tipps zum Energiesparen in der Werkstatt

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
7 einfache Tipps zum Energiesparen in der Werkstatt
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wo der Strom tatsächlich bleibt
  2. Tipp 1: Licht auf LED umstellen
  3. Tipp 2: Gezielt heizen
  4. Tipp 3: Standby und Dauerläufer abschalten
  5. Tipp 4: Druckluft ohne Lecks
  6. Tipp 5: Tor, Türen und Fenster abdichten
  7. Tipp 6: Dämmen, wo es sich lohnt
  8. Tipp 7: Tarif prüfen
  9. Häufige Fragen

Eine Hobbywerkstatt verbraucht selten so viel Strom, wie man bei all den Maschinen vermuten würde. Kreissäge und Kompressor laufen nur Minuten, Licht und Heizung dagegen stundenlang. Genau dort liegen die Einsparungen – und ein paar kleine Stromfresser, die niemand auf dem Zettel hat.

Wo der Strom tatsächlich bleibt

Ein Beispiel: Eine Tischkreissäge mit 2000 Watt, die an einem Samstag insgesamt 30 Minuten läuft, braucht 1 kWh. Eine alte Leuchtstoffröhren-Beleuchtung mit sechs Doppelröhren und Vorschaltgeräten braucht in fünf Stunden leicht das Doppelte. Ein elektrischer Heizlüfter mit 2000 Watt kommt in derselben Zeit auf 10 kWh.

Die Maschinen sind selten das Problem. Licht, Wärme und alles, was ständig läuft, schon. Wer es genau wissen will, misst mit einem Energiekostenmessgerät nach.

Tipp 1: Licht auf LED umstellen

LED-Röhren und -Panels brauchen für dieselbe Helligkeit etwa die Hälfte dessen, was Leuchtstoffröhren verbrauchen, und deutlich weniger als Halogenstrahler. Sie flackern nicht und sind sofort hell, auch bei Kälte – bei Leuchtstoffröhren in der ungeheizten Garage keine Selbstverständlichkeit.

Beim Umrüsten auf LED-Röhren in alten Leuchten ist Vorsicht geboten: Je nach Vorschaltgerät muss die Leuchte umverdrahtet werden. Das ist ein Eingriff in die Elektroinstallation. Einfacher und sicherer ist der Tausch gegen komplette LED-Leuchten.

Arbeitsplatzleuchten direkt über der Werkbank und eine gute Grundbeleuchtung sind sparsamer als eine Halle voller Licht. Und das Tageslicht durch ein sauberes Fenster ist ohnehin gratis.

Tipp 2: Gezielt heizen

Eine Werkstatt muss nicht wohnzimmerwarm sein. 15 bis 17 °C reichen für die meisten Arbeiten. Heizen Sie den Arbeitsplatz, nicht den Raum: Ein Infrarotstrahler über der Werkbank wärmt dort, wo Sie stehen, und muss nicht die ganze Luft aufheizen. Mehr zu diesem Prinzip unter Heizen mit Infrarot.

Hängt die Werkstatt an der Zentralheizung, gilt dasselbe wie im Haus: Heizkörper entlüften, freihalten, Thermostat nutzen. Für Lack- und Leimarbeiten, die eine Mindesttemperatur brauchen, heizen Sie gezielt vor – nicht den ganzen Winter durch.

Tipp 3: Standby und Dauerläufer abschalten

Ladegeräte für Akkus, Radio, Absauganlage, Kühlschrank für Getränke, Heizlüfter im Frostwächterbetrieb: Was dauerhaft am Netz hängt, summiert sich über das Jahr. Eine schaltbare Steckdosenleiste für die Werkbank trennt nach Feierabend alles auf einmal. Akkus, die voll sind, gehören ohnehin nicht dauerhaft ins Ladegerät.

Auch scharfes Werkzeug spart Strom: Ein stumpfes Sägeblatt lässt den Motor härter arbeiten, und die Maschine läuft länger für denselben Schnitt.

Tipp 4: Druckluft ohne Lecks

Druckluft ist die teuerste Energieform in der Werkstatt. Ein Kompressor wandelt nur einen kleinen Teil des Stroms in nutzbare Druckluft um, der Rest wird Wärme. Jedes Leck lässt ihn nachlaufen, auch wenn niemand arbeitet.

Hören Sie abends nach dem Abschalten der Werkzeuge hin: Zischt es irgendwo, ist eine Kupplung undicht. Seifenwasser auf die Verbindungen zeigt kleine Lecks als Bläschen. Schalten Sie den Kompressor nach der Arbeit aus und lassen Sie den Kessel ab. Und stellen Sie den Druck nur so hoch ein, wie das Werkzeug braucht – mehr Druck bedeutet mehr Laufzeit.

Tipp 5: Tor, Türen und Fenster abdichten

Garagenwerkstätten verlieren die meiste Wärme über das Tor. Ein Schwingtor aus Blech ohne Dichtung ist praktisch eine offene Wand. Bodendichtungen, Bürstendichtungen an den Seiten und ein Dichtprofil oben kosten wenig und halten Zugluft und Staub draußen.

Bei Türen und Fenstern helfen selbstklebende Dichtbänder. Ein brennendes Feuerzeug oder ein Stück Seidenpapier am Spalt zeigt, wo es zieht.

Tipp 6: Dämmen, wo es sich lohnt

In einer nur gelegentlich beheizten Werkstatt lohnt eine Vollsanierung selten. Wirkungsvoll und günstig ist die Dämmung der Decke, besonders unter einem Flachdach oder zum kalten Dachboden. Auch ein Schwingtor lässt sich mit Dämmplatten auf der Innenseite nachrüsten, solange das Mehrgewicht zum Federausgleich passt.

Ein Werkstattboden auf kaltem Beton wird mit einer Gummimatte oder einem Holzrost an der Werkbank deutlich angenehmer – für die Füße spürbarer als zwei Grad mehr Raumtemperatur.

Tipp 7: Tarif prüfen

Wer lange beim selben Versorger ist, zahlt oft mehr als nötig. Ein Vergleich über ein Vergleichsportal dauert wenige Minuten, der Wechsel ist bei Strom und Gas unkompliziert. Ein eigener Zähler für die Werkstatt lohnt sich nur, wenn der Verbrauch gewerblich abgerechnet werden muss.

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine Hobbywerkstatt?

Ohne elektrische Heizung meist wenige hundert Kilowattstunden im Jahr, stark abhängig von Beleuchtung und Nutzung. Mit einem Heizlüfter im Winter kann es ein Vielfaches werden.

Lohnt sich ein Infrarotheizer?

Für kurze Arbeitszeiten und punktuelle Wärme ja. Für eine dauerhaft beheizte Werkstatt ist eine effizientere Heizung sinnvoller.

Muss ich Geräte nach der Arbeit vom Netz trennen?

Es spart etwas Strom und erhöht die Sicherheit. Eine schaltbare Steckdosenleiste mit gut sichtbarem Schalter macht das zur Gewohnheit. Ausnahmen sind Geräte, die bewusst laufen sollen, etwa ein Frostwächter.

Ist ein Flüsterkompressor sparsamer?

Nicht zwingend – er ist vor allem leiser. Entscheidend für den Verbrauch sind Liefermenge, Druckeinstellung und Lecks. Mehr zur Ausstattung unter Die Werkstatt einrichten.

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